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Geschäftsberichte 2026 aktuell: Geschäftszahlen & Quartalszahlen
Bei Delivery Hero zeigt sich ein langsameres Wachstumstempo. Foto: imago images/Bihlmayerfotografie
Trotz erfolgreichem Krebsmedikament – Merck verzeichnet Verlustgeschäft im ersten Quartal
Eine milliardenschwere Übernahme hat den US-Pharmakonzern Merck & Co in die roten Zahlen gedrückt. Der Arzneimittelhersteller wies am Donnerstag für das erste Quartal einen Verlust aus. Grund sei nach eigenen Angaben eine Belastung im Zusammenhang mit der Übernahme der Biotechfirma Cidara Therapeutics. Der Umsatz hingegen stieg um fünf Prozent auf 16,3 Milliarden Dollar und übertraf damit die Prognosen.
Wachstumstreiber bei Merck war erneut das Krebsmedikament Keytruda, das als weltweit meistverkauftes verschreibungspflichtiges Medikament gilt. Dessen Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf acht Milliarden Dollar. Auch das Lungenmedikament Winrevair und die Tiergesundheitssparte verzeichneten ein starkes Wachstum. Rückläufig waren die Erlöse mit dem Diabetes-Mittel Januvia und dem HPV-Impfstoff Gardasil, unter anderem wegen des Wettbewerbs durch Nachahmerprodukte.
Für das Gesamtjahr ist Merck zuversichtlicher. Der Konzern engte seine Prognose ein und rechnet nun mit einem Gewinn von 5,04 bis 5,16 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 65,8 bis 67 Milliarden Dollar. Die vorherige Prognose lag bei 5,00 bis 5,15 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 65,5 bis 67 Milliarden Dollar.
Mercks Medikament Keytruda ist ein Antikörper, der zur Behandlung von bestimmten Krebsarten eingesetzt wird. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration
Gazprom steigert Gewinn: Russischer Gasriese exportiert mehr nach China
Der russische Gasriese Gazprom hat im vergangenen Jahr trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs durch weggefallene Gas-Exporte nach Europa mehr verdient. Der Nettogewinn stieg 2025 um sieben Prozent auf 1,3 Billionen Rubel (17,3 Milliarden Dollar), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Grund dafür war ein stärkerer Rubel, der sich positiv auf die in Fremdwährungen gehaltenen Schulden auswirkte. Der Umsatz fiel jedoch um 8,8 Prozent auf 9,77 Billionen Rubel. Das um Zinsen, Steuern und Abschreibungen bereinigte Ergebnis (Ebitda) ging um sechs Prozent auf knapp drei Billionen Rubel zurück.
Eli Lilly hebt wegen hoher Nachfrage nach Abnehmmedikamenten Prognose an
Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat dank der hohen Nachfrage nach seinen Abnehm- und Diabetesmedikamenten Zepbound und Mounjaro die Gewinnprognose nach einem starken Auftaktquartal für das Gesamtjahr angehoben. „Das Jahr 2026 hat vielversprechend begonnen“, erklärte Konzernchef David Ricks am Donnerstag. Für das laufende Jahr rechne er nun mit einem bereinigten Gewinn von 35,50 bis 37,00 Dollar je Aktie. Zuvor hatte er 33,50 bis 35,00 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt. Vor allem von dem kürzlich auf den Markt gebrachten oralen Medikament gegen Fettleibigkeit, Foundayo, verspricht sich Ricks weiteres Wachstum. „Foundayo wird die Zahl der Menschen, die von GLP-1-Mitteln profitieren können, erheblich erweitern.“ Die neue Abnehmpille Foundayo, die einmal täglich eingenommen werden soll, gilt als wichtiger Test, ob Lilly dem Rivalen Novo Nordisk Marktanteile abnehmen kann. In der Woche bis zum 17. April wurde das Medikament laut Eli Lilly in den USA 3707 Mal verschrieben. Analysten hatten jedoch mit rund 8000 Rezepten gerechnet.
Im ersten Quartal lag der bereinigte Gewinn des Pharmariesen bei 8,55 Dollar pro Aktie und übertraf damit die Erwartungen von 6,66 Dollar deutlich. Dies sei in erster Linie auf einen Absatzanstieg auf den US-amerikanischen und internationalen Märkten zurückzuführen, der dazu beigetragen habe, die niedrigeren Verkaufspreise auszugleichen, teilte das Management mit. Der Umsatz mit Mounjaro belief sich auf 8,7 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen um mehr als eine Milliarde Dollar. Das Medikament zur Gewichtsreduktion Zepbound erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 4,2 Milliarden Dollar und lag damit ebenfalls über den Schätzungen.
SocGen steigert Gewinn – Handelsgeschäft schwächelt
Dank eines strikten Sparkurses hat die Société Générale (SocGen) den Gewinn überraschend deutlich gesteigert. Das Nettoergebnis legte im ersten Quartal um 5,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu, wie die französische Bank am Donnerstag mitteilte. Die Ausgaben schrumpften in diesem Zeitraum um etwa sechs Prozent, doppelt so stark wie geplant.
Ein weiterer unterstützender Faktor war die Erholung des französischen Privatkundengeschäfts, das zu den Prioritäten des Konzernchefs Slawomir Krupa zählt. Dort stiegen die Nettozinserträge unter anderem dank eines höheren Kreditvolumens, während gleichzeitig der Zinssatz für das in Frankreich wichtigste regulierte Sparkonto „Livret A“ gesenkt wurde.
Air France-KLM stutzt Angebot – Kerosinpreise dämpfen Geschäft
Die Airline-Gruppe Air France-KLM rechnet wegen der mit dem Iran-Krieg stark gestiegenen Kerosinpreise mit weniger Angebotswachstum in diesem Jahr. Die Sitzplatzkapazität werde um zwei bis vier Prozent ausgeweitet und damit um einen Prozentpunkt weniger als ursprünglich geplant, teilte das französisch-niederländische Unternehmen am Donnerstag mit. Sorgen bereiten der Fluggesellschaft die Kerosinreserven und die steigenden Treibstoffkosten. Air France-KLM schätzt die gesamte Kerosinrechnung für 2026 auf 9,3 Milliarden Dollar – 2,4 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr. „Auch wenn sich die gestiegenen Treibstoffpreise noch nicht in den heute vorgelegten Ergebnissen niederschlagen, werden sie die kommenden Quartale belasten“, erklärte Konzernchef Ben Smith.
Im ersten Quartal verbuchte Air France-KLM einen operativen Verlust von 27 Millionen Euro. Dieser fiel damit deutlich geringer aus als befürchtet: Analysten hatten laut LSEG-Daten mit einem Minus von 389 Millionen Euro gerechnet
Delivery Hero mit optimistischerem Gewinnausblick
Delivery Hero begegnet dem wachsenden Unmut einiger Aktionäre über die Ertragskraft des Unternehmens mit einem zuversichtlicheren Ausblick. Die Investitionen in die Tochtergesellschaften in Korea, Nordafrika und im Nahen Osten sowie in den Ausbau des Geschäfts mit besonders schnellen Zustellungen trügen Früchte, sagte Marie-Anne Popp, die Finanzchefin des Lieferdienstes, am Donnerstag. Sie sei daher zuversichtlich, dass der bereinigte operative Jahresgewinn am oberen Ende der angepeilten Spanne liegen werde. Delivery Hero rechnet mit einem Wert zwischen 910 und 960 Millionen Euro. Die Aktien des Unternehmens stiegen daraufhin auf der Handelsplattform Tradegate zeitweise um knapp zwei Prozent.
Zu einem möglichen Verkauf weiterer Geschäftsbereiche oder einer Neuausrichtung machte Konzernchef Niklas Östberg keine neuen Angaben. „Unsere Prüfung strategischer Optionen schreitet weiter voran.“ Im ersten Quartal beschleunigte sich zwar das Wachstum des über die Plattform gehandelten Brutto-Warenvolumens (GMV) auf 8,8 Prozent. Der Anstieg der Konzernerlöse verlangsamte sich dagegen im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr auf 17,8 Prozent.
Stellantis macht wieder Gewinn
Der Autokonzern Stellantis hat im ersten Quartal einen Nettogewinn von 377 Millionen Euro erzielt, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 387 Millionen Euro angefallen war. Treiber waren vor allem starke Verkäufe der Marken Jeep und Ram in Nordamerika, wo die Auslieferungen um 17 Prozent zulegten. Weltweit stiegen die Auslieferungen um 12 Prozent.
Auch Umsatz und operatives Ergebnis verbesserten sich, während Europa mit nur 1 Prozent Umsatzwachstum trotz steigender Stückzahlen unter Preisdruck blieb. Belastend wirken zudem frühere Abschreibungen von 22,2 Milliarden Euro im Elektrogeschäft. Für das Gesamtjahr bestätigt Stellantis eine operative Marge im niedrigen einstelligen Bereich und will den freien Cashflow steigern.
Wartungs- und Militärgeschäft treiben MTU an
Gestützt auf ein starkes Wartungs- und Militärgeschäft hat der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines Umsatz und Gewinn zum Jahresauftakt gesteigert. Der bereinigte Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, wie der Münchener Airbus- und Boeing-Zulieferer am Donnerstag mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) legte um sechs Prozent auf 320 Millionen Euro zu und lag damit über den Analystenschätzungen von 300 Millionen. Der Auftragsbestand, der die künftige Auslastung sichert, stieg im Vergleich zum Jahresende 2025 um sieben Prozent auf 31,6 Milliarden Euro. Der Vorstand bestätigte daher seine Jahresziele.
Erste Group wächst dank Polen-Expansion kräftig
Die österreichische Erste Group hat im ersten Quartal dank ihrer neuen polnischen Beteiligung einen kräftigen Gewinnsprung verbucht. Der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich um gut 18 Prozent auf 879 Millionen Euro, wie das in Mittel- und Osteuropa tätige Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Das Betriebsergebnis kletterte sogar um knapp 49 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro. Damit übertraf die Bank die Markterwartungen von 845 Millionen Euro beim Überschuss und 2,11 Milliarden beim Betriebsergebnis.
Maßgeblich für das Wachstum war die Erstkonsolidierung der früheren polnischen Santander-Tochter, der heutigen Erste Bank Polska. Das Kreditvolumen stieg um 18,8 Prozent auf 275,6 Milliarden Euro, wovon gut 40 Milliarden auf die neue Beteiligung entfielen. Das Einlagenvolumen kletterte um 24,4 Prozent auf 314,8 Milliarden Euro. Ohne den Zukauf wuchs das Kreditgeschäft in den bisherigen Märkten um 1,5 Prozent, getrieben von starker Nachfrage in Tschechien und Ungarn. Die Bilanzsumme des Konzerns wuchs auf 450 Milliarden Euro, nach 368,6 Milliarden Euro Ende 2025. Für 2026 peilt die Bank einen Nettogewinn von knapp unter vier Milliarden Euro an.
Börsenkandidat Syngenta steigert operativen Gewinn
Der Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta hat im ersten Quartal dank eines strikten Kostenmanagements und einer hohen Nachfrage in China mehr verdient. Der operative Gewinn (Ebitda) sei um fünf Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der Börsenkandidat am Donnerstag mit. Der Umsatz legte um zwei Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar zu. Das Unternehmen, das dem chinesischen Staatskonzern Sinochem gehört, verwies zur Begründung auf die Ausrichtung auf margenstarke, innovative Produkte sowie anhaltende Effizienzsteigerungen. Das Wachstum sei trotz eines von geopolitischen Unsicherheiten und Handelshemmnissen geprägten Marktumfelds erzielt worden. Die USA sind ein Schlüsselmarkt für Syngenta. Der Rivale von Bayer und BASF ist in 90 Ländern aktiv.
Fielmann erwartet gebremstes Wachstum
Die Hamburger Augenoptik-Kette Fielmann plant für das laufende Jahr mit geringeren Zuwächsen von Umsatz und Gewinn. Der Umsatz soll um fünf bis sieben Prozent auf 2,55 bis 2,60 Milliarden Euro steigen, das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) um maximal fünf Prozent auf 590 bis 610 Millionen, wie der weltweit drittgrößte Augenoptiker am Donnerstag mitteilte. Die operative Umsatzrendite dürfte sich deshalb auf rund 23 (2025: 23,8) Prozent verschlechtern. Grund dafür seien Investitionen in das organische Wachstum. In 300 Filialen in Europa soll KI-gestützte Refraktions-Technik ausgerollt werden, in den USA seien mehr Sehtests möglich. In den vergangenen zwei Jahren hatten zwei Übernahmen in den USA den Umsatz angetrieben.
Im ersten Quartal stieg der Umsatz nur um gut ein Prozent auf 613 Millionen Euro, währungsbereinigt wären es 2,3 Prozent gewesen. Fielmann machte für den verhaltenen Jahresstart das schlechte Wetter verantwortlich. In den USA habe es zeitweise sogar zur Schließung von Filialen geführt. Das bereinigte Ebitda lag mit 149 (148) Millionen Euro leicht über dem Vorjahreswert
Kion trotz Umsatzflaute profitabler
Dank seines Sparprogramms und eines starken Projektgeschäfts hat der Gabelstapler-Hersteller Kion zum Jahresauftakt trotz stagnierender Erlöse mehr verdient. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) legte im ersten Quartal um rund fünf Prozent auf 205,2 Millionen Euro zu, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Gleichzeitig kletterten die Bestellungen um gut zehn Prozent auf 2,99 Milliarden Euro, während der Umsatz bei 2,77 Milliarden Euro stagnierte. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele.
Getragen wurde das Auftragsplus von beiden Sparten – dem Stapler-Segment (Industrial Trucks & Services) und Supply Chain Solutions. Im Geschäft mit Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten profitierte Kion von Vorzieheffekten im Zusammenhang mit angekündigten Preiserhöhungen. Der Umsatzrückgang in dieser Sparte, bedingt durch einen geringeren Auftragsbestand aus dem Vorjahr, konnte durch Zuwächse im Geschäft mit Automatisierungslösungen ausgeglichen werden.
Volkswagen-Gewinn geht zurück – Einsparungen angemahnt
Europas größter Autobauer Volkswagen hat zu Jahresauftakt einen Gewinnrückgang verbucht. Der Betriebsgewinn schrumpfte um 14,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Gewinnmarge verringerte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Unter dem Strich fiel der Gewinn um 28,4 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 75,7 Milliarden Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte VW. Von Visible Alpha befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 77,6 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 1,732 Milliarden Euro gerechnet.
Finanzchef Arno Antlitz sagte, das Unternehmen habe im ersten Quartal durchaus Fortschritte erzielt. So sei der Auftragseingang gestiegen, die China-Strategie komme voran und die Kosten seien um fast eine Milliarde Euro reduziert worden. Dennoch liege die Marge auch um Sondereffekte bereinigt auf einem viel zu niedrigen Niveau. Deswegen reichten die geplanten Kostensenkungen nicht aus. „Wir müssen unser Geschäftsmodell grundlegend verändern und strukturelle, nachhaltige Verbesserungen erzielen.“
ING steigert Gewinn und kündigt Aktienrückkauf an
Die niederländische Großbank ING hat im ersten Quartal einen Nettogewinn von 1,56 Milliarden Euro erzielt und damit die Erwartungen von 1,46 Milliarden Euro übertroffen. Das Plus von 6,9 Prozent wurde von steigenden Zinseinnahmen (+12 Prozent) und einem kräftigen Anstieg der Gebühreneinnahmen (+13 Prozent) getragen.
Zugleich kündigte die Bank ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro an. ING setzt damit seine hohen Ausschüttungen fort, während geopolitische Risiken und steigende Kreditausfälle die Branche belasten. Parallel treibt das Institut den Umbau voran und plant, 2026 weltweit rund 1.250 Stellen im operativen Bereich abzubauen.
BBVA steigert Gewinn auf drei Milliarden Euro und übertrifft Erwartungen
Die spanische Großbank BBVA hat im ersten Quartal einen Nettogewinn von 3 Milliarden Euro erzielt – ein Anstieg um 11 Prozent und mehr als die erwarteten 2,8 Milliarden Euro. Treiber waren vor allem höhere Zinseinnahmen, die um 18 Prozent zulegten, sowie ein Gebührenplus von 9,5 Prozent.
Gleichzeitig erhöhte die Bank ihre Risikovorsorgen um 31 Prozent. Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch von Banco Sabadell setzt BBVA verstärkt auf organisches Wachstum und hat ein Aktienrückkaufprogramm über 3,96 Milliarden Euro gestartet. Für das laufende Jahr peilt das Institut eine Eigenkapitalrendite von rund 20 Prozent an.
Standard Chartered erzielt Rekordgewinn
Die britische Bank Standard Chartered hat im ersten Quartal einen Rekord-Vorsteuergewinn von 2,5 Milliarden Dollar erzielt und damit die Erwartungen von 2,09 Milliarden Dollar klar übertroffen. Wachstumstreiber waren vor allem das Vermögensverwaltungsgeschäft und das Investmentbanking, unterstützt durch Rekordzuflüsse von 18 Milliarden Dollar im Wealth Management.
Belastend wirkten Risikovorsorgen von 296 Millionen Dollar, darunter 190 Millionen Dollar für mögliche Auswirkungen des Nahostkonflikts. Das Engagement der Bank in der Region macht rund 6 Prozent des Gesamtportfolios aus. Parallel läuft das Effizienzprogramm „Fit for Growth“ aus, während Anleger auf neue Mittelfristziele warten.
Währungseffekte und Preisdruck belasten BASF – Jahresziele bestätigt
Stark negative Währungseffekte und niedrigere Preise belasten BASF. Im ersten Quartal sank der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) um 5,6 Prozent auf 2,36 Milliarden Euro, wie der Chemiekonzern am Donnerstag mitteilte. Damit übertraf BASF jedoch die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt lediglich mit rund 2,19 Milliarden Euro gerechnet hatten. Ohne die währungsbedingten Belastungen von mehr als 100 Millionen Euro hätte das Ergebnis das Niveau des Vorjahresquartals erreicht, erklärte Finanzvorstand Dirk Elvermann. Der Umsatz fiel um rund drei Prozent auf 16,02 Milliarden Euro. Ein solides Mengenwachstum, getragen vor allem durch das Geschäft in China, konnte den Gegenwind nicht vollständig ausgleichen.
Trotz der großen Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Krieges im Nahen Osten bekräftigte BASF seine Jahresziele. Das Management rechnet für das laufende Jahr weiter mit einem bereinigten operativen Ergebnis zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro, nach 6,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Chancen und Risiken aus dem Nahost-Konflikt würden genau beobachtet. Die daraus resultierenden Effekte auf Energie- und Rohstoffpreise sowie mögliche Störungen globaler Lieferketten ließen sich derzeit jedoch nicht zuverlässig beziffern.
DHL spart gegen Krise an – Prognose bestätigt
Der Logistikriese DHL stemmt sich gegen die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs. Der Bonner Konzern steigerte im ersten Quartal den operativen Gewinn (Ebit) durch sein Sparprogramm und Preiserhöhungen um 8,3 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, wie er am Donnerstag mitteilte. Beim Umsatz machten den Bonnern negative Währungseffekte zu schaffen – er schrumpfte um 1,9 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Bereinigt um diese Effekte legte er indes um zwei Prozent zu. Analysten hatten im Mittel mit einem Umsatz von 20,7 Milliarden Euro und einem operativen Gewinn von 1,38 Milliarden Euro gerechnet.
Die Prognose für 2026 bekräftigte der Konzern.„Nach den ersten drei Monaten sind wir auf einem guten Weg, unsere Jahresziele zu erreichen“, sagte Konzernchef Tobias Meyer. „Trotz blockierter Seewege und gesperrter Lufträume halten wir die Lieferketten unserer Kunden am Laufen.“ DHL erwartet im laufenden Jahr damit weiter unter anderem ein operatives Ergebnis von über 6,2 Milliarden Euro.
BNP Paribas übertrifft Erwartungen – Gewinn steigt
BNP Paribas hat im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen und einen Nettogewinn von 3,22 Milliarden Euro erzielt – ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich mehr als die prognostizierten 2,92 Milliarden Euro. Treiber war vor allem das Aktienhandelsgeschäft, dessen Erlöse auf 1,26 Milliarden Euro zulegten, während die Einnahmen im Anleihen- und Währungshandel stabil blieben.
Auf der Kostenseite belasteten höhere Risikovorsorgen von 922 Millionen Euro. Gleichzeitig hält die Bank an ihren Zielen fest, mittelfristig eine Eigenkapitalrendite von über 13 Prozent zu erreichen. Für den Umbau und die Integration der 5-Milliarden-Euro-Übernahme von Axa IM plant BNP Paribas 2026 Kosten von rund 800 Millionen Euro ein, davon etwa 400 Millionen Euro für die Integration. Bis 2030 sollen zudem 350 Milliarden Euro an Nettozuflüssen im Asset Management eingesammelt werden.
KI-Ausgaben bei Meta steigen – Aktienkurs sinkt
Der Facebook-Konzern Meta schraubt nach nur drei Monaten die Ausgaben für Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) noch einmal nach oben. Für das laufende Jahr stellt Meta nun Kapitalinvestitionen zwischen 125 und 145 Milliarden Dollar in Aussicht (rund 107 bis 124 Milliarden Euro).
Die vorherige Spanne lag bei 115 bis 135 Milliarden Dollar. 2025 gab der Konzern vor allem für den Ausbau von KI-Rechenzentren gut 72 Milliarden Dollar aus.
Microsofts KI-Geschäft wächst kräftig – doch die Investoren reagieren enttäuscht
Der wachsende Bedarf an Rechenleistung für Künstliche Intelligenz (KI) gibt Microsoft zusätzlichen Rückenwind. „Wir haben bei Umsatz, Betriebsergebnis und Gewinn pro Aktie die Erwartungen übertroffen“, sagte Amy Hood, die Finanzchefin des Softwarekonzerns, am Mittwoch. Gleichzeitig fiel der Anstieg der Investitionen geringer aus als angenommen.
Das US-Unternehmen steigerte die Cloud-Erlöse im abgelaufenen Quartal um 40 Prozent, nach einem Plus von 39 Prozent im vorangegangenen Berichtszeitraum. Dies lag im Rahmen der Analystenprognosen. Bei der Alphabet-Tochter Google wuchs dieser Geschäftsbereich jedoch um 63 Prozent. Microsoft-Aktien gaben daher im nachbörslichen Handel an der Wall Street knapp zwei Prozent nach.
Samsung erzielt höchsten Gewinn in Unternehmensgeschichte
Samsung Electronics hat dank des anhaltenden KI-Booms seinen höchsten Gewinn seit Unternehmensgründung erzielt. In seinen aktuellen Geschäftszahlen weist Südkoreas größtes Unternehmen einen Betriebsgewinn in Höhe von 57,2 Billionen Won (umgerechnet rund 32,9 Milliarden Euro) für den Zeitraum Januar bis März aus – in etwa das Achtfache des Vorjahreszeitraums.
Samsungs Quartalszahlen haben damit selbst die bereits hohen Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen. Laut einer von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap durchgeführten Umfrage lag der Nettogewinn des Konzerns im Schnitt über 20 Prozent über den Schätzungen der befragten Ökonomen. Die Märkte reagierten positiv auf den Geschäftsbericht: Direkt nach Handelsstart am Donnerstagmorgen Ortszeit stieg der südkoreanische Leitindex Kospi um über 0,7 Prozent an, ehe er wieder etwas fiel.
Ford hebt Jahresprognose nach Zoll-Erstattung an – Materialkosten belasten
Ein milliardenschwerer Anspruch auf Zoll-Rückerstattungen hat dem US-Autobauer Ford zu einem überraschend starken Jahresauftakt verholfen und ihn zu einer Anhebung seiner Prognose bewogen. Der Konzern aus Michigan rechnet im laufenden Jahr nun mit einem bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) zwischen 8,5 und 10,5 Milliarden Dollar, wie er am Mittwoch mitteilte. Ford hatte 8,0 bis 10,0 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Im ersten Quartal verbuchte das Unternehmen einen Nettogewinn von 2,5 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 43,3 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 66 Cent weit über den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 19 Cent gerechnet hatten.
Hintergrund des Gewinnsprungs ist ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA vom Februar, das einige Zölle aus der Amtszeit von Präsident Donald Trump kippte. Dies bescherte Ford eine Entlastung von 1,3 Milliarden Dollar, die im ersten Quartal als Buchgewinn erfasst wurde. Die Ford-Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund zwei Prozent zu.
Amazon mit starkem Cloud-Wachstum – Gewinnausblick enttäuscht
Ein wachsender Bedarf an KI-Anwendungen hat Amazon zu einem überraschend deutlichen Wachstum verholfen. Die Cloud-Tochter Amazon Web Services (AWS) habe ihren Umsatz im ersten Quartal um 25 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar gesteigert, sagte Andy Jassy, der Chef des Online-Händlers, am Mittwoch. Dies sei der stärkste Zuwachs seit 15 Quartalen.
Die Konzernerlöse wuchsen weiteren Angaben zufolge um 17 Prozent auf 181,5 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn habe um fast 30 Prozent auf 23,9 Milliarden Dollar zugelegt. Die Aktien von Amazon fielen im nachbörslichen Handel an der Wall Street dennoch um zwei Prozent. Anleger reagierten enttäuscht auf den Gewinnausblick für das laufende Quartal. Der US-Konzern prognostizierte ein Betriebsergebnis zwischen 20 und 24 Milliarden Dollar. Der Mittelwert von 22 Milliarden Dollar liegt unter den bisherigen Markterwartungen.
Kräftiges Cloud-Wachstum gibt Alphabet Rückenwind
Ein überraschend kräftiges Wachstum der wichtigen Cloud-Sparte hat Alphabet zu einem Quartalsergebnis über Markterwartungen verholfen. „Das Jahr 2026 hat hervorragend begonnen“, sagte Sundar Pichai, der Chef des Internetkonzerns, am Mittwoch. „Unsere Investitionen in KI beflügeln jeden Bereich unseres Unternehmens.“ Die Cloud-Erlöse stiegen den Angaben zufolge um 63 Prozent auf rund 20 Milliarden Dollar. Der Konzernumsatz legte währungsbereinigt um 19 Prozent auf 109,90 Milliarden Dollar zu und der Gewinn verdoppelte sich nahezu auf 5,11 Dollar je Aktie. Anteilsscheine der Google-Mutter Alphabet verteuerten sich daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um vier Prozent.



