Iran: Israel greift Hisbollah-Ziele im Südlibanon an
Trümmer eines eingestürzten Gebäudes in der südlibanesischen Stadt Tyros nach nächtlichen israelischen Luftangriffen: Trotz der verlängerten Waffenruhe greift Israel weiterhin an. Foto: AFP
Hamas bestätigt Tod von Kommandeur Haddad
Die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen bestätigt den Tod des Kommandeurs Iss al-Din al-Haddad. Die israelische Regierung hat Haddad als einen der Architekten des überraschenden Angriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 bezeichnet. Haddad wurde Militärchef der Hamas im Gazastreifen, nachdem Mohammad Sinwar von Israel getötet wurde.
Zuvor wurde in mehreren Moscheen im Norden des Gazastreifens der Tod des Hamas-Kommandeurs verkündet. Das israelische Militär hat am Freitag erklärt, es habe ihn bei Luftangriffen ins Visier genommen. Ob der Kommandeur getötet wurde, ließ das Militär offen.
Israel greift Hisbollah-Ziele im Südlibanon an
Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben eines Militärsprechers Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon angegriffen. Nähere Angaben machte das Militär zunächst nicht. Vor dem Angriff hatte das Militär die Bevölkerung mehrerer Ortschaften im Südlibanon aufgefordert, wegen der bevorstehenden Attacke ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Die Angriffe wurden mit Verstößen der Hisbollah gegen die bestehende Feuerpause begründet.
Die USA hatten die erst am Freitag verlängerte Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah vermittelt. Seit ihrem Beginn im April wurde sie zweimal verlängert und soll nun bis Ende Juni gelten. Bei den Gesprächen verhandelt Israel mit Libanons Regierung, die selbst nicht Konfliktpartei ist. Die Hisbollah nimmt nicht an den Gesprächen teil und lehnt diese ab. Beobachter gehen aber davon aus, dass die Miliz laufend über den Stand der Verhandlungen informiert wird. Israels Armee wie auch die Hisbollah haben ihre Angriffe bereits in den vergangenen Wochen trotz der geltenden Waffenruhe fortgesetzt.
Trümmer eines eingestürzten Gebäudes in der südlibanesischen Stadt Tyros nach nächtlichen israelischen Luftangriffen: Trotz der verlängerten Waffenruhe greift Israel weiterhin an. AFP
VAE: Alle militärischen Handlungen dienen nur der Verteidigung
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verteidigen ihre jüngsten militärischen Handlungen als rein defensive Maßnahmen zur Wahrung ihrer Souveränität. Alle ergriffenen Schritte dienten dem Schutz der Zivilbevölkerung sowie der lebenswichtigen Infrastruktur, teilte das Außenministerium mit. Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte am Montag berichtet, dass die VAE Anfang April militärische Operationen gegen den Iran vorgenommen hätten. In der Mitteilung des Ministeriums wurden diese mutmaßlichen Angriffe jedoch nicht explizit erwähnt.
Trump über den Iran: „Ich habe nichts unterschätzt“
US-Präsident Donald Trump hat von sich gewiesen, die Widerstandsfähigkeit des Irans unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Irans verkannt habe, sagte Trump dem Sender Fox News: „Ich habe nichts unterschätzt.“
Eine Lösung des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Kriegs mit dem Iran ist trotz diplomatischer Bemühungen nach wie vor nicht in Sicht. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde.
Die USA hätten den Iran „unglaublich hart“ getroffen, betonte Trump nun. Man hätte die Brücken stehen und die Stromversorgung intakt gelassen. „Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen“, sagte Trump. Der US-Präsident hatte dem Iran im Laufe des Kriegs mehrfach mit Angriffen auf dessen Energiesektor und Infrastruktur gedroht.
USA erwägen Verwendung palästinensischer Steuergelder für Gaza-Wiederaufbau
Die USA erwägen Insidern zufolge palästinensische Steuergelder für den Gaza-Wiederaufbauplan von US-Präsident Donald Trump zu verwenden. Die Gelder sollen von dem von Trump ins Leben gerufenen Friedensrat verwaltet werden, sagten fünf mit den Überlegungen vertraute Personen. Drei Regierungsvertreter mit Kenntnis der US-Beratungen mit Israel sagten, die Trump-Regierung habe noch nicht entschieden, ob sie eine formelle Anfrage an Israel stellen werde.
Zwei weitere Insider, Palästinenser mit Kenntnis der Beratungen, erklärten, nach dem Vorschlag würde ein Teil der Steuergelder an eine von den USA unterstützte Übergangsregierung für Gaza gehen und andere Gelder an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA), falls diese Reformen umsetze.
Trump attackiert Merz: „Hat keine Ahnung, wovon er spricht!“
Nach deutlicher Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der US-Offensive gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump ihn massiv verbal angegriffen. „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
USA verkünden Verlängerung der Waffenruhe im Libanon
Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach US-Angaben um 45 Tage verlängert werden. Das teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums auf der Plattform X mit. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht.
Israel: Haben bei Angriff Hamas-Militärchef ins Visier genommen
Israel hat nach eigenen Angaben bei einem Angriff im Gazastreifen den Chef des bewaffneten Arms der Hamas ins Visier genommen. Izz al-Din al-Haddad gelte als einer der Drahtzieher des Angriffs vom 7. Oktober 2023, teilen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz in einer gemeinsamen Erklärung mit. Er sei für den Mord, die Entführung und das Leid Tausender Israelis verantwortlich. Ob Haddad bei dem Angriff getötet wurde, lassen die Politiker offen.
Haddad hatte die militärische Führung der Extremistenorganisation nach der Tötung von Mohammed Sinwar im Mai 2025 übernommen. Sanitätern und Augenzeugen zufolge hat ein Luftangriff eine Wohnung in Gaza-Stadt getroffen. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden. Dessen Identität ist zunächst unklar. Eine Stellungnahme der Hamas liegt nicht vor.
Iran wünscht sich mehr diplomatischen Einsatz Chinas
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat China zu einer aktiveren Rolle bei den Friedensbemühungen im Nahen Osten ermuntert. Der Iran würde diplomatische Unterstützung aus anderen Ländern begrüßen, insbesondere aus China, sagte Araghtschi am Freitag. Er verwies auf die Rolle Pekings bei der Wiederherstellung der Beziehungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien. „Die Chinesen haben eine gute Absicht“, sagte Araghtschi. Der Iran werde alles unterstützen, was Peking unternehme, um die Diplomatie zu unterstützen.
Peking hat in der Öffentlichkeit wenig Interesse an den Bitten der USA gezeigt, sich stärker für ein Ende des Iran-Kriegs zu engagieren. US-Präsident Donald Trump sagte bei Fox News, sein chinesischer Kollege Xi Jinping habe seine Hilfe angeboten.
Merz nach Telefonat mit Trump: Iran muss jetzt verhandeln
Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump drängen nach Worten des deutschen Regierungschefs den Iran gemeinsam zu Verhandlungen. Zudem müsse die Straße von Hormus geöffnet bleiben und Teheran dürfe keine Nuklearwaffen erhalten, teilte Merz am Freitag nach einem Telefonat mit Trump auf der Plattform X mit. Der US-Präsident habe auf seiner Rückreise aus China mit ihm gesprochen. Man sei sich in diesen Punkten einig.
Die beiden Politiker hätten zudem über eine Friedenslösung für die Ukraine gesprochen und sich vor dem anstehenden Nato-Gipfel in Ankara abgestimmt, erklärte Merz weiter. Die USA und Deutschland seien starke Partner in einer starken Nato.
Trump erwägt Aufhebung von Sanktionen gegen chinesische Ölkäufer
US-Präsident Donald Trump erwägt die Aufhebung von Sanktionen gegen chinesische Unternehmen, die iranisches Öl kaufen. Er habe dieses Thema bei seinem Besuch in Peking besprochen und werde in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen, sagt Trump an Bord der Regierungsmaschine Air Force One. Die USA haben kürzlich Strafmaßnahmen gegen mehrere chinesische Raffinerien verhängt, darunter Hengli Petrochemical. Trump erklärt zudem, seine Geduld mit dem Iran gehe zu Ende. Er sei sich mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping einig, dass Teheran keine Atomwaffen besitzen dürfe und die Straße von Hormus wieder öffnen müsse.
Iran: Hoffen, dass Vernunft in das Weiße Haus zurückkehrt
Irans Außenminister hat die Außenpolitik der USA scharf kritisiert. Bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi warf Chefdiplomat Abbas Araghtschi der US-Regierung widersprüchliche Signale in der Kommunikation vor. „Die Botschaften, die wir von amerikanischer Seite erhalten, unterscheiden sich täglich. (…) Manchmal erhalten wir sogar an einem einzigen Tag mehrere unterschiedliche Botschaften“, sagte Araghtschi.
Als Beispiel nannte der Minister Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der sich über einen Verhandlungsvorschlag aus dem Iran empört hatte. „Danach erhielten wir jedoch erneut Botschaften von amerikanischer Seite, die zeigten, dass sie an der Fortsetzung der Gespräche und der weiteren Interaktion interessiert sind“, sagte Araghtschi bei der Pressekonferenz am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe.
Irans Außenminister sagte, die USA befänden sich einem „Zustand der Verwirrung“ und hätten keine Strategie, den Krieg zu beenden. „Jeden Tag nennen sie andere Ziele. Wir hoffen wirklich, dass Vernunft und Weisheit in das Weiße Haus zurückkehren“, sagt Araghtschi.
Indiens Außenminister Subrahmanyam Jaishankar (r) und Irans Außenminister Abbas Araghtschi: „Zustand der Verwirrung“. dpa
Iran: Russland hat Hilfe im Atomstreit angeboten
Russland hat iranischen Angaben zufolge im Atomstreit mit dem Westen Hilfe angeboten. „Ich habe Präsident (Wladimir) Putin in Russland getroffen, und wir haben auch über Uran gesprochen“, sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi. Er dankte der russischen Regierung für ihren „Vorschlag“.
Araghtschi bestätigte damit am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe Worte von Putin. Der Kremlchef hatte nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg erklärt, Russland sei bereit, hochangereichertes Uran aus dem Iran zur Lagerung zu übernehmen.
Iran: Kein Vertrauen in die USA – Lage rund um Hormus kompliziert
Der Iran hat nach den Worten von Außenminister Abbas Aragtschi kein Vertrauen in die USA. Die Führung in Teheran sei nur an Verhandlungen interessiert, wenn diese ernst gemeint seien, sagt er am Rande eines Brics-Treffens in Neu-Delhi. Widersprüchliche Signale ließen an den wahren Absichten der Amerikaner zweifeln. Um der Diplomatie eine Chance zu geben, versuche der Iran, die Waffenruhe einzuhalten. Die Lage rund um die Straße von Hormus sei sehr kompliziert, es könnten jedoch alle Schiffe die Meerenge passieren, die nicht mit den Angriffen der USA in Verbindung stünden. Eine Vermittlung durch Pakistan sei nicht gescheitert, gestalte sich aber schwierig. Zudem sei jede Hilfe Chinas in der aktuellen Situation willkommen.
Trump: USA und China wollen Iran am Besitz von Atomwaffen hindern
China und die USA sind sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump einig, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen darf. Darüber habe er mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gesprochen, erklärt Trump zum Abschluss seines Besuches in China.
Zudem seien sich China und die USA einig darüber, dass sie „die Meerenge offen“ wollten, erklärt Trump mit Blick auf die für die internationale Schifffahrt wichtige Straße von Hormus. „Wir haben viele verschiedene Probleme gelöst, die andere nicht hätten lösen können.“
Saudi-Arabien und Emirate griffen Iran offenbar an
Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben. Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen,
berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte.
Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben. Weder Saudi-Arabien noch die Emirate bestätigten die Angriffe.
Der Iran hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den beiden Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet. Das US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Stützpunkte. Saudi-Arabien und Iran ringen seit Langem um die Vorherrschaft in der Region.
Jemen und Huthi einigen sich auf Freilassung von 1600 Gefangenen
Die jemenitische Regierung und die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben sich am Donnerstag auf die Freilassung von mehr als 1.600 Gefangenen geeinigt. Es ist der größte Gefangenentausch seit Beginn des elfjährigen Bürgerkriegs im Jemen. Das Abkommen wurde in Amman nach 14 Wochen Verhandlungen unter Beobachtung von UN-Beamten und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) unterzeichnet. Es war zunächst unklar, wann die Freilassungen beginnen würden.
Abdelkader al-Murtada, Leiter des Huthi-Nationalkomitees für Gefangenenangelegenheiten, sagte, dass 1.100 der fast 1.700 Gefangenen den Huthi nahestehende Personen seien, während sieben Saudis und 20 Sudanesen zu den 580 Gefangenen gehörten, die von der Regierung freigelassen werden.
UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte die Vereinbarung und forderte die Parteien auf, zügig mit der Umsetzung zu beginnen, damit Familien bald wieder vereint werden könnten, wie ein UN-Sprecher mitteilte.
China fordert dauerhafte Waffenruhe im Iran-Krieg
Nach US-Präsident Donald Trumps Äußerung über ein angebliches chinesisches Hilfsangebot im Iran-Krieg hat Peking seine Forderung nach einer dauerhaften Waffenruhe erneuert. Die Schifffahrtswege sollten so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, erklärte das Außenministerium in Peking mit Blick auf die Straße von Hormus. Es brauche eine umfassende und dauerhafte Waffenruhe, um die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in der Golfregion voranzutreiben, so die Behörde weiter.
Dieser Krieg, der niemals hätte passieren dürfen, müsse nicht weitergehen, erklärte das Ministerium. Bald eine Lösung zu finden, nütze den USA und dem Iran sowie anderen Regionen und der gesamten Welt, hieß es weiter.
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Trump zu Iran: „Werde nicht mehr lange geduldig sein“
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit dem Ende seiner Geduld. „Ich werde nicht mehr lange geduldig sein“, sagt Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News. Der Iran solle ein Abkommen schließen. Das angereicherte Uran des Iran könne sicher verschlossen gelagert werden. Er hätte es lieber in den USA, aber dies sei mehr für Public Relations als alles andere. Die iranischen Führer, mit denen die US-Regierung verhandele, seien vernünftig.
US-Gericht setzt Sanktionen gegen UN-Palästina-Expertin aus
Ein US-Bundesrichter hat Sanktionen der US-Regierung gegen die UN-Sonderberichterstatterin für die Palästinensergebiete ausgesetzt. Der Richter Richard Leon am Gericht im District of Columbia begründete die Aufhebung am Mittwoch mit dem Schutz der Meinungsfreiheit.
Der Ehemann und die Tochter der italienischen Juristin Francesca Albanese, die als Sonderberichterstatterin des UN-Menschenrechtsrats für die besetzten palästinensischen Gebiete zuständig ist, hatten gegen die US-Sanktionen geklagt. Albanese bedankte sich auf der Plattform X bei ihrer Familie.
Israel will „New York Times“ verklagen – Vorwurf der Verleumdung
Israel plant eine Klage gegen die Zeitung „New York Times“ und einen ihrer Journalisten wegen eines Berichts über angebliche sexuelle Gewalt gegen palästinensische Gefangene. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weist seine Rechtsberater nach eigenen Angaben an, härteste rechtliche Schritte gegen das Blatt und den Autor zu prüfen. Der Artikel verleumde die israelischen Soldaten und versuche, eine falsche Symmetrie zwischen der radikal-islamischen Hamas und den israelischen Streitkräften herzustellen, erklärt Netanjahu. Die Zeitung verteidigt den Bericht und teilt mit, die Aussagen der Zeugen seien umfassend auf ihre Fakten geprüft und untermauert worden. Die Vereinten Nationen und Menschenrechtsgruppen haben seit dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 sexuelle Gewalt durch beide Seiten dokumentiert.
Libanon und Israel beginnen Gespräche in Washington – Feuerpause läuft bald aus
Vertreter des Libanon und Israels haben in Washington direkte Gespräche aufgenommen. Dabei fordert die libanesische Regierung ein Ende der israelischen Angriffe, während Israel auf eine Entwaffnung der Schiiten-Miliz Hisbollah und ein Friedensabkommen pocht. Einem Vertreter des US-Außenministeriums zufolge begann das Treffen am Donnerstag unter US-Vermittlung. Die Verhandlungen, die bis Freitag andauern sollen, finden trotz des scharfen Protests der vom Iran unterstützten Hisbollah statt. Es ist das dritte Treffen beider Seiten seit dem Wiederaufflammen der Feindseligkeiten am 2. März und der ranghöchste Kontakt seit Jahrzehnten.
Bessent: Iranische Ölproduktion liegt brach
Die iranische Ölproduktion ist nach Darstellung von US-Finanzminister Scott Bessent zum Stillstand gekommen. Seit drei Tagen sei kein Öl mehr auf der für den Export wichtigen Insel Kharg verladen worden. „Wir gehen davon aus, dass ihre Lagerkapazitäten erschöpft sind“, sagte er im Interview des US-Senders CNBC und führte fort: „Es fahren keine Schiffe aus, es kommen keine Schiffe an, sie können also kein Öl auf See lagern“.
Wenn der Iran sein Öl nicht mehr verkaufen kann, drohen Speicher vollzulaufen. Wenn deswegen Erdölbohrlöcher geschlossen werden müssten, können diese langfristig beschädigt werden. Darauf spielte Bessent bereits in der Vergangenheit an: Die Blockade werde zu einem sogenannten „shut in“ der iranischen Ölanlagen führen und die Seeblockade die Einnahmen Teherans ins Visier nehmen.
Chinesische Schiffe dürfen offenbar durch Straße von Hormus fahren
Der Iran gewährt einigen chinesischen Schiffen die Passage der Straße von Hormus. Zuvor hätten sich beide Seiten über die iranischen Managementprotokolle für die Wasserstraße geeinigt, meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Sie beruft sich auf einen Insider. China und Iran gelten schon länger als enge Verbündete.
Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben seit der vergangenen Nacht rund 30 Schiffe die Meerenge passiert. Eine genaue Anzahl chinesischer Schiffe ging aus einem Bericht der iranischen Agentur Tasnim nicht hervor. Die Rede war lediglich von „einer Reihe“.
Rubio legt im Hormus-Streit nach
Die USA setzen nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio zur Lösung der festgefahrenen Situation rund um die Straße von Hormus auf Unterstützung aus China. Peking solle eine aktivere Rolle spielen und Iran dazu bewegen, „von dem Abstand zu nehmen, was er derzeit im Persischen Golf tut und zu tun versucht“, sagte Rubio dem Sender Fox News.
Bereits zuvor hatte das Weiße Haus erklärt, beide Seiten seien sich einig gewesen, dass die Meerenge für Energie-Transporte offen bleiben müsse. Demnach soll Xi Chinas Ablehnung einer Militarisierung der Straße deutlich gemacht haben und auch gegen Gebühren für eine Durchfahrt sein. Zudem soll er den Angaben nach Interesse am Kauf von mehr amerikanischem Öl gezeigt haben.



