„Er hätte mich umbringen können“: Howard Carpendale offenbart sexuellen Missbrauch in seiner Kindheit

„Er hätte mich umbringen können“: Howard Carpendale offenbart sexuellen Missbrauch in seiner Kindheit
„Er hätte mich umbringen können“

Howard Carpendale offenbart sexuellen Missbrauch in seiner Kindheit

Privat

Melanie Althoff

von Melanie Althoff

21.11.2025, 21:28 Uhr

21. November 2025 um 21:28 Uhr

Howard Carpendale legt ein besonders schmerzhaftes Kapitel aus seiner Vergangenheit offen: Der Sänger wurde als Zehnjähriger sexuell missbraucht.

Ende November wird Howard Carpendales (79) Autobiografie mit dem Titel „Unerwartet“ veröffentlicht. Wie die „Bild“ vorab berichtet, schildert der Schlagerstar darin ein traumatisches Ereignis aus seiner Kindheit: Im Alter von nur zehn Jahren wurde er Opfer sexuellen Missbrauchs durch einen Bekannten seines Vaters.

Ein Bekannter seines Vaters missbrauchte Howard Carpendale

Der Mann war ein englischer Matrose namens Archie, der eines Tages Howards Familie besuchte und seine Eltern fragte, ob er den damals zehnjährigen Jungen mit ins Kino nehmen dürfe. Die Eltern stimmten zu.

Auf dem Rückweg durch einen Park setzten sich der Matrose und Howard auf eine Bank. In seinem Buch beschreibt Carpendale, der seine Abschiedstour verlängert, die erschütternde Szene: „Mit seiner riesigen Hand greift er nach meinem linken Knie. Er tätschelt es. Und lacht, ein heiseres Lachen. Seine Hand streift mein Bein hinauf, immer höher. Ich erstarre.“ Schließlich ließ der Mann von ihm ab, steckte seine Hände in die Hosentaschen, und die beiden gingen zurück nach Hause.

Howard Carpendale sieht das Verhalten seiner Eltern kritisch

Howard Carpendale sieht das Verhalten seiner Eltern kritisch IMAGO / Sven Simon

Howard Carpendale: „Und doch tut es weh“

Das Gleiche wiederholt sich in den folgenden Tagen noch zweimal. Den Mut es seinen Eltern zu sagen, bringt der kleine Howard erst auf, als der Engländer nicht mehr bei ihnen auftaucht. Doch seine Eltern schweigen bloß. 

Das Verhalten seiner Eltern kann der heute 79-Jährige nicht nachvollziehen. Carpendale schreibt: „Ich frage mich, warum meine Eltern diesem Mann erlaubt haben, mit mir ins Kino zu gehen. Ich möchte ihnen keinen Vorwurf machen, zumal sie längst tot sind. Ich möchte auch nicht an ihnen zweifeln, sie haben immer gut für mich gesorgt. Aber dieser Mann hätte sonst etwas mit mir anstellen können. Er hätte mich umbringen können. […] Und doch tut es weh, und ich würde meine Eltern gern fragen: Wie konntet ihr das zulassen?“

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