Australien: Mann stirbt bei mutmaßlichem Haiangriff vor Perth im Westen des Landes

Australien: Mann stirbt bei mutmaßlichem Haiangriff vor Perth im Westen des Landes

Bei einem mutmaßlichen Haiangriff im Südwesten Australiens ist ein Mann getötet worden. Der Vorfall ereignete sich am Samstagvormittag (Ortszeit) nahe der Insel Rottnest Island vor der Millionenmetropole Perth, wie mehrere australische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die Polizei berichteten.

Der 38-Jährige sei an einem bei Tauchern und Speerfischern beliebten Riff mutmaßlich von einem Hai gebissen worden, hieß es. Er sei schwer verletzt aus dem Wasser gebracht und ärztlich versorgt worden. »Leider konnte der Mann nicht wiederbelebt werden«, wurde eine Polizeisprecherin zitiert.

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Laut australischen Medien war der Mann beim Speerfischen ins Bein gebissen worden. Freunde hätten ihn aus dem Wasser auf ein Boot und dann an Land gebracht. Dort hätten aber auch die Rettungskräfte nichts mehr tun können. Angriffe auf die Extremitäten, besonders durch große Haie können zu extrem hohem Blutverlust führen.

Nach Angaben der örtlichen Rettungsorganisation Surf Life Saving wurde zum Zeitpunkt des Angriffs ein vier Meter langer Weißer Hai in dem Gebiet gesichtet. Die Behörden riefen die Öffentlichkeit dazu auf, in den Gewässern rund um das Gebiet »besondere Vorsicht« walten zu lassen.

Nach offiziellen Daten aus dem Jahr 2025 kam es in Australien in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich zu rund 20 Hai-Zwischenfällen pro Jahr mit Verletzten. Im Schnitt wurden dabei jährlich 2,8 Todesfälle registriert.

Im Januar ballten sich die Fälle in Sydney

Für den Menschen sind vorwiegend drei in der Region heimische Arten gefährlich: Tigerhaie, Bullenhaie und Weiße Haie. Statistisch gesehen ist es dennoch selbst in Australien äußerst unwahrscheinlich, von einem Hai angegriffen zu werden. Weit mehr Menschen ertrinken oder sterben bei Bootsunfällen – von den Risiken im Straßenverkehr auf dem Weg zum Strand ganz zu schweigen.

Am selben Tag, dem 19. Januar, gab es noch zwei weitere Angriffe im Großraum Sydney, sowie am Folgetag eine Attacke weiter im Norden des Bundesstaates New South Wales. Experten führen diese Ballung unter anderem auf die schlechten Bedingungen im Wasser nach tagelangen schweren Regenfällen zurück.

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