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Europäische Zentralbank erhöht Leitzins erstmals seit knapp drei Jahren | Hitkanal.FM

Europäische Zentralbank erhöht Leitzins erstmals seit knapp drei Jahren

Europäische Zentralbank erhöht Leitzins erstmals seit knapp drei Jahren

Reaktion auf Inflation

EZB erhöht Leitzins erstmals seit knapp drei Jahren

Wegen des Irankriegs wachsen die Sorgen vor der Inflation. Die Europäische Zentralbank reagiert.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde
EZB-Präsidentin Christine Lagarde

EZB-Präsidentin Christine Lagarde


Foto: Dursun Aydemir / Anadolu / AFP

»Der Krieg im Nahen Osten führt zu Inflationsdruck«, teilt die EZB mit. »Mit der heutigen Entscheidung ist der EZB-Rat weiterhin gut aufgestellt, um die durch den Krieg verursachten Unsicherheiten zu bewältigen.«

EZB will Inflation im Rahmen halten

Zuletzt hatte die Notenbank den Zins, den Geschäftsbanken für bei der EZB geparkte Gelder bekommen, siebenmal in Folge bei 2,0 Prozent belassen. Die letzte Zinserhöhung im Euroraum gab es im September 2023.

Höhere Zinsen verteuern Kredite für Verbraucher und Firmen. Das kann die Nachfrage bremsen und so die Inflation dämpfen. Sparer profitieren, wenn Banken steigende Leitzinsen weiterreichen. Zugleich sind Zinserhöhungen eine Belastung für die ohnehin schwache Konjunktur. Die EZB steckt in der Zwickmühle: Hebt sie die Zinsen zu stark an, läuft sie Gefahr, die Wirtschaft abzuwürgen.

EZB-Gebäude in Frankfurt am Main

EZB-Gebäude in Frankfurt am Main


Foto: Boris Roessler / dpa

Wichtigstes Ziel der Euro-Währungshüter ist es, die Inflation im Rahmen zu halten. Der Ölpreisschock infolge des Irankriegs hat die Teuerung kräftig nach oben getrieben. Im Mai lagen die Verbraucherpreise im Euroraum ersten amtlichen Zahlen zufolge um 3,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Zielmarke der EZB, mittelfristig Preisstabilität bei zwei Prozent Inflation im Euroraum anzustreben, ist damit deutlich überschritten. Auch in Deutschland heizten gestiegene Spritpreise die Teuerung an, der Tankrabatt sorgte hierzulande im Mai für etwas Abschwächung auf 2,6 Prozent Inflation.

Ökonomen erwarten weitere Zinserhöhung

Ökonomen fürchten, dass sich mit dem Krieg im Nahen Osten nicht nur Tanken und Heizen verteuern, sondern die Preise insgesamt anziehen, da Firmen gestiegene Energie- und Transportkosten an Kunden weitergeben. Noch im Januar – vor Kriegsbeginn – lag die Teuerung im Euroraum bei 1,7 Prozent.

Einige Volkswirte erwarten, dass es nicht bei einer Zinserhöhung in diesem Jahr bleiben wird. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte wiederholt die Handlungsfähigkeit der Zentralbank betont.

Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 stand die Notenbank in der Kritik, den damaligen Preisanstieg in der Energiekrise lange unterschätzt zu haben. Die Inflation im Euroraum schnellte bis auf mehr als zehn Prozent hoch, in Deutschland verteuerten sich Energie und Lebensmittel rasant. Die Preiserhöhungen wirken bis heute nach: Nahrungsmittel sind rund ein Drittel teurer als 2019.

Mit seinem Iranfeldzug hat US-Präsident Donald Trump die Inflation angeheizt. Der neue Zentralbankchef Kevin Warsh wird Trump wohl enttäuschen – und die Zinsen kaum senken. Im Euroraum dürften Kredite teurer werden. Mehr dazu lesen Sie hier. 

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