„Tatort“-Star Harald Krassnitzer trauert um seine Mutter: „Meine Mama litt an Demenz“

„Tatort“-Star Harald Krassnitzer trauert um seine Mutter: „Meine Mama litt an Demenz“
Rührende Erinnerungen

„Tatort“-Star Harald Krassnitzer trauert um seine Mutter

Julian

Julian Nuhanovic

von Julian Nuhanovic

03.05.2026, 20:00 Uhr

03. Mai 2026 um 20:00 Uhr

Harald Krassnitzer musste Abschied von seiner Mutter Susanne nehmen, die am 14. Februar 2026 im Alter von 95 Jahren starb. Nun blickt der „Tatort“-Star auf die gemeinsame Zeit zurück.

Im Gespräch mit der „Bild am Sonntag“ berichtet Harald Krassnitzer (65): „Meine Mama litt an Demenz.“ Die Erkrankung habe Erinnerungen nach und nach verschwinden lassen, zugleich aber Gefühle oft noch stärker werden lassen. „Unsere Beziehung wurde zum Ende hin intensiver als je zuvor.“

Der „Tatort“-Darsteller lebt in Wuppertal, aber besuchte seine Mutter regelmäßig in Salzburg. Die Betreuung habe dabei vor allem seine Schwester übernommen: „Meine Schwester hat einen Großteil dieser Arbeit gemacht, weil ich noch relativ intensiv mit Drehs und all dem Wahnsinn beschäftigt war, den man Leben nennt. Ich bin so oft wie möglich hingefahren“, so Krassnitzer.

„Tatort“-Star Harald Krassnitzer. IMAGO / Stephan Wallocha

Krassnitzer erinnert sich an besonderen Momente mit seiner Mutter

Harald Krassnitzer, wegen dem Hans Sigl ein „Tatort“-Angebot ablehnen würde, beschreibt auch Momente, die trotz der Krankheit eine gewisse Leichtigkeit hatten: „So seltsam das klingt: Mal war ich für sie mein Vater, mal der Familienhund. Bis irgendwann nur noch eine Person zur Verfügung stand. Das durfte ich sein. Ihr Sohn.“

Er erinnert sich außerdem an sehr intensive Augenblicke der Nähe: „Wenn sie meine Hand so gedrückt hat, dass ich mich nicht hätte befreien können“. Diese Geste habe für ihn eine klare Botschaft gehabt: „Ich bin deine Mutter!“.

Seit 2011 Seite an Seite im „Tatort“ Wien: Adele Neuhauser (Bibi Fellner) und Harald Krassnitzer (Moritz Eisner). Ende 2026 wollen sie aufhören. ARD Degeto Film/ORF/Hubert Mican

Harald Krassnitzer spielt Demenzkranken im neuen Film

Harald Krassnitzer erinnert sich zudem daran, wie seine Mutter „der Sonne zugewandt wie eine Sonnenblume“ saß und intensiv die Wärme spürte. Seine Mutter sei „noch da“, sie fühle und lebe im Moment.

„Meine Schwester hat mir gezeigt, dass es in diesem Zusammenhang nur einen einzigen Begriff gibt, der tatsächlich eine große Tragweite hat. Liebe“, erzählt Harald Krassnitzer weiter.

Passend zu diesen persönlichen Erfahrungen übernimmt Harald Krassnitzer in seinem neuen Film „Der verlorene Mann“ (Start: 7. Mai) eine ähnliche Rolle. Darin spielt er einen demenzkranken Ex-Ehemann, der die Scheidung von seiner Frau vergessen hat.

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