Thailand und Kambodscha vereinbaren sofortige Waffenruhe

Thailand und Kambodscha vereinbaren sofortige Waffenruhe

Die Verteidigungsminister beider Länder teilten in einer gemeinsamen Erklärung mit, beide Seiten hätten ‌sich darauf geeinigt, keine weiteren ‍Truppenbewegungen vorzunehmen. »Jede Verstärkung würde die Spannungen erhöhen«, hieß es in der vom kambodschanischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Erklärung.

Die Vereinbarung betrifft »alle Arten von Waffen, Angriffe auf Zivilisten, zivile Objekte und Infrastruktur sowie militärische Ziele beider Seiten – in sämtlichen Fällen und in allen Gebieten«, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme.

Hintergrund der Feindseligkeiten ist ein jahrzehntelanger Streit beider Länder um Gebietsansprüche. Die Kämpfe wurden in den vergangenen Monaten an mehreren Stellen der etwa 800 Kilometer langen thailändisch-kambodschanischen Grenze geführt. Beide Länder beschuldigten sich gegenseitig, auch zivile Gebiete unter Beschuss genommen zu haben. Die Anschuldigungen wurden von beiden Ländern jeweils zurückgewiesen. Hunderttausende Menschen waren auf beiden Seiten der Grenze vertrieben worden. Über 100 Personen kamen bei den Gefechten ums Leben, darunter auch Dutzende Zivilisten.

Im Oktober 2025 hatten sich beide Seiten nach neuen Gefechten im Sommer und einer vereinbarten Feuerpause unter anderem bereits auf den Abzug schwerer Waffen aus dem Grenzgebiet sowie gemeinsame Minenräumung verständigt. Seit Anfang Dezember kam es jedoch zu neuen Kämpfen an mehreren Stellen der Grenze.

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