Insight Innovation: Weniger Kekse, mehr Facelifts – Diätspritzen verändern den Konsum
Abnehmspritzen: Veränderung im Konsumverhalten. Foto: Getty Images (3), picture alliance, Reuters, PR, Unsplash [M]
Frankfurt, Düsseldorf. Nur 430 Kalorien und zwölf Gramm Fett hat das Gericht „Gegrillte Hähnchenbrust mit Zitrone, Kartoffelpüree und Broccolini“ – dafür 56 Gramm Protein und vier Gramm Ballaststoffe. Die Restaurantkette Cuba Libre hat eine Speisekarte „GLP-Wonderful“ eingeführt, speziell für Nutzer von Abnehmspritzen. Deren Wirkstoff ahmt das Hormon „Glucagon-like Peptid-1“ oder GLP-1 nach, das den Appetit zügelt.
Den Speiseplan hat Cuba Libre mit einem Adipositas-Spezialisten entwickelt. Eine Erkenntnis: Die Gerichte müssen geschmacksintensiv und bunt sein, um den Appetit anzuregen. Denn der Geschmackssinn verändert sich mit der Einnahme der Mittel: Steak und Würstchen schmecken für viele metallisch, anderes bitter oder fade. „Ozempic-Zunge“ heißt das im Fachjargon – Ozempic, eigentlich ein Mittel gegen Diabetes, hat den Trend zu den Abnehmspritzen gesetzt.
Cuba Libre ist kein Einzelfall: Auch die amerikanische Restaurantkette Olive Garden hat „leichtere Portionen“ eingeführt, ebenso die Kuchenkette Cheese Cake Factory. Sternerestaurants wie Otto’s in London bieten kleinere Menüs für Spritzennutzer. Andere Anbieter setzen auf Gerichte zum Teilen.
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