+++ Iran-Krieg +++: US-Militär: Blockade iranischer Häfen umgesetzt

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Iran-Krieg: Pakistanischer Militärchef in Teheran eingetroffen

Live-BlogRohöltanker passiert Straße von Hormus +++ Merz reist persönlich zur Hormus-Konferenz nach Paris +++ Weißes Haus dementiert Berichte über Forderung nach Waffenruhe +++ Der Newsblog. 15.04.2026 – 20:03 Uhr aktualisiert
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Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi (r.) empfängt den pakistanischen Militärchef Asim Munir: In Teheran sollen weitere Verhandlungen vorbereitet werden. Foto: AFP

US-Regierung dementiert Bericht über Forderung nach Waffenruhe

Berichte, wonach das Weiße Haus eine Waffenruhe im Iran-Krieg gefordert habe, sind laut der Sprecherin des US-Präsidialamts, Karoline Leavitt, falsch. Die Gespräche über eine zweite Verhandlungsrunde mit den Iranern seien produktiv. Diese Verhandlungen dürften wahrscheinlich wieder in Pakistan stattfinden.

UN geben zehn Millionen Euro für Iran-Notfallhilfe frei

Die Vereinten Nationen (UN) stellen Notfallhilfe für die vom Krieg betroffene Bevölkerung im Iran bereit. Er habe umgerechnet gut zehn Millionen Euro aus dem Globalen Notfallfonds der UN zugeteilt, erklärte Nothilfekoordinator Tom Fletcher. Tausende Zivilisten seien getötet, Infrastruktur zerstört und lebenswichtige Dienste unterbrochen worden. „Diese Finanzierung wird unseren Partnern helfen, lebensrettende Hilfe im großen Maßstab zu leisten“, meinte er.

Schon vor Wochen hatte Fletcher vor den Folgen des Iran-Kriegs für dringend hilfsbedürftige Menschen gewarnt. Millionen Menschen seien in Gefahr. Humanitäre Hilfsgüter erreichten das Land wegen der Zerstörung und Behinderung von Verkehrswegen nur verzögert. Lebensmittel, Medikamente, Düngemittel und andere Hilfsgüter ließen sich schwerer transportieren und ihre Lieferung werde teurer.

Weiter Kämpfe zwischen Israel und Hisbollah

Trotz wachsender Hoffnung auf eine Waffenruhe beschießen sich das israelische Militär und die Hisbollah im Libanon weiter gegenseitig. 

In der umkämpften Stadt Bint Dschubail im Südlibanon kam es nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen weiter zu heftigen Gefechten zwischen israelischen Truppen und Hisbollah-Kämpfern. Auch aus Ortschaften nahe der Küstenstadt Tyrus wurden schwere Artillerieangriffe gemeldet. Zudem flog die israelische Luftwaffe weitere Angriffe im Süden des Landes. Nach israelischen Medienberichten feuerte die Hisbollah erneut Dutzende Raketen auf den Norden Israels ab.

Das Gesundheitsministerium in Beirut meldete darüber hinaus, dass bei israelischen Angriffen bei Nabatija im Süden des Landes drei Sanitäter getötet worden seien. Das Ministerium verurteilte dies scharf. Nach libanesischen Angaben ist es bereits mehrfach zu Angriffen auf Mitarbeiter im Gesundheitswesen gekommen. Israel wirft der Hisbollah vor, Krankenwagen und medizinische Einrichtungen für militärische Ziele zu missbrauchen. Nach Angaben der israelischen Armee wurden binnen 24 Stunden mehr als 200 Hisbollah-Ziele im Süden des Libanons getroffen. 

Pakistanischer Militärchef in Teheran eingetroffen

Der pakistanische Militärchef Asim Munir ist in der iranischen Hauptstadt Teheran eingetroffen. Der Besuch sei „Teil der laufenden Vermittlungsbemühungen“, teilte das Militär am Mittwoch mit. Details wurden nicht genannt. Aus pakistanischen Regierungskreisen verlautete, es gehe darum, eine zweite Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den USA zu ermöglichen.

Rohöltanker passiert Straße von Hormus 

Ein unter maltesischer Flagge fahrendes Schiff habe als erster Rohöltanker seit Beginn der US-Blockade iranischer Häfen in westlicher Richtung die Straße von Hormus durchquert. Das geht aus Daten des Schiffsverfolgungsdienstes MarineTraffic hervor. Die Ankunft der „VLCC Agios Fanourios I“ im irakischen Basra wurde für Donnerstag erwartet. MarineTraffic zufolge hatte der Tanker nach einem ersten Versuch fast zwei Tage lang im Golf von Oman geankert und dann einen neuen Anlauf genommen.

Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom des US-Militärs teilte derweil am Mittwoch auf der Plattform X mit, in den ersten 48 Stunden der US-Seeblockade sei es keinem Schiff gelungen, an der US-Marine vorbeizukommen. Neun Schiffe seien angewiesen worden umzukehren und sich wieder in Richtung eines iranischen Hafens oder der iranischen Küste zu bewegen.

Centcom-Kommandeur Admiral Brad Cooper hatte in einem weiteren X-Beitrag erklärt, die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet und den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht. Rund 90 Prozent der Wirtschaft der Islamischen Republik seien vom Seehandel abhängig.

USA und Iran erwägen offenbar Verlängerung der Waffenruhe

Die USA und der Iran erwägen einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, ihre Waffenruhe um zwei Wochen zu verlängern.

Israelisches Sicherheitskabinett berät Waffenruhe im Libanon

Das Sicherheitskabinett des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu kommt nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters heute um 20.00 Uhr (19.00 Uhr MESZ) zusammen. Dabei soll über eine mögliche Waffenruhe im Libanon beraten werden.

Finanzminister warnen vor Auswirkungen des Nahostkonflikts

Der Nahostkonflikt wird den Finanzministern von mehr als zehn Ländern zufolge das weltweite Wachstum, die Inflation und die Finanzmärkte auch nach einer dauerhaften Beilegung weiterhin belasten. Dies steht in einer gemeinsamen Erklärung, die die britische Regierung während der Frühjahrstagung des IWF und der Weltbank in Washington veröffentlicht. Die Erklärung wurde von den Finanzministern aus Großbritannien, Australien, Japan, Schweden, den Niederlanden, Finnland, Spanien, Norwegen, Irland, Polen und Neuseeland unterzeichnet.


Erneute Feindseligkeiten, eine Ausweitung des Konflikts oder anhaltende Störungen in der Straße von Hormus würden ernsthafte zusätzliche Risiken für die globale Energiesicherheit, die Lieferketten sowie die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität darstellen. Selbst bei einer dauerhaften Lösung des Konflikts werden die Auswirkungen auf Wachstum, Inflation und Märkte anhalten.

Erklärung der Finanzminister

Merz reist persönlich zur Hormus-Konferenz nach Paris

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird bei der am Freitag in Paris stattfindenden Konferenz zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus teilnehmen. Das wurde dem Handelsblatt auf Anfrage aus Regierungskreisen bestätigt. Eingeladen seien nicht-kriegführende Staaten, die bereit sind, sich an einem Einsatz in der Meerenge am Persischen Golf zu beteiligen, „wenn die Sicherheitsbedingungen es erlauben“, teilte das Büro des französischen Präsidenten Emmanuel Macron am Dienstag mit. Geleitet werde die Konferenz von Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer. Weitere Teilnehmer würden per Video zugeschaltet.

US-Präsident Donald Trump hat verbündete Staaten aufgefordert, bei der Öffnung der Meerenge zu helfen, und angesichts der Zurückhaltung der Europäer gedroht, die Nato-Mitgliedschaft seines Landes zu überprüfen.
Frankreich und Großbritannien haben in den vergangenen Wochen daran gearbeitet, Eskorten für Öltanker und Containerschiffe einzurichten – nach Ende des Irankriegs. Nach Angaben von Macrons Büro sind europäische und andere Partner bereit, zu einer „rein defensiven Mission zur Wiederherstellung der Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus“ beizutragen.

USA haben Waffenruhe mit Iran wohl noch nicht verlängert

Die USA haben einem Insider zufolge einer Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran noch nicht offiziell zugestimmt. „Es gibt weiterhin Gespräche zwischen den USA und dem Iran, um eine Einigung zu erzielen“, sagt ein hochrangiger US-Vertreter zu Reuters.

Iran erwartet pakistanische Delegation noch am Mittwoch

Pakistan betätigt sich weiter als Vermittler im Iran-Krieg. Das iranische Außenministerium teilt staatlichen Medien zufolge mit, man erwarte am Mittwoch eine pakistanische Delegation, die Botschaften aus den USA überbringen solle. Ein Datum für eine Fortsetzung der Gespräche zwischen Teheran und Washington stehe jedoch noch nicht fest, berichtet die Nachrichtenagentur Mehr. Seit der Rückkehr der iranischen Delegation aus Pakistan am Samstag laufe der Nachrichtenaustausch weiter. Bei den Gesprächen gehe es um ein vollständiges Ende des Krieges, die Aufhebung von Sanktionen sowie um Entschädigungen für US-israelische Angriffe auf den Iran. Berichte über eine Verlängerung der Waffenruhe bestätigt das Ministerium nicht.

Trump: Iran-Krieg steht kurz vor dem Ende

US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass der Krieg im Iran in Kürze enden wird. Er betrachte den Krieg als beinahe beendet, sagt er in einem am Dienstag aufgenommenen Interview mit dem Sender Fox Business Network. Die Führung in Teheran werde sich auf eine Vereinbarung einlassen. Zudem öffne sich die Straße von Hormus wieder. Zugleich warnt Trump Länder, die den USA ihre Hilfe verweigert haben: Zu diesen Staaten unterhalte man nicht mehr dieselbe Beziehung.

Trump: Habe Chinas Präsidenten Xi gebeten, dem Iran keine Waffen zu liefern

US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Präsidenten Xi Jinping nach eigenen Angaben in einem Brief gebeten, dem Iran keine Waffen zu liefern. Xi habe daraufhin geantwortet, dass China die Regierung in Teheran nicht beliefere, sagte Trump in einem am Dienstag aufgezeichneten Interview mit dem US-Sender Fox Business Network. 

Wann der Briefwechsel stattfand, ließ er offen. Trump hatte in der vergangenen Woche Ländern mit sofortigen Zöllen von 50 Prozent gedroht, sollten sie Waffen an den Iran liefern. Die Entwicklungen auf dem globalen Ölmarkt wegen des Krieges im Iran und der Veränderungen in Venezuela dürften sich Trump zufolge nicht auf sein geplantes Treffen mit Xi im kommenden Monat auswirken.


Er ist jemand, der Öl braucht. Wir nicht.

Donald Trump über Xi Jinping

Er betrachte den Krieg außerdem als beinahe beendet, sagte er dem Sender Fox Business Network weiter. Die Führung in Teheran werde sich auf eine Vereinbarung einlassen. Zudem öffne sich die Straße von Hormus wieder. Zugleich warnt Trump Länder, die den USA ihre Hilfe verweigert haben: Zu diesen Staaten unterhalte man nicht mehr dieselbe Beziehung.

Iran droht wegen Seeblockade mit Angriffen

Irans Militärführung hat angesichts der US-Seeblockade mit einer Wiederaufnahme von Angriffen gedroht. Sollte die Blockade die Sicherheit von iranischen Handelsschiffen und Öltankern bedrohen, werde sie einen Bruch der Waffenruhe einleiten, hieß es in einer Mitteilung der Militärführung, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.

Die Seeblockade durch das US-Militär begann am Montag. Vorgesehen ist, Schiffe zu blockieren, die einen iranischen Hafen anlaufen oder von dort kommen. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, teilte das US-Militär mit. Die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ohne iranischen Start- oder Zielhafen bleibe davon unberührt.

VAE und Iran telefonieren offenbar zu möglicher Deeskalation im Krieg

Der Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Mansur bin Sajid, und der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf haben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM zufolge über eine Deeskalation im Iran-Krieg beraten. Das seltene Telefonat fand vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen statt. Die VAE haben iranische Angriffe auf Golfstaaten als Terrorakte verurteilt und fordern eine bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus.

Lawrow: Russland könnte angereichertes Uran aus Iran einlagern

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat eine Einlagerung von angereichertem Uran aus dem Iran in Russland vorgeschlagen. Moskau sei bereit, bei der Lösung der Frage nach dem Umgang mit dem Uran mitzuwirken, sagte Lawrow bei einem Besuch in China am Mittwoch. Für die Rolle Moskaus seien verschiedene Szenarien denkbar, neben einer Verbringung des Atommaterials nach Russland etwa die Verarbeitung hoch angereicherten Urans zu Brennstoffqualität.

Denkbar sei alles, was für den Iran akzeptabel sei, „ohne – ich wiederhole – sein unveräußerliches Recht zu verletzen, Uran für friedliche Zwecke anzureichern, wie es das Recht jedes anderen Staates ist“, sagte Lawrow in Peking.

Türkei bemüht sich um Verlängerung von US-Iran-Waffenruhe

Die Türkei setzt sich nach den Worten von Präsident Tayyip Erdogan für eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ein. Ankara arbeite daran, die Spannungen abzubauen und die Fortsetzung von Gesprächen zu sichern, sagt Erdogan vor Abgeordneten in Ankara. Die Angriffe Israels auf den Libanon schadeten den Friedenshoffnungen. Das durch die Waffenruhe geschaffene Zeitfenster müsse genutzt werden.

Hisbollah-Abgeordneter: Spaltung im Libanon könnte sich vertiefen

Die Spaltung im Libanon könnte sich laut der Hisbollah wegen der Gespräche zwischen Israel und der libanesischen Regierung vertiefen. Der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah fordert die Regierung auf, diesen Schritt zu überdenken. Die mit dem Iran verbündete Gruppe strebe einen umfassenden Waffenstillstand an und keine Rückkehr zu den fast täglichen israelischen Angriffen und Attentaten, wie es sie nach dem Abkommen auf eine Waffenruhe vom November 2024 gegeben habe, fügt er hinzu.

USA wollen offenbar Tausende weitere Truppen nach Nahost verlegen

Die USA bereiten einem Medienbericht zufolge die Verlegung Tausender weiterer Soldaten in den Nahen Osten vor. Dies solle in den kommenden Tagen geschehen, berichtet die „Washington Post“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute US-Regierungsvertreter. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wolle so den Druck auf den Iran erhöhen, einem Abkommen zuzustimmen. Der Bericht ließ sich zunächst nicht bestätigen.

Nach Iran-Gesprächen: Pakistans Premier reist zu Vermittlern

Inmitten von Spekulationen über weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in Islamabad bricht Pakistans Premier zu einer mehrtägigen Reise in andere Vermittlerstaaten auf. Premierminister Shehbaz Sharif reise nach Saudi-Arabien, Katar und in die Türkei, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums. 

Die viertägige Reise beginne an diesem Mittwoch in Saudi-Arabien mit bilateralen Gesprächen. Auch in Katar seien Gespräche geplant. In der Türkei will Sharif am fünften Diplomatieforum von Antalya teilnehmen und sich mit Präsident Recep Tayyip Erdogan sowie anderen Staatschefs treffen. Saudi-Arabien, Katar und die Türkei sind in den Vermittlungen zwischen den Kriegsparteien eingebunden.

Erste Verhandlungen des Irans und der Vereinigten Staaten in Islamabad waren am vergangenen Wochenende zunächst gescheitert. Aus pakistanischen Diplomatenkreisen heißt es seither, man arbeite an weiteren Gesprächen. Die mehrtägige Reise des Premiers spricht jedoch gegen eine schnelle weitere Verhandlungsrunde in Islamabad.

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif. Reuters

Israel und Hisbollah greifen sich weiter gegenseitig an

Kurz nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten gehen die Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete Tote bei israelischen Luftangriffen in der Nacht und am frühen Morgen im Süden des Landes. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht dazu.

Das israelische Militär teilte derweil am Morgen mit, dass auch die „gezielten Bodeneinsätze“ im Süden des Nachbarlandes andauerten. Ziel sei es, die Bevölkerung im Norden Israels zu schützen. Israelische Bodentruppen und Israels Luftwaffe hätten in den vergangenen Tagen im Libanon Mitglieder sowie militärische Infrastruktur der Hisbollah ins Visier genommen.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah reklamierte ihrerseits mehrere Angriffe auf den Norden Israels für sich. Dort heulten am Morgen wieder mehrfach die Warnsirenen. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie habe am Morgen rund 30 Geschosse aus dem Nachbarland registriert. Ein Mann wurde nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom bei dem Beschuss leicht verletzt.

Lawrow: Russland kann Engpässe bei Öl für China ausgleichen

Russland kann nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow für China eventuelle Ölengpässe wegen des Iran-Kriegs ausgleichen. Das sagte Lawrow in Peking nach einem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete.


Russland kann natürlich den Mangel an Ressourcen ausgleichen, der in China und anderen Ländern entstanden ist, die mit uns auf gleichberechtigte und gegenseitig vorteilhafte Weise zusammenarbeiten wollen.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow

Lawrow warf den USA vor, dass es ihnen bei dem Krieg am Persischen Golf darum gehe, die Kontrolle über das iranische Öl zu gewinnen. 

Die Ölknappheit auf dem Weltmarkt wegen des Iran-Kriegs eröffnet dem großen Ölexporteur Russland Chancen auf Mehreinnahmen. China und Indien sind die wichtigsten Importeure von russischem Öl. Um die Preissteigerungen auf dem Weltmarkt zu dämpfen, hatte US-Präsident Donald Trump für einen Monat auch Sanktionen gegen russische Ölverkäufe ausgesetzt. Seit dem vergangenen Wochenende sind die Beschränkungen aber wieder in Kraft.

Vance rügt Papst und mahnt Leo XIV. zu Vorsicht bei Aussagen

US-Vizepräsident JD Vance hat die Kritik von Papst Leo XIV. am Krieg gegen den Iran zurückgewiesen und erklärt, die Äußerungen des Pontifex basierten nicht auf theologischer Wahrheit. Der Katholik mahnte den Papst, in dieser Frage „vorsichtig“ mit seinen Worten zu sein.

Vance sagte am Dienstag, er bewundere den Papst und habe nichts dagegen, dass dieser sich zu aktuellen Ereignissen äußere. Allerdings widersprach er dessen Haltung zum Konflikt im Nahen Osten. Leo XIV. hatte in der vergangenen Woche in einem Beitrag in sozialen Medien erklärt, Gott segne keinen Konflikt und hinzugefügt: „Wer ein Jünger Christi, des Fürsten des Friedens, ist, steht niemals auf der Seite derjenigen, die einst das Schwert führten und heute Bomben abwerfen.“

Der Vizepräsident fragte bei einer Veranstaltung von Turning Point USA im Bundesstaat Georgia, ob diese Aussage auch für den Zweiten Weltkrieg gelte, als amerikanische Truppen Frankreich von Nazi-Deutschland befreiten und Menschen aus Konzentrationslagern retteten.

Lesen Sie hier mehr über den Konflikt:

Iran nutzte offenbar chinesischen Spionagesatelliten für Angriffe auf US-Stützpunkte

Der Iran hat der „Financial Times“ zufolge heimlich einen chinesischen Spionagesatelliten erworben und damit während des Krieges im Nahen Osten US-Militärstützpunkte in der Region ins Visier genommen. 

Die Zeitung berichtete am Mittwoch unter Berufung auf durchgestochene iranische Militärdokumente,

 die Luft- und Raumfahrtkräfte der Iranischen Revolutionsgarde hätten den Satelliten TEE-01B Ende 2024 übernommen. Dieser sei von dem chinesischen Unternehmen Earth Eye gebaut und ins All gebracht worden. Die iranischen Kommandeure hätten mit dem Satelliten US-Militäranlagen beobachtet. Die Zeitung berief sich dabei auf mit Zeitangaben versehene Koordinatenlisten, Satellitenbilder und Orbitalanalysen.

Dem Bericht zufolge entstanden im März Aufnahmen vor und nach Drohnen- und Raketenangriffen auf diese Standorte. So habe der Satellit am 13., 14. und 15. März Bilder des Luftwaffenstützpunkts Prince Sultan in Saudi-Arabien gemacht. US-Präsident Donald Trump hatte am 14. März bestätigt, dass dort US-Flugzeuge getroffen worden seien. 

Zudem seien der Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti in Jordanien, Gebiete nahe dem Marinestützpunkt der Fünften US-Flotte in Manama in Bahrain sowie der Flughafen Erbil im Irak überwacht worden. Dies sei etwa zu der Zeit geschehen, als die iranische Revolutionsgarde erklärte, sie habe Einrichtungen in diesen Gebieten attackiert.

USA sehen Fortschritte in Iran-Verhandlungen

US-Vizepräsident JD Vance gibt sich zuversichtlich über den Verlauf der Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Krieges. Es gebe zwar viel Misstrauen zwischen Washington und Teheran, das nicht über Nacht gelöst werden könne, sagt Vance bei einer Veranstaltung. Die iranischen Unterhändler wollten jedoch eine Einigung erzielen. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was unsere Position angeht“, sagte er. Die Gespräche könnten nach Angaben von Präsident Donald Trump in den kommenden zwei Tagen in Pakistan wiederaufgenommen werden. Eine fragile zweiwöchige Waffenruhe läuft noch eine Woche.

US-Vizepräsident JD Vance. Reuters

HB

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