Softwarehersteller: Salesforce dank KI mit erneutem Rekordergebnis – Ausblick mau

Softwarehersteller: Salesforce dank KI mit erneutem Rekordergebnis – Ausblick mau

Frankfurt. Eine rasant wachsende Nachfrage nach Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) gibt Salesforce Rückenwind. „Es war ein herausragendes Quartal: Rekordumsätze, Rekord-Vertragsabschlüsse, Rekord-Mittelzuflüsse“, sagte Marc Benioff, der Chef des Cloud-Computing-Anbieters Salesforce und SAP-Rivalen, am Mittwoch.

Der Ausblick des Softwarekonzerns für das laufende Quartal enttäuschte jedoch und gab der Furcht vor einer „SaaSpocalypse“ neue Nahrung. Daraufhin büßten die Aktien im nachbörslichen Handel an der Wall Street rund drei Prozent ein.

Unter „SaaSpocalypse“ verstehen Experten die Verdrängung traditioneller Firmensoftware (Software-as-a-Service, SaaS) durch KI-Modelle. Einige Anleger befürchten, dass Unternehmen sich in Zukunft ihre Software für Buchhaltung oder Lagerverwaltung zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten von ChatGPT & Co programmieren lassen.

Vor allem das Startup Anthropic hat in den vergangenen Monaten mit Zusatzmodulen für seine KI „Claude“ wiederholt für Unruhe gesorgt. Daher haben die Aktien von Unternehmen wie Salesforce oder SAP seit Anfang 2025 bis zu 50 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

KI-Plattform als Wachstumstreiber

Salesforce rechnet im laufenden Quartal mit Umsätzen zwischen 11,27 und 11,35 Milliarden Dollar. Analysten hatten bislang im Schnitt 11,36 Milliarden vorhergesagt. Finanzchefin Robin Washington zufolge wird sich das Wachstum im zweiten Halbjahr 2026 jedoch beschleunigen. Daher hebe sie das untere Ende des Zielkorridors für die Gesamtjahreserlöse leicht an. Sie rechne nun mit einer Spanne von 45,9 bis 46,2 statt 45,8 bis 46,2 Milliarden Dollar.

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