Paul McCartney führt bis heute Gespräche mit John Lennon (†)
von spot on news
29.05.2026, 12:33 Uhr
29. Mai 2026 um 12:33 Uhr
McCartney blickt nicht nur auf seine Herkunft in Liverpool zurück, sondern auch auf ein Leben, das längst selbst Popgeschichte geschrieben hat.
Paul McCartney (83) veröffentlicht am Freitag (29. Mai) sein neues Soloalbum „The Boys of Dungeon Lane”. Die Platte ist als Rückblick auf seine Kindheit und seine ersten musikalischen Jahre in Liverpool angelegt. In einem Interview mit dem britischen „Guardian” spricht der Ex-Beatle zudem über die Zeit mit den „Beatles”, über Verluste im Alter und über seine bis heute besondere innere Verbindung zu John Lennon (†40) .
McCartney beschreibt innere Nähe zu John Lennon
Besonders ausführlich geht McCartney auf seine Beziehung zu seinem früheren „Beatles”-Bandmitglied John Lennon (1940-1980) ein. Nach seiner Darstellung ist der kreative Austausch zwischen ihnen in gewisser Weise nie abgerissen. Wenn er heute Lieder schreibt oder sich an gemeinsame Erlebnisse aus Liverpool erinnert, habe er oft das Gefühl, Lennon würde unmittelbar erfassen, worum es geht.
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Für McCartney ist dieses innere Zwiegespräch auch nach Lennons Tod im Jahr 1980 nicht verstummt. In seinem Kopf setze es sich fort, auch wenn von der anderen Seite keine Antwort mehr komme.
Auch George Harrison fehlt ihm zunehmend
Im Interview spricht McCartney außerdem über George Harrison (1943-2001). Mit zunehmendem Alter werde ihm immer deutlicher, dass nach und nach mehr Menschen aus seinem früheren Umfeld verschwinden. Lennon und Harrison seien prägende Bezugspunkte seines Lebens gewesen. Dass beide fehlen, gehöre inzwischen zu seiner Wirklichkeit.
Zugleich ordnet McCartney diesen Verlust nüchtern ein. Aus seiner Sicht ist das keine Ausnahme, sondern Teil des Älterwerdens.
Die Erinnerung an „Love Me Do” bis heute lebendig
Paul McCartney, der mit dem vierten „Beatle” Ringo Starr (85) noch neue Songs veröffentlicht, erinnert sich auch an den Moment, als 1963 der „Beatles”-Song „Love Me Do” zum ersten Mal im Radio lief. Nach eigenen Worten weiß er noch immer genau, wo er damals war. Er sei mit dem Auto am Grafton in Liverpool vorbeigefahren und habe nicht angehalten. „Ich bin einfach weitergefahren, begeistert. Das war etwas”, erzählt McCartney.
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Neues Album über Kindheit im Nachkriegs-Liverpool
Neben der „Beatles”-Zeit richtet McCartney den Blick im Interview mit dem britischen „Guardian” auf seine Kindheit im Liverpool der Nachkriegsjahre. Genau dieses Kapitel steht auch im Zentrum des neuen Albums. Dabei zieht er vorsichtige Verbindungen zur Gegenwart. „Ich finde es unmöglich, das nicht mit der aktuellen Situation in der Ukraine oder Gaza in Verbindung zu bringen, wo jeden Moment Bomben fallen könnten und man mit diesem Wissen leben muss”, so McCartney.
Auch über seine frühesten Erinnerungen spricht der 83-Jährige. Dabei sagt er, er könne sich womöglich an seine eigene Geburt erinnern. Paul McPartney beschreibt weiße Kacheln, medizinische Instrumente sowie ein Empfinden von Licht und Chaos. Gleichzeitig schränkt er diese Schilderung selbst wieder ein: Es sei „höchst zweifelhaft”, wahrscheinlich Unsinn, vielleicht eine eingebildete Erinnerung.
Paul McCartneys 18. Soloalbum
„The Boys of Dungeon Lane” ist Paul McCartneys 18. Soloalbum. Thematisch kreist das Werk stark um seine Anfänge in Liverpool und um die ersten Jahre der „Beatles”. Die Band wurde mit Songs wie „Love Me Do”, „Hey Jude” oder „Let It Be” zur erfolgreichsten Gruppe der Popgeschichte.
Von (ncz/spot)



