„Viel“ von der WM-Formation

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Mit Deniz Undav und Startelf-Debütant Lennart Karl bestreitet die deutsche Nationalmannschaft ihr letztes WM-Testspiel vor der Abreise in die USA. Bundestrainer Julian Nagelsmann kündigte den Einsatz von Stuttgart-Stürmer Undav und von Bayern-Talent Karl für die Partie am Sonntag (20:45 Uhr/ZDF) gegen Finnland an.
Nagelsmann verriet, dass man „sicherlich schon ein paar Spieler“ von seiner WM-Wunschformation in der Startaufstellung sehen werde. Im defensiven Mittelfeld plant er mit dem in diesem Jahr länger verletzten Dortmunder Felix Nmecha und dem Münchner Aleksandar Pavlovic. „Wir werden viel von dem sehen, die, wenn alles normal läuft, auch im ersten Spiel beginnen könnten“, sagte der Bundestrainer. Man habe „nicht allzu viel Zeit im Training“, daher müsse man bei allem Konkurrenzkampf auch versuchen, „schnell in den Rhythmus zu kommen“.
Der von Nagelsmann als Joker vorgesehene Undav kann angesichts des Fehlens von Kai Havertz (FC Arsenal) wegen des Champions-League-Finales ebenso für mehr Einsatzzeit werben wie der Münchner Teenager Karl. Der 18-Jährige war bislang zweimal für die Nationalmannschaft als Einwechselspieler gebracht worden. Nach langer Verletzungspause freut sich Bayern-Star Jamal Musiala auf sein Comeback. Der 23-Jährige lief letztmals im März 2025 für die deutsche Nationalmannschaft auf. „Ich freue mich richtig. Ich war gefühlt schon sehr lange nicht dabei“, meinte der Münchner.

Nach den Trainingstagen in Herzogenaurach und dem Test gegen Finnland absolviert die DFB-Elf noch ein Testspiel. Am Dienstag fliegt das Team nach Chicago, wo am 6. Juni die USA der Kontrahent bei der WM-Generalprobe sind. Zwei Tage später erfolgt der Umzug ins WM-Teamquartier nach Winston-Salem in North Carolina. Für eine erfolgreiche WM sei der „Teamgeist fundamental“, betonte Sportdirektor Rudi Völler. Bei der WM sind Curaçao am 14. Juni in Houston, die Elfenbeinküste am 20. Juni im kanadischen Toronto und Ecuador am 25. Juni im Endspiel-Stadion von East Rutherford die Gruppengegner.
Nagelsmann: So steht es um DFB-Rückkehrer Neuer
Manuel Neuer sieht Nagelsmann derweil auf einem guten Weg zu einem baldigen Comeback im Nationaltrikot. Ob der Rekordtorwart aber beim letzten WM-Test am 6. Juni in Chicago gegen die USA sein 125. Länderspiel bestreiten kann, ließ der Bundestrainer weiter offen. „Heute war er schon schneller unterwegs im Laufen, sieht gut aus, gibt keine Probleme, also voll im Soll, es läuft alles“, erzählte Nagelsmann.
Nagelsmann hatte den 40 Jahre alten Neuer nach zwei Jahren für ein WM-Comeback zurück in die DFB-Auswahl geholt. Derzeit ist der Bayern-Torwart wegen einer Verhärtung in der linken Wade aber noch nicht einsatzbereit. Am Freitag waren bei einer Autogrammstunde rund 1.000 Fans nach Herzogenaurach gekommen, um eine Unterschrift vom oder ein Foto mit dem Rekordschlussmann zu bekommen.
Nagelsmann will auch weiterhin kein Risiko eingehen. Gegen Finnland wird wieder Oliver Baumann im Tor der DFB-Elf stehen, der durch die Rückholaktion seinen WM-Startplatz verloren hat. In der kommenden Woche will Nagelsmann in Chicago die Situation neu bewerten. Dann werde man eine „Diagnose machen“. Spätestens zum WM-Auftakt gegen Curaçao soll Neuer einsatzbereit sein.
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