Dänemark-Kapitän Christian Eriksen kollabiert erneut – Partie abgebrochen

Dänemark-Kapitän Christian Eriksen kollabiert erneut – Partie abgebrochen

Teamarzt informiert 

Dänemark-Kapitän Christian Eriksen kollabiert erneut – Fortsetzung der Karriere offen

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Wolfsburgs Mittelfeldspieler Christian Eriksen ist fünf Jahre nach seinem Herzstillstand während der Europameisterschaft 2020/21 erneut bei einem Spiel der dänischen Nationalmannschaft auf dem Feld kollabiert. Die Partie gegen die Ukraine am Sonntagabend wurde beim Stand von 2:1 für die Nordeuropäer nicht wieder angepfiffen.

Der dänische Fußballverband gab daraufhin eine erste Entwarnung. Eriksen sei bei Bewusstsein, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, ließ die DBU wissen. „Christian geht es gut und er ist aus eigener Kraft vom Platz gegangen“, wurde Teamarzt Morten Boesen vom Verband zitiert. „Soweit ich das beurteilen kann, funktioniert der Herzschrittmacher so, wie er soll. Er war nur kurzzeitig nicht bei Bewusstsein, kam aber sehr schnell wieder zu sich und wir konnten rasch Kontakt mit ihm aufnehmen.“

Eriksen wurde ins Krankenhaus gebracht und weiter untersucht, um herauszufinden, was den Vorfall verursacht hat. „Ich habe heute Morgen mit Christian gesprochen und es geht ihm gut. Er ist bei seiner Familie und bei guter Laune. Es wird erwartet, dass er bald entlassen wird und nach Hause zurückkehren kann“, hieß es am Montag in einem weiteren Statement von Boesen.

Mitspieler hatten sofort die dänischen Teamärzte herbeigerufen und einen Sichtschutz um ihren Kapitän herum gebildet. Die Zuschauer in Odense riefen lautstark „Eriksen, Eriksen“. Der Wolfsburg-Profi konnte nach einer ersten Behandlung wieder aufstehen und unter dem Applaus der Zuschauer und Spieler auf eigenen Beinen zu einem Krankenwagen gehen, der auf das Stadiongelände gefahren kam.

Dänemark-Sportdirektor Møller: Fortsetzung der Karriere offen

Ob Eriksen seine Karriere fortsetzen wird, ist offen. „Das muss Christian beantworten. Ich weiß es nicht. Ich finde es absolut legitim, danach zu fragen. Aber ich weiß es nicht“, sagte der dänische Sportdirektor Peter Møller. Eigentlich waren in dieser Woche Gespräche zwischen Eriksen und dem VfL Wolfsburg geplant, ob er sich auch nach dem Bundesliga-Abstieg einen Verbleib beim Volkswagen-Klub vorstellen kann.

„Ich habe ihm eine Sprachnachricht geschickt“, sagte VfL-Sportchef Dieter Hecking am Montagmittag der „Bild“. „Ich habe Christian unter anderem gesagt, dass er sich jederzeit melden kann, wenn ich oder wir ihm helfen können. Ich hoffe, dass er schnell wieder nach Hause kann.“ Der Vorfall sei natürlich „ein Schock“ gewesen, führte Hecking gegenüber dem „Kicker“ weiter aus. „Wir sind erleichtert, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht und warten jetzt die weitere Entwicklung ab. Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner Familie, er bekommt unsere vollste Unterstützung.“

Møller kündigte derweil besondere Maßnahmen für die dänischen Spieler an: „Wir werden sichergehen, dass niemand allein nach Hause fährt. Sie fahren entweder mit ihren Eltern, der Familie oder als Gruppe.“ In den kommenden Tagen wolle Trainer Brian Riemer dann jeden Spieler anrufen, um sich nach dem Wohlergehen zu erkundigen.

Erstes Drama bei EM: Eriksen bricht bei Spiel gegen Finnland zusammen

Während der 2021 ausgetragenen EM 2020 war Eriksen beim ersten dänischen Spiel gegen Finnland in Kopenhagen zusammengebrochen. Der Mittelfeldspieler musste noch auf dem Spielfeld reanimiert werden. Da ihm im Anschluss ein Defibrillator (ICD) am Herzen eingesetzt wurde, konnte er seine Karriere zunächst nicht bei seinem Klub Inter Mailand fortsetzen. In Italien ist Berufssport mit Defibrillator nicht erlaubt. 2022 setzte Eriksen seine Laufbahn stattdessen in England fort und wechselte im letzten Jahr ablösefrei zum VfL Wolfsburg in die Bundesliga, wo am Ende der Saison der Abstieg in die 2. Liga stand. Für die anstehende Weltmeisterschaft ist die dänische Auswahl nicht qualifiziert.

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