Ostsee-Drama im Live-Ticker: Timmy hat heute Nacht gesungen!
Minister Backhaus über den Gesundheitszustand des Wals
Timmy geht es laut Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) in der Barge „sehr gut“
Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) – Während Timmy auf der Reise in die Nordsee ist, gibt Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) am Mittag eine Abschlusspressekonferenz. Über Timmy sagt er: „Es geht ihm in der Barge sehr gut. Er soll heute Nacht gesungen haben.“ Der Transport sei die letzte Chance für den Wal gewesen. Er habe sich mit der Wal-Initiative zusammengerauft: „Wir haben uns in der Sache gestritten, aber wir haben Lösungen gesucht und sie gefunden.“
Das Expeditionsschiff ist jetzt mit dem Wal in den Fehmarnbelt eingebogen. Dort herrscht reger Schiffsverkehr: Zwischen Frachtern, Fähren und einem deutschen Kriegsschiff geht es mit 4,3 Knoten (8 km/h) weiter durch die Ostsee, das entspricht in etwa dem Tempo bei einem Dauerlauf.
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Nach Plänen einer privaten Rettungsinitiative soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann freigelassen werden.
BILD berichtet im Live-Ticker von der wohl entscheidenden Phase der Rettungsmission.
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Timmy südöstlich von Fehmarn
Der Schleppverband mit dem wochenlang an der Ostseeküste festsitzenden Buckelwal Timmy ist auf dem Weg Richtung Nordsee. Laut dem Schiffsortungsdienst VesselFinder befand sich der Verband am frühen Morgen circa 6 Seemeilen (rund 11 Kilometer) südöstlich von Fehmarn.
Der Transport bewege sich mit „sehr langsamer Geschwindigkeit“ in Richtung der Insel, sagte ein Sprecher der begleitenden Wasserschutzpolizei. Nach Plänen einer privaten Rettungsinitiative soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann freigelassen werden.
Am Abend übernahm der Schlepper „Robin Hood“ die Barge mit dem Wal am Ausgang der Kirchsee vor der Insel Poel. Anschließend fuhr er samt dem mit Wasser gefüllten Lastkahn in die Wismarbucht und weiter hinaus auf die offene Ostsee.
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Exklusives Video von Timmy in der Barge
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Timmy biegt in dänisches Gewässer ein
Es geht zügig voran! Mit 5,2 Knoten (9,6 km/h) biegt die „Fortuna B“ in den Belt zwischen den dänischen Inseln Langeland und Lolland ein. Damit hat der Buckelwal Deutschland endgültig verlassen.
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Spektakuläre Luftaufnahmen von Timmys Reise
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Es gibt einen Plan B
Backhaus weiter: „Plan B ist, dass er in eine Wal-Auffangstation kommt.“ Falls Timmy noch nicht wieder schwimmen kann.
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Timmy in zwei Tagen in Nordsee
Backhaus: „Wenn alles gut läuft, ist er in 2 Tagen in der Nordsee. Das Allerschlimmste hat er jetzt schon hinter sich.“
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Wal-Initiative: „Sparsam mit Informationen an Medien“
Die Anwältin erklärt, warum die Wal-Initiative nach außen so schweigsam war: „Deshalb waren wir am Anfang auch so sparsam mit den Informationen an die Medien: Alles, was zu viel nach draußen dringt, kann möglicherweise dazu führen, dass von außen auf uns eingewirkt wird und das Projekt zum Scheitern bringt.“
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Neuer Tracker wird angebracht
Zum Tracker sagte die Anwältin, dass er in diesen Stunden angebracht werde.
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„Wollen keinen Wal-Tourismus“
Wo Timmy genau ist und wo die Reise hingeht, will die Anwältin der Wal-Initiative nicht verraten: „Diese Information, wo sich der Wal befindet, befindet sich bei den Initiatoren. Wir wollen keinen Wal-Tourismus, der Wal soll seine Ruhe haben.“
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„Es gibt auch Wal-Auffangstationen“
Über die weitere Zukunft von Timmy sagt die Anwältin der Wal-Initiative: „Es gibt auch Wal-Auffangstationen, in denen ein Wal aufgepäppelt werden kann. Alle Experten gehen aber aktuell davon aus, dass er ausgewildert werden kann.“
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