Interview: Rüstungsexperte Loesekrug-Pietri: „KI-Einsatz ändert den Krieg fundamental“

Interview: Rüstungsexperte Loesekrug-Pietri: „KI-Einsatz ändert den Krieg fundamental“

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André Loesekrug-Pietri: „KI-Einsatz ändert den Krieg fundamental“

Mit „Maven“ setzt das US-Militär im Iran-Krieg erstmals KI im großen Stil ein. Der Chef der europäischen Innovationsagentur Jedi fordert die Europäer auf, technologisch aufzuholen.Markus Fasse 07.04.2026 – 17:59 Uhr
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Andre Loesekrug-Pietri, KI-System für das Militär: „Geschwindigkeit ist im modernen Konflikt entscheidend. Foto: Getty Images, Palantir [M]

München. US-Präsident Donald Trump droht nach Ablauf seines Ultimatums in der Nacht zum Mittwoch mit einer massiven Ausweitung der Angriffe auf den Iran. In dem Krieg nutzen die US-Streitkräfte erstmals auch Künstliche Intelligenz (KI) im großen Stil, wie André Loesekrug-Pietri, Chef der europäischen Innovationsagentur Jedi, erklärt. „Das verändert den Krieg fundamental“, sagt der deutsch-französische Rüstungsmanager im Interview mit dem Handelsblatt. Zum Einsatz komme die Plattform „Maven“, die federführend von Palantir entwickelt wird. „Das erhöht die Geschwindigkeit erheblich – und Geschwindigkeit ist im modernen Konflikt entscheidend.“

Europa versucht, technologisch gegenzuhalten. Loesekrug-Pietri hält Teile der Rüstungsbeschaffung jedoch für Aktionismus: „Wir investieren enorme Mittel in die falschen Bereiche.“ Mit Blick auf die laufende Beschaffung von Tausenden neuen Panzern, wie sie auch die Bundeswehr plant, warnt er: „Panzerkolonnen sind in einer Drohnenlandschaft richtige Särge.“ Das Dilemma liege vor allem an der Art der staatlichen Auftragsvergabe. „Wenn man etablierte Hersteller nach der Zukunft fragt, entwickeln sie bestehende Konzepte weiter“, sagt Loesekrug-Pietri.

Der ehemalige Berater des französischen Verteidigungsministeriums fordert ein Umdenken. „Es fehlt einfach der Mut, schlechte Projekte konsequent einzustellen“, sagt Loesekrug-Pietri mit Blick auf Vorhaben wie die „Eurodrohne“. Das von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien gemeinsam entwickelte, unbemannte Luftfahrtsystem komme zu spät und sei viel zu teuer. Vielmehr müssten die europäischen Staaten gemeinsame Datenräume und Systeme für Künstliche Intelligenz aufbauen, um strategisch unabhängig von den USA und China handeln zu können.

Hier lesen Sie das gesamte Interview mit André Loesekrug-Pietri:

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