Schwer kranker „Lindenstraße“-Star Georg Uecker: „Bin ein zähes Luder“

Schwer kranker „Lindenstraße“-Star Georg Uecker: „Bin ein zähes Luder“
„Lindenstraße“-Star schwer krank

Georg Uecker: „Bin ein zähes Luder“

Lisa Klugmayer

Lisa Klugmayer

von Lisa Klugmayer

01.06.2026, 21:30 Uhr

01. Juni 2026 um 21:30 Uhr

Nach seinem Rückzug aus dem Rampenlicht meldet sich Georg Uecker wieder zu Wort. Der ehemalige „Lindenstraße“-Star gibt dabei ehrliche Einblicke in seine gesundheitliche Verfassung.

Nach dem Aus der Kultserie im Jahr 2020 wurde es still um Georg Uecker (63). Der heute 63-Jährige zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück, auch wegen seiner angeschlagenen Gesundheit.

Denn Uecker lebt seit 1993 mit HIV und erhielt damals gleichzeitig die Diagnose Morbus Hodgkin, eine Krebsform des Lymphsystems. Jetzt ist er wieder zurück. Ihm gehe es „sehr gut“, sagt er im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung. „Ich bin ein zähes Luder!“, lacht der ehemalige „Lindenstraßen”-Star.

Georg Uecker am Set der „Lindenstraße”.

Georg Uecker am Set der „Lindenstraße”. IMAGO / Horst Galuschka

Erster schwuler Kuss: „Lindenstraße“ schrieb TV-Geschichte

Mehr als drei Jahrzehnte stand Georg Uecker für die „Lindenstraße“ vor der Kamera. Als Dr. Carsten Flöter prägte er die Serie und setzte zugleich ein Zeichen für Sichtbarkeit queerer Menschen im Fernsehen.

1990 kam es zu einer Szene, die Fernsehgeschichte schrieb: Uecker und sein Kollege Martin Armknecht (64) teilten sich den ersten schwulen Kuss im deutschen TV. Die Sequenz dauerte nur wenige Sekunden, löste aber heftige Reaktionen aus.

Die Folge: Beide Schauspieler erhielten Morddrohungen. Zeitweise brauchte Uecker sogar Personenschutz. Für seinen jahrzehntelangen Einsatz für die queere Community wird Georg Uecker nun mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. 

Die „Lindenstraße”-Darsteller feiern das 100. Jubiläum der Kultserie.

Die „Lindenstraße”-Darsteller feiern das 100. Jubiläum der Kultserie. IMAGO / Horst Galuschka

Georg Uecker: „Wollte für mein Engagement nie einen Orden”

Im Interview mit der „Bild“-Zeitung zeigt er sich bewegt: Er habe mit dieser Anerkennung nicht gerechnet, fühle sich aber sehr geehrt. „Ich wollte ja für mein Engagement nie einen Orden, sondern gesellschaftliche Veränderung. Und die haben wir erreicht. Man muss aber auch das, was wir erreicht haben, verteidigen. Und dafür ist so eine Auszeichnung natürlich prima!“, freut sich der „Lindenstraßen”-Star im „Bild”-Interview abschließend.

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