Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev fühlt sich von Medien nicht immer fair behandelt und stört sich mitunter an der Berichterstattung. »Es ist nervig, wenn sich Leute nicht auf Fakten konzentrieren oder sich die Wahrheit irgendwo aus dem Arsch ziehen teilweise«, sagte der 28-Jährige vor dem Auftakt der Australian Open.
Zverev war in Melbourne gefragt worden, was er als deutscher Tennisjournalist anders machen würde, und antwortete, er würde sich mehr an die Fakten halten und nicht an »irgendwelche Gerüchte«. Zuvor hatte ihn ein Journalist nach seinem Privatleben gefragt.
Dabei wies Zverev auch auf die Macht hin, die Medien haben können. »Jede Geschichte kann man zweideutig schreiben, immer in eine Richtung, in die andere Richtung. Und es gibt Journalisten, die mich wahrscheinlich mögen«, so Zverev. »Es gibt Journalisten, die mich weniger mögen, und da kann man immer die Wahrheit so in die Richtung ziehen, in die man sie halt schreiben möchte.«
»Da kann ich auch ein bisschen stolz drauf sein«
So solle man auch die Fakten berücksichtigen, wenn man seine vergangene Saison sportlich bewerte. »Klar, ich habe letztes Jahr nicht das Jahr gehabt, das ich mir erhofft habe«, erklärte der Weltranglistendritte, »aber Fakt ist auch, dass ich gefühlt zehn Verletzungen gehabt habe.« Das Jahr dennoch als Nummer drei der Welt zu beenden, sei »trotzdem irgendwo auch ein Erfolg.« Bei seiner Antwort betonte Zverev, er wolle sich nicht beschweren über sein Leben, er führe »ein wunderschönes Leben«.



