+++ Geschäftszahlen +++: Analog-Chips von Texas Instruments im KI-Boom gefragt

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Live-BlogBörsenbetreiber LSEG nach Rekordquartal optimistisch +++ Nokia wächst mit KI-Geschäft +++ Franken drückt Roche-Umsatz +++ Nvidia-Zulieferer SK Hynix macht Rekordgewinn +++ Der Newsblog. 23.04.2026 – 10:32 Uhr aktualisiert
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Hyundai: Enttäuschung im ersten Quartal Foto: Bloomberg

Börsenbetreiber LSEG nach Rekordquartal optimistisch

Der Londoner Börsenbetreiber London Stock Exchange Group (LSEG) hat im ersten Quartal von den gestiegenen Handelsumsätzen infolge des Iran-Kriegs profitiert. Die LSEG rechnet nach dem Rekordquartal mit einem Umsatzwachstum am oberen Ende ihrer bisherigen Prognose. Die Gesamterträge dürften 2026 ebenfalls in der oberen Hälfte der anvisierten Spanne von 6,5 bis 7,5 Prozent zulegen, teilte der Börsen- und Datenkonzern am Donnerstag mit. Die Nachrichtenagentur Reuters liefert Nachrichten für das LSEG-Daten-Terminal Workspace und andere Produkte des Konzerns.

Im ersten Quartal stiegen die Erträge organisch um 9,8 Prozent und übertrafen damit die Markterwartungen von acht Prozent. Angetrieben wurde das Geschäft von einem massiven Anstieg der Handelsaktivitäten über alle Anlageklassen hinweg. Auslöser war der Ende Februar begonnene Iran-Krieg, der für eine hohe Marktvolatilität sorgte. Die LSEG-Aktie legte zeitweise um bis zu vier Prozent zu.

Flatexdegiro verzeichnete Rekordgewinn im ersten Quartal

Der Onlinebroker Flatexdegiro hat zu Jahresbeginn vom regen Börsenhandel seiner Kunden erfahren. Die Kapitalmärkte waren geprägt von anhaltender Volatilität, ausgelöst durch geopolitische Konflikte und deren Auswirkungen auf globale Wirtschaftsketten, wie das im MDax  notierte Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt nach Börsenschluss mitteilte. Die Zahl der von Flatex registrierten Kundenkonten stieg im Vergleich zu Ende Dezember um 3 Prozent auf knapp 3,6 Millionen. Die durchschnittliche Provision pro Transaktion fiel höher aus, außerdem stiegen die Bareinlagen und Anleger nahmen mehr Wertpapierkredite in Anspruch. Im ersten Quartal erzielte Flatex so einen Rekordgewinn.

Der Umsatz von Flatex stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um schnell ein Fünftel auf 174 Millionen Euro, getrieben von gestiegenen Provisionserträgen sowie Zinserträgen. Zugleich stiegen die Kosten weniger stark als der Umsatz, sodass der Gewinn um 28 Prozent auf schnell 54 Millionen Euro anschwoll. Die Jahresziele bestätigte Chefkoch Oliver Behrens.

Anleger zeigten sich erfreut. Die Flatex-Aktie legte nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um gut ein Prozent zu.

Nokia wächst mit KI-Geschäft

Ein wachsendes Geschäft mit Cloud-Anbietern und KI-Entwicklern gibt Nokia Rückenwind. Er beobachte eine zunehmende Nachfrage in diesem Bereich, betonte Justin Hotard, der Chef des finnischen Netzwerk-Ausrüsters, am Donnerstag. Daher hebe er die Wachstumsziele für Umsätze mit dieser Kundengruppe an. Er erwarte bis 2028 ein jährliches Plus von 27 statt 16 Prozent.

Im abgelaufenen Quartal stiegen die Erlöse mit Cloud- und KI-Kunden um knapp die Hälfte und machten inzwischen acht Prozent des Konzernumsatzes von 4,5 Milliarden Euro aus, fügte Hotard hinzu. Diese Abnehmer hätten zudem neue Aufträge im Volumen von einer Milliarde Euro erteilt. Das Kerngeschäft mit Komponenten für Mobilfunknetze habe sich solide entwickelt, sagte Hotard weiter. Hier seien die Umsätze währungsbereinigt um drei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gestiegen. Der operative Gewinn habe um etwa 68 Prozent auf 222 Millionen Euro zugelegt. Auf Konzernebene sei das Betriebsergebnis überraschend deutlich um 54 Prozent auf 281 Millionen Euro gewachsen.

Heineken übertrifft mit Umsatzprognosen

Der Brauereikonzern Heineken hat im ersten Quartal dank eines überraschend robusten Bierabsatzes die Erwartungen übertroffen, blickt wegen der Folgen des Iran-Kriegs aber besorgt auf den Rest des Jahres. Der organische Umsatz stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um 2,8 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro, wie der zweitgrößte Brauer der Welt am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit einem Zuwachs von 2,3 Prozent gerechnet. Das Absatzvolumen legte organisch um 1,2 Prozent zu, Experten hatten hier eine Stagnation erwartet. Der Konzern warnte jedoch, dass durch den Krieg im Iran angetriebene Energiekosten und die Inflation die Nachfrage beeinträchtigen könnten. Heineken bestätigte seine Jahresprognose eines organischen Betriebsgewinnwachstums von zwei bis sechs Prozent.

Der niederländische Konzern, zu dem Marken wie Henninger, Gösser, Tiger oder Sol gehören, hatte mit einem schwierigen Jahr gerechnet. Nun verteuern sich zudem die Energie für den Brauprozess und die Herstellung von Glasflaschen. „Der Welthandel ist komplexer und volatiler geworden, mit Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und die Kosten von Energie in bestimmten Märkten“, erklärte der scheidende Vorstandschef Dolf van den Brink. „Dies führt zu Inflationsdruck, der die Verbraucherstimmung mittelfristig beeinträchtigen könnte.“ 

Hyundai verfehlt Gewinnerwartungen im ersten Quartal

Hyundai hat zum Jahresauftakt die Markterwartungen verfehlt: Der operative Gewinn brach um fast 31 Prozent auf 2,5 Billionen Won (1,5 Milliarden Euro) ein und lag damit deutlich unter den prognostizierten 2,8 Billionen Won (rund 1,68 Milliarden Euro). Der Umsatz stieg trotz Gegenwinds um 3,4 Prozent auf 45,9 Billionen Won (rund 27,5 Milliarden Euro) – ein Rekord für ein erstes Quartal.

Der Autobauer kämpft mit US-Zöllen, schwächerer Nachfrage in Südkorea, China und Europa sowie höheren Kosten infolge geopolitischer Spannungen. Die Herausforderungen dämpfen die Margen und belasten die Absatzperspektiven. Die Aktie gab zwischenzeitlich um bis zu drei Prozent nach, liegt jedoch seit Jahresbeginn dank Hoffnungen auf Hyundais Robotik-Offensive deutlich im Plus.

Schweizerische Nationalbank rutscht im ersten Quartal in die roten Zahlen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Quartal wegen Verlusten auf ihren Fremdwährungspositionen rote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 0,5 Milliarden Franken, wie die Notenbank am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte die SNB noch einen Gewinn von rund 6,7 Milliarden Franken erzielt. Auf den Fremdwährungspositionen verbuchte das Institut in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres einen Verlust von 8,2 Milliarden Franken. 

Ein Bewertungsgewinn auf dem Goldbestand in Höhe von 7,8 Milliarden Franken federte das Minus jedoch weitgehend ab. Das Ergebnis der SNB hängt stark von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte ab, weshalb starke Schwankungen die Regel sind. Rückschlüsse auf das Jahresergebnis seien daher nur bedingt möglich, erklärte die Zentralbank.

Nestlé wächst organisch – doch die Währung belastet 

Der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé hat zum Jahresauftakt wegen des starken Frankens einen Umsatzrückgang verbucht. Die Erlöse sanken in den ersten drei Monaten um 5,7 Prozent auf 21,3 Milliarden Franken, wie der weltgrößte Lebensmittelkonzern am Donnerstag mitteilte. Negative Währungseffekte hätten den Umsatz mit 9,3 Prozent belastet. Das organische Wachstum, bei dem Währungseffekte sowie Firmenkäufe und -verkäufe ausgeklammert sind, betrug hingegen 3,5 Prozent und übertraf damit die Analystenschätzungen von 2,4 Prozent.

Dazu trugen um 1,2 Prozent höhere Verkaufsmengen sowie Preiserhöhungen von 2,3 Prozent bei. Ein Rückruf von Säuglingsnahrung schmälerte das Wachstum um etwa 0,9 Prozentpunkte. Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Erwartet wird weiterhin ein organisches Wachstum zwischen drei und vier Prozent, zudem soll sich die operative Ergebnismarge verbessern. „Unsere Ergebnisse für das erste Quartal zeigen, dass unsere auf Wachstum ausgerichtete Strategie Früchte trägt“, erklärte Konzernchef Philipp Navratil. 

Starker Franken drückt Roche-Umsatz – Prognose bestätigt

 Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im ersten Quartal wegen des starken Frankens einen Umsatzrückgang verzeichnet. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 14,72 Milliarden Franken, wie das Basler Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Stärke der Schweizer Währung belastete die Erlöse erneut: Währungsbereinigt lag das Wachstum bei sechs Prozent. Analysten hatten zuvor mit einem negativen Währungseffekt von bis zu zehn Prozent gerechnet. „Mit einem Verkaufswachstum von sechs Prozent zu konstanten Wechselkursen sind wir erfolgreich ins Jahr gestartet“, sagte Konzernchef Thomas Schinecker.

Der Konzern bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr 2026. Roche stellt weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie ein Wachstum des Kerngewinns je Aktie im hohen einstelligen Bereich in Aussicht. 

KI-Boom beschert Nvidia-Zulieferer SK Hynix Rekordgewinn

Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller SK Hynix hat dank des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) im ersten Quartal einen Rekordgewinn verzeichnet. Der Betriebsgewinn habe sich auf 37,6 Billionen Won (etwa 25,4 Milliarden Dollar) mehr als verfünffacht, teilte der Nvidia-Zulieferer am Donnerstag mit. Damit traf das Unternehmen in etwa die Erwartungen von Analysten, die LSEG-Daten zufolge mit 37,9 Billionen Won gerechnet hatten. Der Umsatz kletterte um 198 Prozent auf 52,6 Billionen Won, während der Nettogewinn mit 40,3 Billionen Won die Prognosen deutlich übertraf. 

Eine robuste Nachfrage großer Technologiekonzerne nach Server-Speichern für KI-Rechenzentren habe das Angebot verknappt und die Preise in die Höhe getrieben, hieß es in der Mitteilung weiter. Dies habe die Schwäche bei Chips für PCs und Smartphones ausgeglichen. SK Hynix profitierte von im Vergleich zum Vorquartal um rund 65 beziehungsweise 75 Prozent gestiegenen Verkaufspreisen für DRAM- und NAND-Speicherchips und geht davon aus, dass dieses günstige Preisumfeld vorerst anhält. Um die langfristig wachsende Nachfrage zu bedienen, plant der Konzern in diesem Jahr deutlich höhere Investitionen.

Analog-Chips von Texas Instruments im KI-Boom gefragt – Aktie steigt

Texas Instruments profitiert von einer starken Nachfrage nach seinen Analogchips im Zuge des Booms bei Rechenzentren und zeigt sich für das laufende Quartal optimistischer als gedacht. Für das Vierteljahr rechnet TI mit einem Umsatz zwischen 5,0 und 5,40 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt 4,86 Milliarden erwartet. Auch die Vorhersage für den Gewinn liegt über den Prognosen. Schon das abgelaufene Quartal lief unerwartet gut. Da Texas Instruments als eine der ersten Halbleiterfirmen seine Zahlen vorlegt und seine Chips in vielen Branchen zum Einsatz kommen, gelten die Ergebnisse als wichtiger Indikator für die weltweite Nachfrage. Die Aktie legte nachbörslich acht Prozent zu.

Nahost-Konflikt schlägt beim Softwarekonzern ServiceNow durch – Aktie sackt ab

 Die Krise im Nahen Osten schlägt sich auch in der Bilanz des Softwarekonzerns ServiceNow nieder. Das US-Unternehmen teilte am Mittwoch mit, das Wachstum der Abonnementumsätze sei im ersten Quartal beeinträchtigt worden. Grund dafür seien Verzögerungen beim Abschluss mehrerer Großaufträge aufgrund der Lage in Nahost. ServiceNow-Aktien sackten nachbörslich um 14 Prozent ab.

Mit seinen Quartalszahlen übertraf ServiceNow gleichwohl die Erwartungen der Analysten: Der Umsatz lag bei 3,77 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn bei 97 Cent pro Aktie. Auch die Prognose für 2026 wurde angehoben.

Dennoch gibt es Sorgen der Anleger vor den Folgen für Software-Firmen durch die zunehmende Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz (KI). An der Wall Street geht die Angst vor einer „SaaSpocalypse“ um: Investoren befürchten, dass neue KI-Werkzeuge von Anbietern wie OpenAI oder Anthropic traditionelle Software-Dienstleistungen überflüssig machen könnten, indem sie Aufgaben automatisieren. Der erste Teil des Begriffs leitet sich ab vom Geschäftsmodell „Software as aService“ Service“ dieser Firmen.

L’Oréal wächst stärker als erwartet

Der französische Kosmetikkonzern L’Oréal ist im ersten Quartal stärker als erwartet gewachsen. Auf vergleichbarer Basis kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um 7,6 Prozent auf 12,15 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwochabend nach Börsenschluss in Paris mitteilte. Fachleute hatten im Schnitt ein geringeres Wachstum erwartet. Das Geschäft in China belebte sich spürbar und auch das Luxusgeschäft wuchs.

Boeing startet mit überraschend wenig Verlust ins Jahr

Der US-Flugzeugbauer Boeing ist nach Jahren der Krise überraschend mit weniger Verlust ins Jahr gestartet. Dank gestiegener Flugzeug-Auslieferungen fiel der Verlust im ersten Quartal mit 7 Millionen US-Dollar (rund 6 Mio Euro) geringer aus als die 31 Millionen Dollar ein Jahr zuvor, wie der Konkurrent des weltgrößten Flugzeugherstellers Airbus am Mittwoch in Arlington mitteilte. Boeing lieferte so viele Jets aus wie in keinem ersten Quartal seit 2019. Danach hatten weltweite Flugverbote für sein meistgefragtes Modell, Produktionsmängel und Skandale den Konzern in eine Existenzkrise gestürzt.

Im abgelaufenen Quartal erzielte Boeing einen Umsatz von 22,2 Milliarden Dollar und damit 14 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zwar flossen unter dem Strich noch 1,45 Milliarden Dollar an Barmitteln aus dem Konzern ab, doch Analysten hatten im Schnitt mit weitaus schlechteren Zahlen gerechnet. Im Gesamtjahr will Boeing-Chef Kelly Ortberg weiterhin einen positiven Barmittelfluss zwischen 1 und 3 Milliarden Dollar erreichen.

K+S überrascht mit Ergebnissprung – Jahresziele erhöht

Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S hebt nach einem überraschend deutlichen Ergebnisanstieg im vergangenen Quartal seine Jahresziele an. Das operative Ergebnis (Ebitda) soll im laufenden Jahr nun zwischen 630 und 730 Millionen Euro liegen, wie das Kasseler Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Bislang hatte K+S 600 bis 700 (Vorjahr: 613) Millionen Euro in Aussicht gestellt. Im ersten Quartal kletterte das Ergebnis nach vorläufigen Zahlen auf rund 280 Millionen Euro nach 201 Millionen im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten 225 Millionen Euro erwartet.

Neben einem sehr guten Start in das Geschäft mit Auftausalz lief es bei K+S auch in der Landwirtschaftssparte besser als gedacht. Hier profitierte der Konzern von höheren Absatzmengen und gestiegenen Durchschnittspreisen. Für den Rest des Jahres geht K+S von einer anhaltend positiven Preisentwicklung im Geschäft mit Düngemitteln aus. Sollten die Preise weiter deutlich anziehen, könnte das obere Ende der Ergebnisspanne erreicht werden. Im Gegenzug könnte ein länger andauernder Nahost-Krieg die Ertragssituation in der Landwirtschaft belasten und das Ergebnis an das untere Ende der Prognose drücken.

Höhere Preise und Einsparungen stützen AkzoNobel

Der niederländische Farben- und Lackhersteller AkzoNobel kann die Belastungen aus dem Iran-Krieg mit Preiserhöhungen und Einsparungen auffangen. Konzernchef Greg Poux-Guillaume zeigte sich trotz steigender Kosten zuversichtlich. Die vollen Auswirkungen würden sich erst in den kommenden beiden Quartalen zeigen. Die bereits angekündigten Preiserhöhungen reichten jedoch aus, um die Folgen des Krieges auszugleichen.

Im ersten Quartal legte der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) um sieben Prozent auf 345 Millionen Euro zu. Analysten hatten im Schnitt nur 323 Millionen Euro erwartet. Der Hersteller von Dulux-Farben bestätigte zudem sein Ziel, im Gesamtjahr 2026 einen bereinigten operativen Gewinn von mindestens 1,47 Milliarden Euro zu erzielen. An der Börse wurden die Zahlen positiv aufgenommen: Die AkzoNobel-Aktie gewann im frühen Handel rund vier Prozent. 

Unterdessen setzt AkzoNobel den Umbau seines Asien-Portfolios fort. Nach dem Verkauf der Geschäfte in Indien für 1,6 MilliardenDollar und in Pakistan für 50 Millionen Euro prüft der Konzern weitere Optionen. „Wir bewerten weiterhin unsere Positionen in Südostasien, und dieser Prozess ist im Gange“, sagte Finanzchef Maarten de Vries. Zugleich plant AkzoNobel eine Fusion mit dem US-Farbenhersteller Axalta, aus der ein gemeinsames Unternehmen mit einer Bewertung von rund 25 Milliarden Dollar hervorgehen soll. 


Die Preise für unsere Rohstoffe werden angesichts der Störungen in der Straße von Hormus im hohen Zehner-Prozentbereich steigen.

Konzernchef Greg Poux-Guillaume

Tui senkt Gewinnprognose für 2026 wegen Belastungen durch Iran-Krieg

Der Reisekonzern Tui hat sein Gewinnziel für 2026 gesenkt. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) wird nun wechselkursbereinigt zwischen 1,1 Milliarden und 1,4 Milliarden Euro erwartet. Zuvor hatte das Unternehmen ein Wachstum von sieben bis zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von rund 1,4 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose wurde vorübergehend ausgesetzt. Als Grund nannte Tui die Zurückhaltung der Kunden und kurzfristigere Buchungen infolge der Unsicherheit im Nahen Osten. Die gebuchten Umsätze für den Sommer 2026 liegen derzeit sieben Prozent unter dem Vorjahr. Betroffen sind vor allem Buchungen für die Türkei, Zypern und Ägypten; zugleich verlagert sich die Nachfrage vom östlichen in den westlichen Mittelmeerraum.

Allein im März belief sich die Belastung durch den Konflikt auf rund 40 Millionen Euro. Darin enthalten sind Rückholaktionen und betriebliche Beeinträchtigungen. Tui brachte rund 10.000 Gäste und 1.500 Crew-Mitglieder aus der Region zurück. Zwei Kreuzfahrtschiffe der „Mein Schiff“-Flotte mussten ihre Reisen bis Mitte Mai absagen. Zum 15. April waren 83 Prozent des Kerosinbedarfs für den Sommer sowie 62 Prozent für den Winter 2026/27 abgesichert. Für das Kreuzfahrtgeschäft sind über 80 Prozent der Energiekosten für das Gesamtjahr abgesichert. Trotz der Belastungen rechnet Tui für das zweite Quartal mit einem operativ besseren Ergebnis als im Vorjahr.

Danone steigert Quartalsumsatz um 2,7 Prozent und bestätigt Jahresziele

Danone hat den Umsatz im ersten Quartal auf vergleichbarer Basis um 2,7 Prozent auf 6,71 Milliarden Euro gesteigert und damit die Analystenerwartungen von 2,6 Prozent übertroffen. Das Wachstum lag jedoch unter dem Vorquartalswert von 4,7 Prozent. Belastet wurde das Geschäft insbesondere durch Lieferkettenunterbrechungen infolge des Krieges im Iran sowie durch den Rückruf von Säuglingsmilch in Europa und im Nahen Osten. Die betroffene Region steht für rund zwei bis drei Prozent des Nettoumsatzes des Konzerns.

Für 2026 bestätigte Danone seine Prognose eines flächenbereinigten Umsatzwachstums von drei bis fünf Prozent. Der bereinigte operative Gewinn soll weiterhin schneller steigen als die Erlöse. Im abgelaufenen Quartal lagen die Preiserhöhungen bei 1,2 Prozent, während das volumengetriebene Wachstum 1,5 Prozent erreichte.

Elektrotechniker ABB hebt nach Rekordbestellungen Ausblick an

Trotz geopolitischer Unsicherheiten brummen die Geschäfte des Elektrotechnikkonzerns ABB. Getrieben vom Boom beim Bau von Rechenzentren kletterte der Auftragseingang des Schweizer Unternehmens im Startquartal 2026 um 24 Prozent auf den Rekordwert von 11,3 Milliarden Dollar, wie ABB am Mittwoch mitteilte. Die Aufträge im wichtigsten Geschäftsbereich Elektrifizierung seien um 44 Prozent hochgeschnellt. Neben den Rechenzentren habe auch das Geschäft mit Stromnetzen, Verkehrsinfrastruktur, Schifffahrt, Hafenautomatisierung und Gebäudetechnik floriert. 


Dank eines allgemein günstigen Marktumfelds und einer verbesserten Geschäftsperformance sind wir stark ins Jahr gestartet.

Konzernchef Morten Wierod

Angesichts des prallen Auftragsbuches und der guten Abwicklung von Bestellungen hob ABB die Wachstums- und Margenerwartungen für 2026 an. Der Siemens-Rivale peile im Gesamtjahr ein vergleichbares Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich an. Die operative Marge (Ebita) soll sich im Vergleich zum Vorjahr erhöhen, selbst ohne die angekündigten Immobilienerlöse. „Dabei sind wir uns der Risiken bewusst, die sich aus geopolitischen Unsicherheiten ergeben“, sagte Wierod. 

Im Startquartal kletterte die operative Marge dank eines Immobilienverkaufs auf 23,5 (Vorjahresperiode 20,3) Prozent. ABB verbuchte einen Nettogewinn von 1,32 Milliarden Dollar, ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Analysten hatten einer vom Unternehmen selbst erhobenen Umfrage zufolge mit einem Gewinn von 1,39 Milliarden Dollar gerechnet.

United senkt Gewinnprognose wegen hoher Kerosinpreise

Die US-Fluggesellschaft United Airlines streicht wegen der hohen Kerosinpreise als Folge des Iran-Kriegs ihre Gewinnprognose zusammen. Die Airline rechnet für dieses Jahr noch mit einem Ergebnis pro Aktie von 7 bis 11 Dollar statt der zuvor erwarteten 12 bis 14 Dollar. Mit den Zahlen für das vergangene Quartal übertraf United die Markterwartungen.

Doch schon im vergangenen Vierteljahr gab die Fluggesellschaft mit gut drei Milliarden Dollar 12,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor für Treibstoff aus. United reduziert als Reaktion die Pläne für den Ausbau der Kapazitäten in diesem Jahr. Die hohen Kerosinpreise gehen auf die wochenlange Blockade der Straße von Hormus durch den Iran nach amerikanischen und israelischen Angriffen zurück. Die Meerenge ist ein zentraler Weg für Erdöl aus der Region.

Der Umsatz von United stieg unterdessen im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 10,6 Prozent auf gut 14,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn sprang um 80 Prozent auf 699 Millionen Dollar.

Iran-Krieg dämpft Zuversicht bei GE Aerospace

Steigende Ölpreise und eingetrübte Aussichten für die Luftfahrt wegen des Iran-Kriegs dämpfen den Optimismus des Flugzeug-Zulieferers GE Aerospace. „Ohne die aktuellen Ereignisse würden wir von einer Erhöhung der Prognose sprechen“, sagte Vorstandschef Larry Culp am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

So werde der Triebwerksbauer 2026 dank eines starken Jahresbeginns „nur“ am oberen Rand seiner bisherigen Gewinnprognose landen, die von 7,10 bis 7,40 Dollar je Aktie reicht. Im ersten Quartal übertraf GE mit einem Gewinn von 1,86 (Vorjahr: 1,49) Dollar je Aktie die Analystenerwartungen. Der Nettogewinn lag bei 1,9 Milliarden Dollar. Der Umsatz schoss um 29 Prozent auf 11,6 Milliarden in die Höhe.

Beiersdorf-Aktie sinkt nach Umsatzrückgang im ersten Quartal

Der Nivea-Hersteller Beiersdorf ist wegen einer schwachen Entwicklung seiner Hauptmarke und im Luxusgeschäft mit einem Umsatzrückgang ins Jahr gestartet. Die Erlöse sanken im ersten Quartal organisch um 4,6 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Die Papiere verloren in der Folge am Dienstag etwa 2,5 Prozent.

Ericsson ächzt unter Chipkosten durch KI-Boom –Umsatzrückgang in Nordamerika

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson bekommt indirekt die Folgen des KI-Booms zu spüren. Steigende Beschaffungskosten seien teilweise auf die hohe Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) zurückzuführen, erklärte Konzernchef Börje Ekholm am Freitag bei Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen. Der Boom treibe die Preise für Bauteile in die Höhe. Finanzchef Lars Sandström sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Ericsson bemühe sich bei seinen Lieferanten darum, diesen Effekt abzumildern. Das Unternehmen werde jedoch auch auf die Kunden zugehen müssen, um die Lasten zu teilen. Zum Jahresauftakt musste Ericsson deutliche Rückgänge bei Umsatz und operativem Gewinn hinnehmen.

So sanken die Erlöse im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 49,3 Milliarden Kronen (knapp 4,6 Milliarden Euro). Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) lag bei 5,2 Milliarden Kronen (rund 480 Millionen Euro). Das ist im Vergleich zum Jahresbeginn 2025 ein Rückgang von 16 Prozent, im Vergleich zum Vorquartal von 57 Prozent.

SaarLB bricht Hälfte vom Gewinn weg – NPL-Quote steigt ‘erheblich’

Bei der SaarLB ist der Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als die Hälfte eingebrochen. Keine andere operative Landesbank hat einen derart starken Ergebnisrückgang erlitten. Die Risikovorsorge und der Anteil fauler Kredite legten zu. Der Gewinn vor Steuern sank bei der SaarLB auf nun 30 Millionen Euro, verglichen mit 65 Millionen Euro in 2024. Das geht aus dem am Donnerstag vorgelegten Finanzbericht der Landesbank hervor.

Im Finanzbericht ist von „niedriger als geplanten operativen Erträgen sowie einer höheren Kreditrisikovorsorge“ die Rede. Im Geschäftsjahr 2025 habe die Bank den Einzelwertberichtigungen für sogenannte Adressenausfallrisiken insgesamt 25 Millionen Euro neu zugeführt. Die NPL-Quote, die den Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtvolumen der ausstehenden Kredite angibt, stieg im Vergleich zum Vorjahr „erheblich“, heißt es im Finanzbericht. Aufgrund höherer neuer Wertberichtigungen als erwartet – sowohl im Bereich Immobilien als auch im Bereich Firmenkunden – sei die Quote zum Jahresende auf 1,51 Prozent geklettert, verglichen mit 1,2 Prozent zu Ende 2024. 

Netflix-Aktie fällt nach Enttäuschung über Gewinnprognose

Netflix hat die Wall Street mit seiner Gewinnprognose enttäuscht. Die Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als neun Prozent. Der Streaming-Riese sagte für das laufende Quartal einen operativen Gewinn von 78 US-Cent je Aktie voraus, während Analysten im Schnitt mit einer Prognose von 84 Cent gerechnet hatten. Anleger reagierten empfindlich. Denn sie waren von höheren Gewinnen nach der Aufgabe von Netflix im Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers ausgegangen. 

Im vergangenen Quartal steigerte Netflix den Umsatz im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar. Unterm Strich stieg der Gewinn um fast 83 Prozent auf 5,28 Milliarden Dollar. Pro Aktie gerechnet verdiente Netflix 1,23 Dollar – und übertraf damit deutlich die durchschnittliche Analystenprognose von 76 Cent pro Aktie. 

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