Devisenmarkt: Wider den Kursverfall: Notenbank-Daten deuten auf massive Yen-Intervention Japans hin

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Japan: Notenbank-Daten deuten auf massive Yen-Intervention hin

Mit bis zu rund 30 Milliarden Euro könnte Japan den Yen gestützt haben, um den weiteren Kursverfall zu stoppen. Das wäre eine der größten Interventionen in der Geschichte des Landes.
Martin Kölling 01.05.2026 – 15:58 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Kurstafel in Tokio am Donnerstag: Plötzlicher Einbruch des Dollars. Foto: via REUTERS

Tokio. Japan hat zur Stützung seiner Währung wahrscheinlich mit einer enormen Summe am Devisenmarkt zur Stützung des schwachen Yen eingegriffen. Durch den Verkauf von Dollar gegen Yen trieb die Bank von Japan im Auftrag des Finanzministeriums offenbar die japanische Währung kräftig nach oben.

Der Yen gewann am späten Donnerstag zeitweise bis zu drei Prozent und sprang auf rund 155,60 Yen je Dollar – den stärksten Stand seit Ende Februar. Am Freitag fiel Japans Landeswährung dann zunächst auf 157,20 Yen je Dollar, bevor er gegen Ende des Handelstages kurzzeitig wieder auf 155,60 Yen anzog. Der Auslöser diesmal laut Experten: Japans oberster Währungsdiplomat Atsushi Mimura hatte angedeutet, dass weitere Interventionen nicht ausgeschlossen seien.

Auf Grundlage von am Freitag veröffentlichten Daten der Notenbank schätzen Experten, dass die Behörden am Donnerstag bis zu 5,48 Billionen Yen (knapp 30 Milliarden Euro) ausgegeben haben. Das wäre eine der größten Interventionen in der Geschichte des Landes und in etwa auf dem Niveau vom Juli 2024, dem jüngsten bekannten Eingriff.

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