Trump droht Medien mit Gefängnisstrafen wegen Berichterstattung
Der US-Präsident verlangt von einem Nachrichtenmedium, seine Quelle zur Rettung eines abgeschossenen Piloten im Iran preiszugeben. Wer nicht kooperiert, soll ins Gefängnis kommen.
Donald Trump erhöht den Druck auf die Medienlandschaft: Der US-Präsident kündigte an, gegen das Nachrichtenunternehmen vorzugehen, das über die Rettung eines Kampfjet-Piloten im Iran berichtet hatte. Die Namen der Informanten sollen offengelegt werden – andernfalls droht Haft. Trump argumentiert mit Gründen der nationalen Sicherheit.
Nach Trumps Darstellung habe die Veröffentlichung die Rettungsmission gefährdet. Durch den Bericht sei dem Iran deutlich geworden, dass noch ein zweites Besatzungsmitglied vermisst werde, was die Suche erschwert habe. Allerdings hatten iranische Medien bereits vor großen US-Nachrichtenagenturen über den Fall berichtet.
Die Drohung gegen die Presse wird von Pressefreiheits-Organisationen scharf kritisiert. Experten weisen darauf hin, dass die Veröffentlichung von durchgestochenen Regierungsinformationen ein verfassungsmäßig geschütztes Recht sei – unabhängig von Sicherheitsbedenken. Dies ist nicht Trumps erster Angriff auf Journalisten: Auch das Pentagon führt neue Regeln ein, die Reportern ihre Akkreditierung entziehen können, wenn sie ohne Genehmigung berichten. US-Medienhäuser wehren sich juristisch gegen solche Maßnahmen.