Merz-Regierung sucht Antworten in der Villa Borsig – Trump präsentiert Gaza-Plan
Kanzler Friedrich Merz lädt sein Kabinett zur Klausur ein und muss liefern: Die Wirtschaft stagniert, der Staat braucht Reformen. Unterdessen presst Trump einen Gaza-Plan durch – mit deutlicher Drohung gegen die Hamas.
Friedrich Merz hat sich selbst unter Druck gesetzt. Der Kanzler versprach eine Wirtschaftswende und schnellen Aufschwung – doch bislang bleibt die Konjunktur stecken, Unternehmen bauen Stellen ab. Heute und morgen trifft sich die Bundesregierung zur Klausur in der Villa Borsig nordwestlich von Berlins. Merz signalisiert damit einen Neuanfang, denn seine Vorgänger Merkel und Scholz tagten auf Schloss Meseberg.
Doch der Ortswechsel allein reicht nicht: In der Villa müssen Antworten auf zentrale Fragen folgen – wie die Regierung die gigantischen Haushaltslücken schließt, das Rentensystem stabilisiert oder die leere Pflegekasse füllt. Das Problem: Jede Lösung erfordert Sparmaßnahmen oder Reformen, die bei den Bürgern unpopulär sind. Diese Gratwanderung muss die Koalition unter dem Druck der erstarkten AfD bewältigen.
Währenddessen hat US-Präsident Donald Trump einen Plan für das Ende des Gazakrieges präsentiert. Netanyahu stimmt bereits zu, auch international gibt es Lob. Der Plan sieht vor: Die Hamas gibt alle Geiseln frei, Israel lässt Gefangene frei und zieht sich schrittweise zurück. Danach soll eine Expertenregierung unter Trumps Aufsicht das Gebiet kontrollieren – faktisch ein Machtverlust für die Hamas. Trump drohte unmissverständlich: Wer nicht zustimmt, muss mit vollständiger US-Unterstützung für Israels Zerstörung rechnen.
In Großbritannien unterdessen kämpft Premierminister Keir Starmer um seine politische Zukunft. Ein chaotisches Regierungsjahr hat seine Beliebtheit in den Keller gezogen, in der eigenen Labour-Partei ist er angezählt. Auf dem Parteitag in Liverpool will er jetzt einen großen Auftritt landen – und gegen die erstarkte rechtspopulistische Reform UK antreten.