Das Halbfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und den Bayern ist ohnehin schon etwas Besonderes. Doch eine Personalie macht es noch spezieller: Bayern-Trainer Vincent Kompany ist gelbgesperrt und darf daher das Spiel nicht von der Seitenlinie aus leiten. Co-Trainer Aaron Danks wird die Kabinenansprachen und das Coaching während des Königsklassen-Krachers übernehmen. Vor Anpfiff gibt es Verwirrung um Kompany.
Manuel Neuer hatte im Interview mit „Prime Video“ noch verraten: „Vincent ist bei uns im Herzen dabei und wir spielen natürlich auch für ihn – auch wenn er jetzt sehr wahrscheinlich aus dem Bus herausschauen wird. Er drückt uns die Daumen, hat uns alles mitgegeben auf dem Weg, und er hat natürlich großes Vertrauen in uns und in sein Trainerteam. Deshalb machen wir uns da keine Gedanken.“
Kompany schaut doch im Stadion
Ersatz-Trainer Danks erreichte um 19.24 Uhr das Stadion. Der Trainer-Staff reiste mit einem eigenen Bus an. Kompany selbst blieb zunächst noch fünf weitere Minuten im Bus sitzen. Erst dann machte er sich Richtung Stadion auf. Dort wurde er bereits von einem Uefa-Begleiter in Empfang genommen. Um 19.34 Uhr kam er wieder aus dem Stadion heraus. Zeitweise leistete ihm dort auch Sportdirektor Christoph Freund Gesellschaft.
Mit Anpfiff machte sich Kompany – anders als von Neuer erklärt – auf den Weg ins Stadion. Dort verfolgte Kompany neben seinen Analysten Giacomo Stey und Patrick Lieb die Partien – eng überwacht von den Uefa-Mitarbeitern.
Kompany wartete bis kurz vor Anpfiff im Bayern-Bus
Der Bus-Trick wäre nicht neu gewesen: Ende Februar verfolgte der damals gesperrte Benfica-Coach José Mourinho (63) das Playoff-Rückspiel seines Teams in der Champions League bei Real (2:1 für die Madrilenen) im Mannschaftsbus auf einem Tablet. Ebenso wie nun bei Kompany war es eine überraschende Entscheidung, denn im Bernabéu war für Mourinho bereits eine Kommentatoren-Kabine reserviert und vorbereitet worden.



