Mette-Marit löst Mega-Welle aus: 18.000 Prozent mehr Organspender
Nach Mette-Marits eigener Lungentransplantation explodieren die Einschreibungen für Organspenden in Norwegen.
Auf der offiziellen Website des Königshauses hieß es: „Die Kronprinzessin hat sich im Nationalkrankenhaus in Oslo einer erfolgreichen Lungentransplantation unterzogen.“
So belastend die Diagnose für Mette-Marit und ihre Familie auch ist, ihre Offenheit im Umgang mit der schweren Erkrankung hat offenbar viele Menschen bewegt. Immer mehr Norweger beschäftigen sich seitdem mit dem Thema Organspende. Die Kronprinzessin hat damit ungewollt einen regelrechten Spender-Boom ausgelöst.
Kronprinzessin löst Organspende-Boom aus
Bereits in den ersten vier Tagen nach Bekanntwerden der Nachricht registrierten sich 5.753 Menschen als Organspender – ein enormer Anstieg im Vergleich zu den lediglich 70 Neuanmeldungen im gesamten Mai.
Inzwischen ist die Zahl noch einmal deutlich gestiegen. Wie die norwegische Zeitung „Dagbladet” berichtet, haben sich mittlerweile 12.671 Personen über die Spenderkarten-App oder das Gesundheitsportal Helsenorge als Organspender registriert.
„Das sind 180-mal mehr Anmeldungen als im Monat vor der Mitteilung über Kronprinzessin Mette-Marit“, erklärt Aleksander Sekowsi, Informationsleiter der Organ Donation Foundation. Und weiter: „Oder anders gesagt: Eine Steigerung von fast 18.000 Prozent!”
Die Mitteilung des norwegischen Königshauses hat damit offenbar Tausende Menschen dazu bewegt, sich aktiv mit dem Thema Organspende zu beschäftigen und eine Entscheidung zu treffen. Aktuell warten in Norwegen mehr als 600 Patienten auf ein lebensrettendes Spenderorgan.
Für zusätzlichen Kummer sorgte die Situation von Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby (29). Er wurde am Montag (15. Juni) nach einem Gerichtsverfahren zu vier Jahren Haft verurteilt. Besonders schmerzhaft dürfte dies für die Familie sein, da Marius zuvor mehrfach versucht hatte, seine Freilassung aus der Untersuchungshaft zu erwirken, um die Strafe mit einer elektronischen Fußfessel auf Skaugum zu verbüßen und Zeit mit seiner schwer kranken Mutter verbringen zu können. Die Anträge wurden jedoch abgelehnt. Derzeit sitzt er im Gefängnis Ila, während seine Berufung gegen das Urteil noch geprüft wird.



