Trump ordnet Ermittlungen gegen Clinton in Epstein-Fall an
US-Präsident Trump hat das Justizministerium mit Ermittlungen gegen Bill Clinton beauftragt. Experten sehen darin ein Ablenkungsmanöver, da auch gegen Trump selbst Vorwürfe in der Epstein-Affäre erhoben werden.
Präsident Donald Trump hat die US-Justiz beauftragt, die Verbindungen des früheren Präsidenten Bill Clinton zu dem verurteilten Finanzier Jeffrey Epstein zu untersuchen. Justizministerin Pam Bondi teilte mit, dass der New Yorker Staatsanwalt Jay Clayton die Ermittlungen leiten wird. Trump forderte zudem auf, auch andere Kontakte Epsteins zu überprüfen.
Beobachter deuten Trumps Schritt als Versuch, den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu verschieben. Der Druck auf Trump selbst wächst in der Affäre, denn das Repräsentantenhaus plant einen parteiübergreifenden Antrag zur Veröffentlichung noch geheimer Epstein-Dokumente. Trump bestreitet enge Beziehungen zu Epstein, obwohl kürzlich offengelegte E-Mails dies infrage stellen.
In seinen Stellungnahmen behauptete Trump, Clinton habe große Teile seines Lebens mit Epstein auf dessen Privatinsel Little Saint James verbracht. Epstein selbst hatte jedoch in einer durchgestochenen E-Mail von 2015 geschrieben, dies sei erfunden und Clinton sei nie dort gewesen. Laut veröffentlichter Korrespondenz soll Epstein dagegen geschrieben haben, dass Trump von Missbrauchsfällen wusste.