Iran-Krieg: US-Senator wirft Trump Realitätsverlust vor – „Wir verlieren diesen Krieg“
US-Senator Chris Murphy: Scharfe Kritik an Trump. Foto: dpa
Wadephul: Deutschland zu einem Beitrag zur Absicherung der Seewege bereit
Außenminister Johann Wadephul stellt laut einem Medienbericht einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung der Seehandelswege im Nahen Osten in Aussicht. „Wir haben – wie die USA und andere – ein Interesse daran, dass die Handelswege im Persischen Golf und im Roten Meer wieder geöffnet werden“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. „Und natürlich sind wir prinzipiell bereit, uns an einer Absicherung der Seewege zu beteiligen.“ Die Regierung spreche über den deutschen Beitrag mit einer größeren Gemeinschaft von Staaten, „wenn der militärische Konflikt beigelegt ist und die rechtlichen Voraussetzungen dafür vorliegen. So weit sind wir bedauerlicherweise noch nicht.“
Trump droht mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke im Iran
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der weiteren Zerstörung von wichtiger Infrastruktur. „Unsere Streitkräfte, die größten und stärksten der Welt, haben noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig ist. Als nächstes kommen Brücken, dann Kraftwerke“, schreibt der US-Präsident in den sozialen Medien. „Die neue iranische Führung weiß, was getan werden muss, und zwar schnell!“, fügt er hinzu.
Haltung zum Iran-Krieg: Vance und Rubio nicht unbedingt einer Meinung
Bei einem Treffen seines Kabinetts hat US-Präsident Donald Trump Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance vergangene Woche gebeten, ihn über den aktuellen Stand des Iran-Kriegs zu informieren. Der als Falke geltende Rubio verteidigte den Krieg leidenschaftlich und bezeichnete ihn als „Gefälligkeit“ gegenüber den USA und der Welt. Vance, der sich seit langem für Zurückhaltung bei militärischen Interventionen der USA im Ausland einsetzt, zeigte sich bedächtiger. Er sagte, die USA hätten jetzt andere Optionen als vor einem Jahr, und es sei wichtig, dass der Iran keine Atomwaffe erlange – bevor er dann zu Ostergrüßen für die Soldaten überging.
Die Äußerungen zeigten in Kurzfassung ihre unterschiedliche Haltung gegenüber dem Krieg, den ihr Chef im Iran begonnen hat. Vance und Rubio gelten als die aussichtsreichsten potenziellen Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur aufseiten der Republikaner für die Wahl 2028. Beide müssen ihre Rolle in der Trump-Regierung mit ihren politischen Plänen in Einklang bringen.
US-Völkerrechtsexperten: Angriffe auf den Iran könnten Kriegsverbrechen sein
Mehr als 100 Völkerrechtsexperten aus den USA bezeichnen die US-Angriffe auf den Iran in einem offenen Brief als mögliche Kriegsverbrechen. In dem Brief heißt es, das Verhalten der US-Streitkräfte und Äußerungen hochrangiger US-Vertreter gäben Anlass zu „ernsthaften Bedenken hinsichtlich Verstößen gegen das internationale Menschenrecht und das humanitäre Völkerrecht, einschließlich möglicher Kriegsverbrechen“.
Der Brief verweist insbesondere auf eine Äußerung von Präsident Donald Trump von Mitte März, wonach die USA Angriffe auf den Iran „nur zum Spaß“ ausführen könnten. Zudem wird eine Aussage von Verteidigungsminister Pete Hegseth von Anfang März zitiert, wonach die USA nicht mit „dummen Einsatzregeln“ kämpften. Der Brief der Juristen von Elite-Universitäten wie Harvard, Yale und Stanford wurde auf der Webseite der Fachzeitschrift „Just Security“ veröffentlicht.
Wadephul „besorgt“ über Aussagen Trumps zu möglichem Nato-Austritt der USA
Bundesaußenminister Johann Wadephul ist beunruhigt über Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen Austritt der Vereinigten Staaten aus der Nato. „Natürlich besorgen mich solche Aussagen“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. „Die Nato ist für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland genau wie für die Sicherheit aller Bündnispartner von enormer Wichtigkeit“, sagte Wadephul demnach. Die Welt sei unsicherer geworden. Deswegen müsse das Bündnis umso mehr zusammenstehen. Die Nato sei das erfolgreichste Verteidigungsbündnis der Welt.
UN-Sicherheitsrat stimmt über Schutz von Schiffen in der Straße von Hormus ab
Nach Angaben von Diplomaten will der UN-Sicherheitsrat am Freitag über eine von Bahrain eingebrachte Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in und um die Straße von Hormus abstimmen. Der von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehene Resolutionsentwurf würde „alle notwendigen defensiven Mittel“ zum Schutz der Handelsschifffahrt für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten genehmigen. China hat sich jedoch bereits gegen eine Ermächtigung zur Gewaltanwendung ausgesprochen. Der chinesische UN-Gesandte Fu Cong sagte am Donnerstag, dies wäre die „Legitimierung des unrechtmäßigen und wahllosen Einsatzes von Gewalt, was unweigerlich zu einer weiteren Eskalation der Lage und zu ernsten Konsequenzen führen würde“. China kann im Sicherheitsrat ein Veto einlegen.
Mehrere Golfstaaten unterstützen Hormus-Resolution
Mehrere arabische Golfstaaten haben sich hinter einen Resolutionsentwurf für eine notfalls robuste Gewährleistung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus gestellt. Bei einem Treffen des UN-Sicherheitsrats am Donnerstag sagte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Dschassim Albudaiwi, der Iran habe mit seinen Vergeltungsangriffen auf Nachbarstaaten „alle roten Linien“ überschritten.
Huthi reklamieren Raketenangriff auf Israel für sich
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat einen weiteren Raketenangriff auf Israel für sich reklamiert. Es habe sich um eine gemeinsame Operation mit Teheran und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah gehandelt. Ein Sprecher der Miliz aus dem Jemen erklärte in einer vorab aufgezeichneten Botschaft, das Eingreifen der Huthi in den Krieg erfolge schrittweise. Man werde „auf weitere Entwicklungen je nach Eskalation oder Deeskalation des Feindes reagieren“.
Zuvor hatte das israelische Militär mitgeteilt, dass eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete abgefangen worden sei. Die Huthi hatten in den US-israelischen Krieg gegen den Iran, der am 28. Februar begann, erstmals am Samstag eingegriffen. Beobachter befürchten, dass sie wie in der Vergangenheit wieder die Handelsschifffahrt im Roten Meer ins Visier nehmen oder Ölanlagen am Persischen Golf attackieren könnten.
„Wir verlieren diesen Krieg“: Senator sieht Realitätsverlust Trumps
Der US-Senator Chris Murphy hat Präsident Donald Trump nach dessen Ansprache zum Iran-Krieg Realitätsverlust attestiert. Trumps Rede am Mittwochabend (Ortszeit) entstamme einer Realität, „die nur in Donald Trumps Vorstellung existiert“, sagte der Demokrat. „Wir verlieren diesen Krieg“, erklärte er.
„Wir können weder all ihre Raketen und Drohnen noch ihr Atomprogramm zerstören. Der Iran übt in der Region mehr Macht aus als vor dem Krieg, insbesondere wenn er nun die Straße von Hormus dauerhaft kontrolliert“, sagte Murphy. „Wir geben Milliarden aus, die wir nicht haben, und verlieren amerikanische Leben in einem Krieg, der die Welt destabilisiert und uns verantwortungslos erscheinen lässt.“
Krisengespräch zu Straße von Hormus – Mehr Druck auf Iran angestrebt
Bei der Krisensitzung zur vom Iran weitestgehend blockierten Straße von Hormus haben die teilnehmenden Länder unter anderem über mögliche weitere Sanktionen gegen Teheran gesprochen. Das teilte das britische Außenministerium nach dem von Großbritannien einberufenen Online-Treffen mit Vertretern von mehr als 40 Ländern mit. Außenministerin Yvette Cooper sprach von einer Entschlossenheit vieler Länder zur Öffnung der für den weltweiten Handel wichtigen Meeresenge. Konkrete Schritte blieben jedoch vorerst aus.
Bei dem Treffen wurden den Angaben nach Maßnahmen zur Erhöhung des Drucks auf den Iran besprochen, darunter auch wirtschaftliche und politische „wie beispielsweise Sanktionen“, sollte die Straße von Hormus geschlossen bleiben. Schon jetzt gibt es allerdings zahlreiche Sanktionen gegen den Iran, etwa im Energiesektor.
Eine weitere Maßnahme könnte der Mitteilung zufolge die Zusammenarbeit mit der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) sein, „um sicherzustellen, dass die ersten gestrandeten Schiffe wieder in Fahrt kommen können“. Die IMO gab zuletzt bekannt, bereits an Evakuierungsplänen für die zahlreichen festsitzenden Schiffe und Seefahrer zu arbeiten.
Stahlwerk bei Isfahan nach Angriffen außer Betrieb
Nach neuen Luftangriffen auf die Stahlindustrie im Iran hat ein Werk bei Isfahan seinen Betrieb eingestellt. Das Ausmaß der Schäden und die Zerstörungen an den Einrichtungen haben zum vollständigen Stillstand der Produktionslinien geführt, wie die Zeitungen „Shargh“ und „Hammihan“ unter Berufung auf eine Mitteilung des Stahlkonzerns Mobarakeh berichteten. Die Mitarbeiter wurden demnach angewiesen, ihre Arbeit niederzulegen. Israel und die USA zielen nach mehr als vier Wochen Krieg inzwischen auch auf zivile Infrastruktur und Industriegebiete.
Die Stahlindustrie zählt zu den Schlüsselbranchen im Iran und spielt eine zentrale Rolle etwa in der Automobilproduktion oder dem Rüstungsbereich. Das Werk Mobarakeh bei Isfahan ist dabei der größte Stahlproduzent des Landes und ein wichtiger Pfeiler der inländischen Versorgung. Vor dem Hintergrund internationaler Sanktionen hat Iran seine Stahlproduktion gezielt ausgebaut, um unabhängiger von Importen zu werden. In dem Werk bei Isfahan sind mehr als 10.000 Menschen beschäftigt.
Russland: Straße von Hormus ist für uns offen
Die Straße von Hormus ist nach Angaben des Kreml-Beraters Juri Uschakow für Russland nicht gesperrt. „Sie ist für uns offen“, sagt Uschakow nach Angaben der russischen Agentur Interfax im Staatsfernsehen. Die Agentur Tass berichtet, Außenminister Sergej Lawrow habe mit seinem iranischen Amtskollegen telefoniert. Themen seien die Lage in Nahost und die Situation in der Straße von Hormus gewesen. Details dazu wurden zunächst nicht genannt.
Israel meldet Tötung von iranischem Öl-Kommandeur in Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen weiteren ranghohen iranischen Kommandeur getötet. Bei dem Angriff in der iranischen Hauptstadt Teheran sei Dschamschid Eshaghi in dieser Woche ums Leben gekommen. Er sei Kommandeur des „Öl-Hauptquartiers“ der iranischen Streitkräfte gewesen, hieß es weiter in der Mitteilung. Dieses ermögliche dem iranischen Machtapparat die Fortsetzung seiner Aktivitäten und seines militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen.
Eshagi sei auch für die Bereitstellung finanzieller Mittel für Verbündete des Irans in der Region verantwortlich gewesen, darunter die libanesische Hisbollah sowie die Huthi-Miliz im Jemen. Eshaghi war auf einer Sanktionsliste des US-Finanzministeriums aufgelistet und dort als weltweit agierender Terrorist eingestuft.
Israel hat im Iran-Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter den obersten Führer Ali Chamenei.
Außenminister Bahrains hofft auf UN-Abstimmung zum Iran am Freitag
Der bahrainische Außenminister Abdullatif al-Sajani hofft auf eine baldige Abstimmung des UN-Sicherheitsrats über einen Resolutionsvorschlag zur Öffnung der durch den Iran-Krieg weitgehend blockierten Straße von Hormus. „So Gott will“, werde es am Freitag dazu kommen, sagte al-Sajani, dessen Land derzeit den Vorsitz des mächtigsten UN-Gremiums innehat. Bahrain hoffe auf eine gemeinsame Position der 15 Ratsmitglieder. Allerdings haben Russland und China Zweifel am Text des Resolutionsentwurfs angemeldet.
Al-Sajani hat dem Iran vorgeworfen, mit der Blockade der Meerenge, die eine wichtige Lieferpassage insbesondere für Öl und Gas ist, die Weltwirtschaft zu bedrohen. Das Vorgehen der Islamischen Republik verstoße gegen internationales Recht, gefährde die Energiesicherheit und den Welthandel, sagte er. Vertreter Bahrains, Russlands und Chinas verhandeln seit Tagen hinter geschlossenen Türen über den Resolutionsentwurf.
Zuletzt wandten China und Russland am Donnerstag ein, dass eine Formulierung, die den Einsatz aller notwendigen Mittel für den Schutz der kommerziellen Schifffahrt autorisiere, noch immer zu weit gehe. So schilderte es ein UN-Diplomat, der anonym bleiben wollte.
Trump zu zerstörter Brücke im Iran: Viel mehr wird folgen
Nach der Bombardierung einer wichtigen Autobahnbrücke bei Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht. „Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!“, schrieb er auf der Online-Plattform Truth Social und postete ein kurzes Video dazu, das die zerstörte Brücke vor einem Bergmassiv und dichte Rauchschwaden zeigt. Der Iran sollte sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, so Trump.
Es handelt sich um eine wichtige Autobahnbrücke in der Großstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran. Iranische Medien hatten zuvor von dem Luftangriff berichtet. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran.
Trump hatte zuvor weitere heftige Angriffe gegen den Iran angekündigt. „Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören“, sagte er in einer Rede an die Nation. Bei vielen Iranerinnen und Iranern, auch Regierungsgegnern, löste dies große Empörung aus.
Kampfansage des Huthi-Chefs gegen Israel und USA: Werden dem Feind „nicht tatenlos zusehen“
Der Anführer der jemenitischen Huthi-Miliz hat eine Kampfansage gegen Israel und die USA abgesetzt. „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie der Feind seine Ziele erreicht, und wir werden auch nicht die ganze Last anderen überlassen, als ob es uns nicht betreffe“, sagte Abdul Malik al-Huthi in einer Rede, die am Donnerstag im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Für Freitag forderte er zu Solidaritätskundgebungen mit dem Iran in der Hauptstadt Sanaa auf.
Seine Miliz habe sich an Operationen Teherans gegen die USA und Israel beteiligt und dabei Raketen und Drohnen eingesetzt, sagte al-Huthi. Er lobte Angriffe des Irans auf Interessen der USA und Israels in der Region, etwa wichtige Militärstützpunkte. Die gemeinsamen Operationen mit dem Iran würden fortgesetzt, erklärte er.
Neuer Raketenangriff des Irans auf Tel Aviv
Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Irans staatlicher Rundfunk berichtete von einer weiteren Angriffswelle auf die Küstenstadt Tel Aviv. In der Metropole sowie in Jerusalem gab es erneut Raketenalarm, Menschen eilten in Schutzräume.
Nach ersten Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurde aber niemand verletzt. Bei einem Raketenangriff der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz wurde nach Medienberichten in der Stadt Naharija im Norden Israels ein Kindergarten getroffen. Dabei gab es aber den Angaben zufolge keine Verletzten.
Revolutionsgarde beschriftet Raketen mit Anti-Trump-Botschaften
Das iranische Staatsfernsehen hat ein Video ausgestrahlt, das Mitglieder der paramilitärischen Revolutionsgarde beim Beschriften von Raketen mit Anti-Trump-Botschaften zeigt. Eine der gegen den US-Präsidenten gerichteten Aufschriften nutzte dabei das von Donald Trump häufig eingesetzte Stilmittel der Großschreibung: „Dank an all jene, selbst in Amerika, die den Krieg der KRIMINELLEN BANDE IM WEISSEN HAUS verurteilen.“ Eine weitere nahm Bezug auf die Affäre um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
Libanesischer Regierungschef warnt vor Plänen Israels für Pufferzone
Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam ist israelischen Plänen für eine Ausweitung der Pufferzone im Süden des Libanons entgegengetreten. Äußerungen von Regierungs- und Militärvertretern deuteten darauf hin, dass Israel die „Besatzung libanesischen Territoriums“ erheblich ausdehnen wolle, sagte Salam am Donnerstag. Er sprach von gefährlichem Gerede über Pufferzonen und Sicherheitsgürtel. Zudem verwies er darauf, dass der wieder aufgeflammte Konflikt zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon mehr als eine Million Menschen zu Flüchtlingen gemacht habe.
Es sei deutlich geworden, dass die israelische Aggression gegen den Libanon nicht auf die laufenden Operationen seit der Waffenruhe vom November 2024 begrenzt bleiben werde, teilte Salam nach einem Kabinettstreffen mit.
Macron kritisiert Trump: Nato-Vertrauen in Gefahr
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wirft US-Präsident Donald Trump vor, das Vertrauen in die Nato zu schwächen. Bei einem Staatsbesuch in Seoul betonte Macron, dass Allianzen auf stillschweigendem Vertrauen beruhen – wer Verträge ständig infrage stellt, gefährdet deren Stabilität. Damit deutet Macron auf Trump. Dessen jüngste Andeutungen eines Nato-Austritts und die Kritik von Außenminister Marco Rubio an der Allianz im Iran-Konflikt sorgen nach Macrons Worten für Unsicherheit in Europa.
Frankreich sei nicht in militärische Aktionen im Iran involviert, erklärte Macron und warnte vor den Folgen der eskalierenden Rhetorik für die Allianz. Gemeinsam mit Japans Premier Sanae Takaichi sprach er sich für eine Waffenruhe und sichere Handelswege aus. Persönliche Spitzen Trumps gegen Macrons Ehefrau wies der Präsident als unangemessen zurück, äußerte sich dazu aber nicht weiter.
Irak exportiert Treibstoff über Syrien
Der Irak hat angesichts der Blockade der Straße von Hormus mit Treibstofföl-Exporten auf dem Landweg über Syrien begonnen. 178 Tankwagen haben den Terminal Banijas nach Behördenangaben vom Donnerstag bereits erreicht. Insgesamt 299 Lastwagen sollten Lieferungen transportieren, hieß es. Das irakische Ölministerium teilte mit, durch die Maßnahme solle der Export angesichts steigender Gefahren für den Schiffverkehr im Persischen Golf aufrechterhalten und für staatliche Einnahmen gesorgt werden. Das syrische Staatsfernsehen meldete ebenfalls die Ankunft der Öltanker in Banijas.
Die Lastwagen fahren den Angaben zufolge über den Grenzübergang Tanf zur syrischen Mittelmeerküste. Wie das Ministerium mitteilte, soll das Exportvolumen nach und nach zunehmen. Man stimme sich dabei mit Syrien ab. Der Irak hat auch Rohölexporte über den türkischen Hafen Ceyhan aufgenommen.
Pharmaindustrie warnt vor Helium-Engpässen durch Irankrieg
Die deutsche Pharmaindustrie warnt vor den Folgen eines andauernden Iran‑Kriegs für die Arzneiversorgung. Wegen der drohenden Knappheit von Helium und anderen chemischen Ausgangsstoffen gerieten zentrale Analyse‑ und Produktionsprozesse unter Druck, die quer durch die Herstellung von Tabletten, Infusionen und modernen Biologika benötigt würden, teilte der Verband Pharma Deutschland mit.
Helium wird in der Pharmaindustrie vor allem für Qualitätskontrollen eingesetzt. Wenn das Gas knapp und teuer werde, gerieten diese ins Stocken. „Helium ist ein kritischer Querschnittsrohstoff – Deutschland ist nahezu vollständig auf Importe angewiesen, die zu einem großen Teil durch die Straße von Hormus laufen“, sagte Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland.
Israel tötet viele Hisbollah-Mitglieder – Miliz feuert 50 Geschosse auf Nordisrael ab
Israels Armee hat bei Angriffen am Boden, aus der Luft und vom Meer aus etliche Mitglieder der libanesischen Hisbollah getötet. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 40 Mitglieder der vom Iran unterstützten Miliz im Nachbarland getötet worden, teilte das israelische Militär in einer Erklärung am Mittag mit. Aus Kreisen der Hisbollah hieß es ebenfalls, Dutzende Kämpfer seien bei Nahkämpfen mit israelischen Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete, Israels Armee dringe weiter im Südlibanon vor. Israels Armee erklärte, Bodentruppen hätten dort Dutzende Ziele der Schiitenorganisation Hisbollah zerstört, darunter Beobachtungsposten und Raketenabschussrampen. Die israelische Luftwaffe griff den Angaben zufolge ebenfalls Dutzende Stellungen wie etwa Waffenlager im Nachbarland an.
Bei schweren israelischen Luftangriffen und Artilleriebeschuss seien im Laufe des Tages in den Grenzorten Taiba und Chiam weitere Häuser zerstört worden, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen weiter. Den Angaben zufolge sind unter anderem in Chiam bereits ganze Wohnviertel zerstört worden.
Die Hisbollah feuerte am Morgen und Vormittag wieder Geschosse auf Nordisrael. Dort gab es mehrfach Raketenalarm. Israels Armee erklärte auf Anfrage, sie könne rund 50 Geschosse bestätigen, die die Miliz seit dem Morgen auf Israel abgefeuert habe.
Macron: Gewaltsame Öffnung der Straße von Hormus unrealistisch
Der französische Präsident Emmanuel Macron hält einen Militäreinsatz zur Öffnung der Straße von Hormus für unrealistisch. „Einige verteidigen die Idee, die Straße von Hormus durch eine Militäroperation gewaltsam zu befreien“, sagt Macron während einer Reise nach Südkorea vor Journalisten. Dies sei eine Haltung, die die USA gelegentlich verträten. Frankreich hingegen lehne ein solches Vorgehen ab, da es unrealistisch sei, erklärt Macron weiter. „Es würde ewig dauern und alle, die die Meerenge passieren, den Risiken durch die Revolutionsgarden, aber auch durch ballistische Raketen aussetzen.“
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