Kriegsminister Hegseth nach Polen-Beschluss angeschlagen ++ Ex-General Hodges fordert Rücktritt: Wut-Anruf aus dem Weißen Haus
US-Kriegsminister Pete Hegseth (45) steht wegen seiner Polen-Entscheidung unter Beschuss
Washington – Erst stoppt Pete Hegseth (45) 4000 US-Soldaten auf dem Weg nach Polen – dann kassiert der US-Präsident nicht nur seine Entscheidung, sondern tut auch noch das genaue Gegenteil. Nach der Ankündigung von Donald Trump (79), 5000 Soldaten nach Polen zu entsenden, steht sein Kriegsminister blamiert da. Mehr noch: Erste Rücktrittsforderungen machen die Runde. Wie dünn wird das Eis für den ehemaligen Nationalgardisten?
Tatsache ist: Trump war offenbar nicht eingeweiht in die Entscheidung des Pentagon. Wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf zwei US-Beamte berichtet, soll er Hegseth in einem Telefonat sogar wütend zur Rede gestellt haben. Warum der Truppeneinsatz in Polen gestoppt wurde, habe er von dem Minister wissen wollen – nur um ihm dann eine Standpauke zu halten!
Hegseth und Trump stehen wegen des anhaltenden Iran-Kriegs in den USA unter Druck
Der Präsident habe Hegseth erklärt, dass die Vereinigten Staaten Polen nicht schlecht behandeln sollten. Immerhin sei das Land ein enger Verbündeter. Was er nicht sagte: Trump und der im vergangenen Jahr neu gewählte polnische Präsident Karol Nawrocki (43) verstehen sich gut. Die Empörung in Warschau über die gestoppte Truppenentsendung drohte die bilaterale Freundschaft enorm zu belasten – deshalb die Rolle rückwärts nach nur zwei Tagen!
Polen beklagt „chaotische Kommunikation“
In Polen hat man längst einen Schuldigen ausgemacht. Ein hochrangiger Berater von Nawrocki führte das diplomatische Desaster auf einer Diskussionsveranstaltung von Politico (gehört wie BILD zu Axel Springer) in Prag auf eine „chaotische Kommunikation“ und ein „Missverständnis innerhalb des Pentagons“ zurück. Auch der ehemalige US-General Ben Hodges (68) vermutete, entweder seien Weißes Haus und Pentagon „inkompetent oder es gibt zwischen ihnen null Kommunikation“. Über Hegseth sagte Hodges, er sollte „vielleicht zurücktreten“.
US-General Ben Hodges (68) empfiehlt dem Kriegsminister den Rücktritt
Hodges glaubt, dass am Ende auch der Druck vonseiten der Republikaner auf Trump zu groß wurde. Denn die Entscheidung des Pentagon hatte auch sie kalt erwischt. Der republikanische Abgeordnete Don Bacon (62) kritisierte, dass die polnische Regierung nicht einmal vorab darüber informiert worden sei – und sprach von einer „Blamage für unser Land“. Dass sich Trump nun offen gegen Hegseth stellt, schwächt den Minister noch mehr als ohnehin schon.
Trump und Hegseth sind „im Gleichschritt“
Rücktrittsforderungen gegen Hegseth gibt es nicht zum ersten Mal. Im vergangenen Oktober hatte er vor Militärs eine „woke Kultur“ in der US-Armee beklagt – und die Eignung von Frauen für den Kampfeinsatz infrage gestellt. Die demokratische US-Senatorin Tammy Duckworth (58) nannte ihn daraufhin „den am wenigsten qualifizierten Verteidigungsminister der Geschichte“ – und forderte seinen Rauswurf. Auch der Iran-Krieg läuft alles andere als glatt.
Das Weiße Haus bemüht sich trotzdem weiter um Schadensbegrenzung. Sprecherin Anna Kelly erklärte: „Präsident Trump weiß alles zu schätzen, was der Minister bei der Umsetzung der America-First-Agenda innerhalb unseres Militärs getan hat – und weiterhin tun wird.“ Aus dem Pentagon hieß es, Trump und Hegseth seien im permanenten Austausch und „im Gleichschritt“, was die Truppenbewegungen in Europa angehe. Die Frage ist, wie lange noch.
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