Brighton & Hove Albion kauft Yohanna – Mit Abstand teuerster AIK-Abgang

Brighton & Hove Albion kauft Yohanna – Mit Abstand teuerster AIK-Abgang

Zadok Yohanna

Von Bundesliga-Trio beobachtet 

Brighton & Hove Albion kauft Yohanna – Mit Abstand teuerster AIK-Abgang

©IMAGO

Brighton & Hove Albion hat seinen ersten Neuzugang für die Saison 2026/27 vorbehaltlich ausstehender Genehmigungen unter Dach und Fach gebracht. Die Seagulls holen den 18 Jahre alten nigerianischen Offensivspieler Zadok Yohanna und statten ihn mit einem Vertrag bis 2031 aus. Laut „The Athletic“ fließen 21,5 Millionen Pfund Ablöse an den schwedischen Klub AIK – umgerechnet fast 25 Mio. Euro, was einen Rekordabgang bedeutet, und das mit großem Abstand. Premier-League-Vertreter Brighton gab für einen Spieler bis 19 Jahre erst fünfmal mehr aus, die 35 Mio. Euro teuren Yankuba Minteh und Charalampos Kostoulas führen das Ranking an. „Sky“ geht sogar von fixen 28 Mio. Euro plus 2 Mio. Boni für Yohanna aus.

Brightons Trainer Fabian Hürzeler sagte über den Youngster: „Ich freue mich darauf, mit Zadok zusammenzuarbeiten. Nachdem ich seine Spiele und seine Qualitäten gesehen habe, ist er ein Spieler, der im letzten Drittel den Spielverlauf entscheidend beeinflussen kann. Er ist noch jung und wird Zeit brauchen, um sich an den Verein und die Premier League zu gewöhnen, aber es ist spannend, ihm zuzusehen, und er bringt genau die Art von Kreativität mit, von der wir wissen, dass sie unseren Fans gefallen wird. Er ist dynamisch, schnell und geht gerne in Zweikämpfe. Seine Qualitäten und Fähigkeiten werden unsere Offensivoptionen deutlich bereichern.“

Yohanna kommt mit der Empfehlung von fünf Treffern und vier Vorlagen aus 18 Partien. Vorangegangenen Angaben von „Sky“ zufolge haben auch Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen die Situation des Flügelstürmers, der im Sommer 2025 von der Ikon Allah Football Academy aus Nigeria nach Schweden gewechselt war, beobachtet.

Noch liegt der Marktwert von Yohanna bei 500.000 Euro, das dürfte sich angesichts seiner Leistungen und seines Preises aber in Kürze ändern. Dass AIK bei einer gewissen Summe zum Verkauf bereit ist, zeigten bereits die letzten Jahre, in denen fast jeden Sommer ein Talent für eine Millionensumme abgegeben wurde. 2022 gingen Amar Fatah für 4,7 Mio. Euro zu ESTAC Troyes und Yasin Ayari für 4 Mio. Euro zu Brighton & Hove Albion, ein Jahr später sicherte sich der FC Bayern Jonah Kusi-Asare für 3,5 Mio. Euro, 2024 war es Lamine Fanne (für 4,5 Mio. € zu Luton Town) und im letzten Sommer wurde Anton Salétros für 2,7 Mio. € vom Chicago Fire FC gekauft.

„Von meinem ersten Tag bei AIK an habe ich jede Sekunde genossen, aber nun ist auch ein anderer Traum wahr geworden. Auch wenn ich AIK nun verlasse, werde ich immer in Erinnerung behalten, was der Verein für mich und meine Entwicklung sowohl als Fußballspieler als auch als Mensch bedeutet hat. Danke an alle Spieler, Trainer und Fans, die mich unterstützt haben“, erklärte Yohanna zum Abschied.

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Zitat von SoSueMe

Zitat von Reds1993

Zitat von DerJogi

Zitat von robstar

Schade, dass nur andere Nationen (gezwungenermaßen) die Offenheit haben weltweit nach Talenten zu scouten und sie zu finden.
Deutschen Vereine kaufen lieber den erprobten Mitläufer, bei dem vorher schon seine Limits bekannt sind.

Echt schade, dass man nicht auch mal auf einen Transfer verzichtet und mit diesem Geld ein datenbasiertes Scouting installiert, bei dessen Auswertung man dann solche Spieler ausgeworfen bekommt.

🤦‍♂️Im Artikel steht doch, das Bundesligisten an ihm interesse hatten. (Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen ) Und darüber hinaus würde es mich wundern, wenn Bundesligisten von ihm noch nicht gehört hätten.
Auch die Aussage das Deutschen Vereine lieber den erprobten Mitläufer verpflichten, bei dem vorher schon die Limits bekannt sind, hinkt doch sehr, wenn man sich mal anschaut, welche Talente in den letzten Jahren verpflichtet und zu Geld gemacht wurden.
In England ist halt das Risiko geringer 25 Mio. für einen 18 Jährigen aus Schweden hinzulegen und es kann genauso gut sein, das er lieber in England spielen wollte.

Zitat von MurphyES

Das hat weniger mit Offenheit und viel mehr mit den finanziellen Mitteln zu tun.
Welcher Klub in DE außer Bayern kann es sich denn ernsthaft erlauben einen erst vor einem Jahr nach Europa gekommenden afrikanischen Spieler mit nun 7 Spielen in der schwedischen Liga (+3-4 Pokalspiele), für knapp 30 Mio. Euro zu verpflichten?

Es ist doch wohl offensichtlich, dass damit nicht der Wechsel jetzt nach England, sondern der davor aus Nigeria nach Schweden gemeint ist. Und den Vorwurf, dass deutsche Vereine in beispielsweise Afrika überhaupt nicht scouten und erst dann auf solche Spieler schauen, wenn sie in Europa sind, kann man durchaus machen.

Das hat vor 5 Jahren noch funktioniert, heute funktioniert das eben nicht mehr. Denn wenn der Spieler mal in Europa ist, ist er eben auch auf dem Radar der PL, und dann haben die BL-Teams zu 90% finanziell keine Chance mehr.

Die Alternativen sind, sich früher um die Talente kümmern und den Zwischenschritt in kleinere Ligen auslassen, oder eben vermehrt auf „ältere“ Spieler gehen, die für die PL-Teams uninteressanter sind (also Spieler 22 Jahre aufwärts aus kleineren Ligen, bei denen nur im Ausnahmefall noch die ganz große Entwicklung kommt)

Nun ja, ich finde, man muss hier mal ein wenig in die Tiefe gehen bei dem Thema.

Scouting außerhalb von Europa erfordert mehrere Komponenten: einen langfristigen, strategischen Scouting-Ansatz, eine finanzielle Absicherung dieser Strategie und Personal, das sehr geschult im Networking ist. Das alles erfordert sehr hohe Investitionen und das schon lange vor dem ersten Transfer. Du musst also komplett überzeugt sein. Deutsche Clubs sind das vor allem vom europäischen Markt, speziell vom französischen… aber auch zum Beispiel vom südamerikanischen oder auch vom japanischen, wo einzelne deutsche Clubs immer wieder erfolgreich gescoutet haben. Leverkusen ist da natürlich das beste Beispiel mit seinem mittlerweile seit vielen Jahren erfolgreichen Netzwerk in Südamerika.

Jetzt muss man eben sagen, afrikanische Talente sind die größte Wundertüte. Da musst du am meisten Geld investieren für gutes Scouting und selbst dann bleiben die Unsicherheiten sehr groß. Ein perfektes Beispiel dafür war damals Victor Osimhen, den Wolfsburg sich geholt hat, aber der in Wolfsburg aufgrund Verletzungen, aber auch wegen dem für ihn damals nicht gekannten Intensität wenig Land gesehen hat. Für ihn ging es dann erstmal nach Belgien, wo er sich auf etwas niedrigerem Niveau anpassen konnte und dann Schritt für Schritt besser wurde

Ich denke, man muss sich eins ganz klar machen. Die Bundesliga ist für junge Talente von anderen Kontinenten eine hoch anspruchsvolle Liga. Die Arbeitsrate ist hier nochmal ein Stück höher als im Vergleich mit der sehr technisch veranlagten LaLiga oder der langsamen und defensiveren Serie A. In der Bundesliga wirst du in Kollektive integriert, die laufen, pressen, umschalten und das idealerweise 90 Minuten ohne Pause und nach anspruchsvollen taktischen Ansätzen. Das ist das Wichtigste. Die Bundesligisten suchen Talente, die in diesen Bereichen schon relativ weit sind, hohe Arbeitsraten bereits mitbringen.
Die Bundesliga ist von der spielerischen und physischen Intensität weltweit die Nr. 2 nach der Premier League (mit einigem Abstand). Ich halte es deshalb für nicht unklug, wenn zB junge Talente von afrikanischen Akademien erstmal nach Dänemark, Schweden, Österreich oder Belgien wechseln und sich quasi step-by-step an die Gegebenheiten anpassen können. Ich denke, das ist zB. auch ein Grund, warum japanische Spieler sich oftmals weniger schwer in Deutschland tun, in deren Fußballsystem geht es von Anfang an weniger um Technik oder Physis, sondern um Dynamik, Wendigkeit und sehr hohe Arbeitsraten während den 90 Minuten. Das kommt ihnen bei Wechseln nach Deutschland zugute.

Die Bundesligisten sind eben in den meisten Fällen eher auf Kante genäht und müssen regelmäßig Transfersummen erwirtschaften. Die zeitnahe und möglichst planbare Integration von jungen Talenten ist elementar für das ganze Geschäftsmodell. Nur Clubs wie Leverkusen, Wolfsburg, Leipzig und Hoffenheim können sich aufgrund ihres fehlenden Wettbewerbsdrucks solch langfristigen und auch teilweise geldintensiven und unzuverlässigen Ansätze leisten. Ähnlich ist das bei extrem reichen Clubs wie Brentford, Brighton oder dem FC Midtylland, die allesamt mit Geld um sich schmeißen können, wie sie wollen und deshalb natürlich auch Dinge wagen können, die andere nicht wagen, weil diese eben einem völlig anderen Wettbewerbsdruck unterstehen, den die Investoren-Clubs nicht kennen.

Aber du kannst ja als Bundesligist auch einen 18-Jährigen aus Nigeria verpflichten, um ihn danach in Belgien oder Schweden Spielpraxis sammeln zu lassen. Nur musst du dafür halt die Arbeit machen, die in Skandinavien offensichtlich vollkommen Normal ist. Egal, ob du in Dänemark, Schweden oder Norwegen schaust. Die aufregendsten Talente wechseln früh in diese Ligen. Dafür ist Deutschland allerdings im Bereich der Jugendförderung organischer Natur bedeutend stärker, selbst wenn hier auch ein massiver Abfall zu verzeichnen ist.

Schlussendlich kommt niemand drum herum, die eingeschlagenen Wege dauerhaft und ständig zu überdenken. Selbst Paradebeispiele der Jugendförderung wie Freiburg holen Spieler aus der Schweiz und Frankreich (Manzambi, Ogbus, Makengo, Sidilla).

Aber das Scouting vieler Bundesliga-Spitzenteams ist entweder schlecht (Wolfsburg ergo Abstieg, Gladbach) oder sehr auf Europa eingefahren (BVB, Eintracht).

Stuttgart und Hoffenheim sowie RB und Bayer gehen andere Wege, haben dann aber halt auch x-Mio in der Hinterhand, sodass mehr mittelteure Perspektivdeals getätigt werden können.

Bei Werder, St.Pauli oder Heidenheim müssen Deals sitzen, weil du nicht im Winter fûr 15 Mio nachjustieren kannst.

Zitat von robstar

Zitat von DerJogi

Zitat von Reds1993

Zitat von DerJogi

Zitat von robstar

Schade, dass nur andere Nationen (gezwungenermaßen) die Offenheit haben weltweit nach Talenten zu scouten und sie zu finden.
Deutschen Vereine kaufen lieber den erprobten Mitläufer, bei dem vorher schon seine Limits bekannt sind.

Echt schade, dass man nicht auch mal auf einen Transfer verzichtet und mit diesem Geld ein datenbasiertes Scouting installiert, bei dessen Auswertung man dann solche Spieler ausgeworfen bekommt.

🤦‍♂️Im Artikel steht doch, das Bundesligisten an ihm interesse hatten. (Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen ) Und darüber hinaus würde es mich wundern, wenn Bundesligisten von ihm noch nicht gehört hätten.
Auch die Aussage das Deutschen Vereine lieber den erprobten Mitläufer verpflichten, bei dem vorher schon die Limits bekannt sind, hinkt doch sehr, wenn man sich mal anschaut, welche Talente in den letzten Jahren verpflichtet und zu Geld gemacht wurden.
In England ist halt das Risiko geringer 25 Mio. für einen 18 Jährigen aus Schweden hinzulegen und es kann genauso gut sein, das er lieber in England spielen wollte.

Zitat von MurphyES

Das hat weniger mit Offenheit und viel mehr mit den finanziellen Mitteln zu tun.
Welcher Klub in DE außer Bayern kann es sich denn ernsthaft erlauben einen erst vor einem Jahr nach Europa gekommenden afrikanischen Spieler mit nun 7 Spielen in der schwedischen Liga (+3-4 Pokalspiele), für knapp 30 Mio. Euro zu verpflichten?

Es ist doch wohl offensichtlich, dass damit nicht der Wechsel jetzt nach England, sondern der davor aus Nigeria nach Schweden gemeint ist. Und den Vorwurf, dass deutsche Vereine in beispielsweise Afrika überhaupt nicht scouten und erst dann auf solche Spieler schauen, wenn sie in Europa sind, kann man durchaus machen.

Das hat vor 5 Jahren noch funktioniert, heute funktioniert das eben nicht mehr. Denn wenn der Spieler mal in Europa ist, ist er eben auch auf dem Radar der PL, und dann haben die BL-Teams zu 90% finanziell keine Chance mehr.

Die Alternativen sind, sich früher um die Talente kümmern und den Zwischenschritt in kleinere Ligen auslassen, oder eben vermehrt auf „ältere“ Spieler gehen, die für die PL-Teams uninteressanter sind (also Spieler 22 Jahre aufwärts aus kleineren Ligen, bei denen nur im Ausnahmefall noch die ganz große Entwicklung kommt)

Ok, nur hat es wenig mit meinem Kommentar zu tun. Mein Kommentar beruft sich darauf das es völlig schwachsinnig ist Bundesligisten die Schuld zu geben nicht 25 Mio. für ihn hinzulegen. PL Teams können das ja stemmen aber für Buli Teams hat es recht wenig mit gutem Scouting zu tun.

Dein Kommentar ist aber schon am Thema vorbei, wenn es eigentlich um Scouting in Afrika oder Asien geht.

Gut, das steht in deinem Kommentar aber nicht wirklich. Ich hätte den Kommentar auch auf den aktuellen Transfer, um den es in dem zugehörigen Artikel geht, bezogen. Jemandem vorzuwerfen, er schreibe an deinem angedachten Thema vorbei, zeigt eher, dass dein Kommentar nicht sonderlich gut formuliert war.

Zitat von Reds1993

Zitat von DerJogi

Zitat von robstar

Schade, dass nur andere Nationen (gezwungenermaßen) die Offenheit haben weltweit nach Talenten zu scouten und sie zu finden.
Deutschen Vereine kaufen lieber den erprobten Mitläufer, bei dem vorher schon seine Limits bekannt sind.

Echt schade, dass man nicht auch mal auf einen Transfer verzichtet und mit diesem Geld ein datenbasiertes Scouting installiert, bei dessen Auswertung man dann solche Spieler ausgeworfen bekommt.

🤦‍♂️Im Artikel steht doch, das Bundesligisten an ihm interesse hatten. (Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen ) Und darüber hinaus würde es mich wundern, wenn Bundesligisten von ihm noch nicht gehört hätten.
Auch die Aussage das Deutschen Vereine lieber den erprobten Mitläufer verpflichten, bei dem vorher schon die Limits bekannt sind, hinkt doch sehr, wenn man sich mal anschaut, welche Talente in den letzten Jahren verpflichtet und zu Geld gemacht wurden.
In England ist halt das Risiko geringer 25 Mio. für einen 18 Jährigen aus Schweden hinzulegen und es kann genauso gut sein, das er lieber in England spielen wollte.

Zitat von MurphyES

Das hat weniger mit Offenheit und viel mehr mit den finanziellen Mitteln zu tun.
Welcher Klub in DE außer Bayern kann es sich denn ernsthaft erlauben einen erst vor einem Jahr nach Europa gekommenden afrikanischen Spieler mit nun 7 Spielen in der schwedischen Liga (+3-4 Pokalspiele), für knapp 30 Mio. Euro zu verpflichten?

Es ist doch wohl offensichtlich, dass damit nicht der Wechsel jetzt nach England, sondern der davor aus Nigeria nach Schweden gemeint ist. Und den Vorwurf, dass deutsche Vereine in beispielsweise Afrika überhaupt nicht scouten und erst dann auf solche Spieler schauen, wenn sie in Europa sind, kann man durchaus machen.

Das hat vor 5 Jahren noch funktioniert, heute funktioniert das eben nicht mehr. Denn wenn der Spieler mal in Europa ist, ist er eben auch auf dem Radar der PL, und dann haben die BL-Teams zu 90% finanziell keine Chance mehr.

Die Alternativen sind, sich früher um die Talente kümmern und den Zwischenschritt in kleinere Ligen auslassen, oder eben vermehrt auf „ältere“ Spieler gehen, die für die PL-Teams uninteressanter sind (also Spieler 22 Jahre aufwärts aus kleineren Ligen, bei denen nur im Ausnahmefall noch die ganz große Entwicklung kommt)

Nun ja, ich finde, man muss hier mal ein wenig in die Tiefe gehen bei dem Thema.

Scouting außerhalb von Europa erfordert mehrere Komponenten: einen langfristigen, strategischen Scouting-Ansatz, eine finanzielle Absicherung dieser Strategie und Personal, das sehr geschult im Networking ist. Das alles erfordert sehr hohe Investitionen und das schon lange vor dem ersten Transfer. Du musst also komplett überzeugt sein. Deutsche Clubs sind das vor allem vom europäischen Markt, speziell vom französischen… aber auch zum Beispiel vom südamerikanischen oder auch vom japanischen, wo einzelne deutsche Clubs immer wieder erfolgreich gescoutet haben. Leverkusen ist da natürlich das beste Beispiel mit seinem mittlerweile seit vielen Jahren erfolgreichen Netzwerk in Südamerika.

Jetzt muss man eben sagen, afrikanische Talente sind die größte Wundertüte. Da musst du am meisten Geld investieren für gutes Scouting und selbst dann bleiben die Unsicherheiten sehr groß. Ein perfektes Beispiel dafür war damals Victor Osimhen, den Wolfsburg sich geholt hat, aber der in Wolfsburg aufgrund Verletzungen, aber auch wegen dem für ihn damals nicht gekannten Intensität wenig Land gesehen hat. Für ihn ging es dann erstmal nach Belgien, wo er sich auf etwas niedrigerem Niveau anpassen konnte und dann Schritt für Schritt besser wurde

Ich denke, man muss sich eins ganz klar machen. Die Bundesliga ist für junge Talente von anderen Kontinenten eine hoch anspruchsvolle Liga. Die Arbeitsrate ist hier nochmal ein Stück höher als im Vergleich mit der sehr technisch veranlagten LaLiga oder der langsamen und defensiveren Serie A. In der Bundesliga wirst du in Kollektive integriert, die laufen, pressen, umschalten und das idealerweise 90 Minuten ohne Pause und nach anspruchsvollen taktischen Ansätzen. Das ist das Wichtigste. Die Bundesligisten suchen Talente, die in diesen Bereichen schon relativ weit sind, hohe Arbeitsraten bereits mitbringen.
Die Bundesliga ist von der spielerischen und physischen Intensität weltweit die Nr. 2 nach der Premier League (mit einigem Abstand). Ich halte es deshalb für nicht unklug, wenn zB junge Talente von afrikanischen Akademien erstmal nach Dänemark, Schweden, Österreich oder Belgien wechseln und sich quasi step-by-step an die Gegebenheiten anpassen können. Ich denke, das ist zB. auch ein Grund, warum japanische Spieler sich oftmals weniger schwer in Deutschland tun, in deren Fußballsystem geht es von Anfang an weniger um Technik oder Physis, sondern um Dynamik, Wendigkeit und sehr hohe Arbeitsraten während den 90 Minuten. Das kommt ihnen bei Wechseln nach Deutschland zugute.

Die Bundesligisten sind eben in den meisten Fällen eher auf Kante genäht und müssen regelmäßig Transfersummen erwirtschaften. Die zeitnahe und möglichst planbare Integration von jungen Talenten ist elementar für das ganze Geschäftsmodell. Nur Clubs wie Leverkusen, Wolfsburg, Leipzig und Hoffenheim können sich aufgrund ihres fehlenden Wettbewerbsdrucks solch langfristigen und auch teilweise geldintensiven und unzuverlässigen Ansätze leisten. Ähnlich ist das bei extrem reichen Clubs wie Brentford, Brighton oder dem FC Midtylland, die allesamt mit Geld um sich schmeißen können, wie sie wollen und deshalb natürlich auch Dinge wagen können, die andere nicht wagen, weil diese eben einem völlig anderen Wettbewerbsdruck unterstehen, den die Investoren-Clubs nicht kennen.

Zadok Yohanna

Geb./Alter:
29.06.2007 (18)
Nat.: 
Nigeria
Akt. Verein:
AIK
Vertrag bis:
31.12.2029
Position:
Rechtsaußen
Marktwert:
500 Tsd. €

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