Kuba verweigert US-Botschaft in Havanna den Import von Diesel für Generatoren

Kuba verweigert US-Botschaft in Havanna den Import von Diesel für Generatoren

Wegen des Dieselmangels erwägt das US-Außenministerium offenbar, Personal von der Botschaft in Havanna abzuziehen. Ein solcher Schritt könnte dazu führen, dass auch Kuba das Personal an seiner Botschaft in Washington reduzieren muss, so die Beamten, die unter der Bedingung der Anonymität über die sensible Angelegenheit sprachen. Das Weiße Haus, das Außenministerium und die kubanische Botschaft in Washington reagierten nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt eine mögliche »Übernahme» Kubas angedeutet und damit die Spannungen mit dem sozialistischen Nachbarstaat verschärft. Er glaube, dass er »die Ehre haben werde«, Kuba »in irgendeiner Form zu übernehmen« oder zu »befreien«, sagte Trump. »Ich kann alles damit machen, was ich will.«

Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der sozialistischen Revolution unter der Linken-Ikone Fidel Castro vor fast 70 Jahren angespannt. Unter Trump übt die US-Regierung allerdings immer mehr Druck auf die Insel aus, vor allem seit der Festnahme des autoritären venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar, einem Verbündeten der Führung in Havanna. Mit dem Umsturz in Venezuela brach einer der wichtigsten Unterstützer und potentesten Öllieferanten Kubas weg.

Zugleich führen Kuba und die USA miteinander formelle Gespräche, wie beide Seiten bestätigten. »Kubanische Vertreter haben kürzlich Gespräche mit Vertretern der US-Regierung geführt, um auf dem Wege des Dialogs nach einer möglichen Lösung für die zwischen beiden Ländern bestehenden bilateralen Differenzen zu suchen«, sagte der Präsident des sozialistischen Landes, Miguel Díaz-Canel.

Zuletzt hatte die »New York Times« berichtet, die US-Regierung habe kubanischen Vertretern zu verstehen gegeben, dass Washington eine Entmachtung des kubanischen Präsidenten Díaz-Canel wünsche. Der kommunistischen Regierung solle jedoch ermöglicht werden, an der Macht zu bleiben.

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