+++ Iran-Krieg +++: Iran droht mit vollständiger Schließung der Straße von Hormus

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Iran-Krieg: Witkoff und Kushner verhandeln wohl mit Irans Parlamentspräsident

Live-BlogIsraels Bodentruppen holen Hisbollah-Mitglieder nach Israel +++ Lufthansa-Airlines setzen Flüge nach Nahost bis Herbst aus +++ Merz begrüßt Verzicht auf US-Kraftwerksangriffe +++ Der Newsblog. 23.03.2026 – 20:07 Uhr aktualisiert
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Mohammad Baker Kalibaf: Laut eines US-Medienbericht verhandeln die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem iranischen Parlamentspräsidenten. Foto: AFP

Netanjahu nach Telefonat: Trump sieht Chance auf Abkommen mit dem Iran

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht nach eigenen Angaben mit US-Präsident Donald Trump über den Iran. Trump sehe eine Chance auf eine Einigung mit der Regierung in Teheran, teilt Netanjahu in einer Videobotschaft mit. Der US-Präsident glaube an die Möglichkeit, „die gewaltigen Errungenschaften der israelischen und der US-Streitkräfte zu nutzen, um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen  einem Abkommen, das unsere lebenswichtigen Interessen wahren wird“, sagt Netanjahu weiter.

Israels Bodentruppen holen Hisbollah-Mitglieder nach Israel

Israels Armee setzt eigenen Angaben zufolge ihre „gezielten Bodeneinsätze im Südlibanon“ fort. Dabei hätten Soldaten am Sonntag auch mehrere bewaffnete Mitglieder der Hisbollah-Miliz gefangen genommen und „zur weiteren Befragung“ nach Israel gebracht, teilte das israelische Militär am Abend mit. Die Hisbollah-Mitglieder wollten den Angaben zufolge eine Rakete auf israelische Soldaten feuern. Zudem hätten sie geplant, eine Stellung für Raketenangriffe auf Israel zu errichten.

Die Hisbollah-Mitglieder hätten sich ergeben, hieß es in einer Armee-Mitteilung weiter. Sie hätten eine große Menge Waffen und Ausrüstung bei sich gehabt. Nach ersten Erkenntnissen sollen sie zu Beginn des Iran-Kriegs aus dem Osten des Libanons in den Süden gekommen sein. Israels Armee warf der libanesischen Armee, die die Miliz im Rahmen eines Abkommens entwaffnen und ihre militärische Präsenz im Südlibanon verhindern soll, Versagen vor. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Israels Finanzminister fordert Verlagerung der Grenze in den Süden des Libanon

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hat eine Ausweitung des israelischen Territoriums auf große Bereiche des Südlibanon gefordert. Die neue israelische Grenze müsse der Fluss Litani sein, sagte der Politiker am Montag in einem Radiointerview. Smotrich, der einer kleinen rechtsextremen Partei angehört, erhebt oft Forderungen, die nicht der Regierungslinie von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entsprechen. Eine Stellungnahme von Netanjahus Büro lag zunächst nicht vor.

Verteidigungsminister Israel Katz hatte in diesem Monat bereits angedeutet, dem Libanon drohe ein Gebietsverlust, sollte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz nicht entwaffnet werden. Israelische Truppen hatten den Südlibanon bereits einmal von 1982 bis 2000 besetzt. Damals sollte das Gebiet als Pufferzone Schutz vor Angriffen auf israelisches Territorium bieten. 

Israels Militär beendet weitere Angriffswelle im Iran

Ungeachtet der von den USA verkündeten Gespräche mit dem Iran über eine mögliche Vereinbarung zum Ende des Kriegs hat Israels Luftwaffe laut Militärangaben wieder Stellungen der iranischen Führung ins Visier genommen. Eine weitere Angriffswelle auf Ziele in Irans Hauptstadt Teheran sei beendet worden, teilte die israelische Armee am Abend mit. Zuvor hatte sie am Nachmittag neue Angriffe dort gemeldet. 

Ins Visier genommen habe das Militär dabei ein Hauptquartier der iranischen Revolutionsgarden, hieß es nun. Dieses soll sich den Angaben zufolge inmitten ziviler Infrastruktur befunden haben. Unter anderem sei präzise Munition eingesetzt worden, um Unbeteiligte zu schonen, teilte die Armee weiter mit. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

In dem Hauptquartier haben die iranischen Revolutionsgarden laut Israels Militär unter anderem Lagebeurteilungen ausgeführt. Zudem seien die Basidsch-Einheiten von dort aus befehligt worden. Die paramilitärische Basidsch-Miliz ist für ihr hartes Vorgehen gegen die Proteste im eigenen Land bekannt. 

Witkoff und Kushner verhandeln offenbar mit Irans Parlamentspräsident – Iran dementiert 

Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner verhandeln einem Axios-Bericht zufolge mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Baker Kalibaf. Das teilt ein Reporter des US-Nachrichtenportals auf der Plattform X mit. Ein israelischer Insider sagt demnach, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Kalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.

Der iranische Parlamentspräsident dementierte den Bericht jedoch. Es habe keine Verhandlungen gegeben, schrieb Mohammad Baker Kalibaf auf X.

Lufthansa-Airlines fliegen bis Herbst nicht nach Nahost

Die Airlines des Lufthansa-Konzerns meiden wegen des Iran-Kriegs viele Ziele in Nahost noch für längere Zeit. Einzelne Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran sollen bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilt. Es führt dafür Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe an. Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat. 

Die genannten Fristen gelten für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv sollen sie bis zum 31. Mai nicht anfliegen. Frachtflüge der Lufthansa Cargo und Eurowings-Passagierflüge in Israels Metropole pausieren zunächst bis zum 30. April.

Trump: Sind uns mit Iran in 15 Punkten einig

Die USA und der Iran sind sich nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei rund 15 Punkten einer möglichen Vereinbarung einig geworden. „Sie werden nie Atomwaffen haben. Sie haben dem zugestimmt“, sagte der Republikaner vor Reportern in Florida.

Es gebe wesentliche Übereinstimmungen in den meisten Punkten. Iran wolle unbedingt einen Deal zur Beendigung des Kriegs machen und die USA auch, sagte Trump. Man werde am heutigen Montag voraussichtlich miteinander telefonieren.

Sein Nahost-Gesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner hätten am Sonntag mit Vertretern der Islamischen Republik gesprochen, die Verhandlungen sollten noch diesen Montag fortgesetzt werden. Die iranische Nachrichtenagentur Fars wies die Aussagen unter Berufung auf Insider allerdings umgehend zurück. Es gebe weder direkte noch indirekte Kontakte mit den USA. Trump sagte auch, man verhandle mit einer Person, von der er nach eigenen Angaben glaubt, dass sie die Angesehenste sei. Es handele sich nicht um den obersten Führer Modschtaba Chamenei.

Merz begrüßt vorläufigen Verzicht auf US-Kraftwerksangriffe im Iran

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßt Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu einem vorläufigen Verzicht auf angedrohte Angriffe gegen Kraftwerke im Iran. „Ich bin dankbar, dass er heute gesagt hat, dass er das noch einmal um fünf Tage verschiebt und jetzt auch die Möglichkeit für unmittelbare und direkte Kontakte mit der iranischen Führung eröffnet“, sagte Merz in Berlin. „Ich habe ihm angeboten, dass wir in jeder Hinsicht dabei behilflich sind. Wir verfügen über gute Kontakte in die gesamte Region.“

Emirate: Gefahr durch Iran „zentraler Fokus“ für Sicherheit am Golf

Ein Spitzendiplomat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hat am Montag die Reaktion arabischer und islamischer Institutionen auf iranische Angriffe in Golfstaaten infrage gestellt. In einem Beitrag auf der Plattform X warf Anwar Gargasch die Frage auf, welche Rolle Organisationen wie die Arabische Liga und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit angesichts der Bedrohung für den Golf spielten.

Bereits am Wochenende schrieb Gargasch auf X, die geopolitischen Auswirkungen der iranischen Angriffe gegen Golfstaaten machten die Gefahr durch den Iran zum „zentralen Fokus für Sicherheit am Golf“. Infolge stärke sein Land eigene Fähigkeiten und seine Sicherheitspartnerschaft mit Washington, so der Berater von Präsident Mohammed bin Sajid.

Außenministerium stellt sich hinter Botschafter Seibert

Das Auswärtige Amt hat sich nach Kritik des israelischen Außenministers Gideon Saar an Äußerungen zur Siedlergewalt klar hinter den deutschen Botschafter Steffen Seibert gestellt. „Es ist ganz klar, dass es auch die Aufgabe unseres Botschafters ist, Themen anzusprechen, bei denen wir Differenzen haben“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe Saar gestern Abend angerufen und betont, dass Seibert ein überzeugter Unterstützer des Staates Israel sei. „Damit ist die Sache auch ausgeräumt“, ergänzte der Sprecher.

Seibert hatte am Sonntag auf X von einem Tag der Trauer und Empörung nach dem Tod eines Israelis durch Hisbollah-Beschuss und hunderten Verletzten durch iranische Raketen gesprochen. Zugleich schrieb er über Siedlergewalt gegen Palästinenser im Westjordanland.

Teheran dementiert Verhandlungen mit den USA

Der Iran hat Aussagen von US-Präsident Donald Trump dementiert, wonach Verhandlungen zwischen Teheran und Washington laufen. Es gebe keinerlei direkte Kontakte zu Trump, auch nicht über Vermittler, hieß es in Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die Irans mächtigen Revolutionswächtern nahestehen. 

Israelisches Militär: Angriffe im Zentrum von Teheran

Israel greift nach eigenen Angaben Teheran an. Die Attacken richteten sich auf das Zentrum der iranischen Hauptstadt, teilte das Militär mit. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, es gebe Gespräche der USA mit dem Iran.

Russland warnt USA vor Angriff auf iranisches Atomkraftwerk

Russland hat die USA vor einem Angriff auf ein iranisches Atomkraftwerk gewarnt. Der Kreml teilte am Montag mit, dass ein US-Angriff auf das von Russland gebaute iranische Atomkraftwerk irreparable Folgen haben könnte.

Kremlsprecher Dmitri Peskow wurde von Journalisten auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump angesprochen, iranische Kraftwerke zu zerstören, falls das Land die Straße von Hormus nicht vollständig öffne. 

Peskow erklärte daraufhin, die katastrophal angespannte Lage in der Region könne nur auf politischem und diplomatischem Wege gelöst werden. Er warnte, Angriffe auf Atomanlagen seien extrem gefährlich und könnten irreparable Folgen haben. Russland habe den USA entsprechende Signale übermittelt.

Israeli an Libanon-Grenze durch israelischen Beschuss getötet

Im israelischen Grenzgebiet zum Libanon ist ein Landwirt durch den Beschuss der israelischen Armee getötet worden. Das räumt der israelische Generalmajor Rafi Milo ein und betont zugleich, gerade durch diesen Einsatz habe der 60-Jährige geschützt werden sollen. Das israelische Militär hatte zuvor noch erklärt, der Mann sei durch Beschuss aus dem Libanon getötet worden. Der Avocado-Bauer Ofer Moskowiz aus dem Ort Misgav Am gilt als der erste getötete israelische Zivilist bei dem Grenzkonflikt zwischen Israel und dem Libanon, der parallel zu dem Ende Februar ausgebrochenen Iran-Krieg eskaliert ist. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters hatte Moskowiz noch vergangene Woche seine Besorgnis angesichts der Kämpfe zum Ausdruck gebracht.

Trump verlängert Ultimatum und setzt Angriffe im Iran auf Energie aus 

US-Präsident Donald Trump verlängert seine Frist für die Öffnung der Straße von Hormus durch den Iran. Trump kündigte demnach an, das Pentagon anzuweisen, jegliche militärischen Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen. Die Aussetzung sei aber vom Erfolg laufender Treffen und Gespräche abhängig, teilte Trump am Montag mit. In den beiden vergangenen Tage habe es gute und produktive Gespräche mit dem Iran gegeben.

China warnt im Iran-Konflikt vor Eintritt in „Teufelskreis“

China hat nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump gegen die iranische Führung vor einer Verschärfung der Lage gewarnt. „Sollte sich der Konflikt weiter ausweiten und die Lage erneut eskalieren, wird die gesamte Region in eine unkontrollierbare Situation geraten und Waffengewalt nur zu einem Teufelskreis führen“, sagte Außenamtssprecher Lin Jian in Peking. 

Parallel warnte Chinas Nahost-Sondergesandter, Zhai Jun, nach einer kürzlichen Reise in der Krisenregion und Gesprächen mit verschiedenen arabischen Staaten vor „untragbaren Konsequenzen“ durch die Schließung der Straße von Hormus. Die Volksrepublik beziehe ihm zufolge fast die Hälfte ihrer Energieimporte aus der Region. 

Bundesregierung erwägt keinen Stopp für Rüstungsgüter in die USA

Die Bundesregierung erwägt anders als die Schweiz nicht, den Export von Rüstungsgüter in die USA zu stoppen. Das teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die Schweizer Regierung hatte den Stopp neuer Genehmigungen mit dem Neutralitätsstatus des Landes begründet.

Deutsche Reeder warnen vor Gefahr für Handelsschiffe 

Der Verband deutscher Reeder (VDR) ist wegen des Iran-Kriegs in großer Sorge ob der Sicherheit der Handelsschifffahrt im Persischen Golf. Seit Beginn des Kriegs Ende Februar sitzen in der Region mehr als 2.000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten fest, wie VDR-Präsidentin Gaby Bornheim in Hamburg sagte. Darunter seien mindestens 50 Schiffe von zehn deutschen Reedereien mit etwa 1.000 Seeleuten an Bord. Rund 20 Handelsschiffe seien bereits attackiert worden. „Es hat Verletzte und Tote gegeben.“

Die Versorgungslage der Seeleute an Bord bezeichnete VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger als gut. Die Schiffe hätten Proviant für rund vier Wochen an Bord und es gebe auch die Möglichkeit zur Nachversorgung. Aber: „Das Risiko beschossen zu werden, ist real.“ Verlassen könnten die Crews ihre Schiffe nicht, da diese nicht einfach wie ein Auto geparkt werden könnten. Die Schiffe seien in Betrieb und müssten überwacht und betreut werden. Kröger sagte, die Arbeiten erfolgten wegen der Gefahren aber vor allem unter Deck. 

Teheran von neuen Explosionen erschüttert

Die iranische Hauptstadt Teheran ist von neuen Explosionen erschüttert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole wurde die Flugabwehr aktiviert, wie Augenzeugen berichteten. Zunächst war unklar, welche Ziele betroffen waren. Seit mehr als drei Wochen fliegen Israel und die USA schwere Angriffe in der Stadt.

Bundeswirtschaftsministerium sieht bisher keine Lieferengpässe

Das Bundeswirtschaftsministerium kann die konjunkturellen Folgen des Nahost-Krieges noch nicht beziffern. „Konkrete Lieferengpässe sind mir nicht bekannt“, sagt ein Sprecher des Ministeriums in Berlin. Das Ministerium sei mit allen Wirtschaftszweigen im Kontakt. „Wir beobachten die Lage eng.“ Ökonomen rechnen mit einem schwächeren Wachstum und einer höheren Inflation.


Wir beobachten die Lage eng.

Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums zu den Auswirkungen des Irankriegs

Israel zerstört Brücke im Libanon

Bei einem israelischen Luftangriff ist laut einem Medienbericht eine Brücke über den Litani im Südlibanon zerstört worden. Der Angriff auf die Brücke unterbrach am Montag eine wichtige Verbindung zwischen der Stadt Nabatije und dem weiter südlich gelegenen al-Hudschair-Tal, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete.

Am Sonntag hatte Israel die Kasmijeh-Brücke nahe der Hafenstadt Tyros im Südlibanon angegriffen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun bezeichnete Israels neue Angriffe auf Brücken in der Region als „Vorspiel zu einer Bodeninvasion“.

Iran droht bei Angriff auf Küste mit Verminung des Persischen Golfs

Der Iran hat im Krieg mit Israel und den USA nach eigener Darstellung noch nicht alle seine militärischen Kapazitäten ausgeschöpft. „Der Feind soll wissen, dass neue Überraschungen auf dem Weg sind“, sagte Abdullah Hadschi-Sadeghi, ein religiöser Vertreter der mächtigen Revolutionsgarden. 

Die Islamische Republik werde sich niemals ergeben, zitierte ihn die mit den Revolutionswächtern verbundene Nachrichtenagentur Tasnim. „Wir sind in einer Schule erzogen worden, die Kapitulation als Erniedrigung betrachtet“, sagte Hadschi-Sadeghi.

Hisbollah beansprucht mehr als 60 Angriffe in Israel für sich

Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 60 Angriffe auf Israel für sich beansprucht. Hisbollah-Kämpfer hätten mit Raketen, Drohnen und Artillerie unter anderem israelische Soldaten und Fahrzeuge im Grenzgebiet angegriffen, teilte die Miliz mit. Die ausgeweiteten Angriffe auf den erklärten Erzfeind Israel seien auch eine Antwort auf dessen „systematische Angriffe auf wichtige Straßen und Brücken“ im Libanon.

Iran veröffentlicht Liste mit möglichen Angriffszielen

Staatliche Medien im Iran haben eine Liste mit Kraftwerken im Nahen Osten veröffentlicht, die Ziel von Angriffen werden könnten. Auf der Liste, die am Montag unter anderem von der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Fars veröffentlicht wurde, stand auch das Atomkraftwerk Baraka in den Vereinigten Arabischen Emiraten nahe der Grenze zu Saudi-Arabien.

Der Iran hatte kurz zuvor gedroht, Kraftwerke ins Visier nehmen zu wollen, die US-Militärstützpunkte mit Strom versorgen. Das iranische Staatsfernsehen veröffentlichte am Morgen eine entsprechende Erklärung der paramilitärischen Revolutionsgarde. Angriffe auf Kraftwerke können die Strom- und Wasserversorgung in den arabischen Golfstaaten stören, insbesondere da die Wüstenländer ihre Kraftwerke mit Entsalzungsanlagen gekoppelt haben, die für die Trinkwasserversorgung unerlässlich sind.

Macron warnt vor „Risiko einer unkontrollierbaren Eskalation“

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat im Zusammenhang mit wechselseitigen Drohungen von Angriffen auf Energieinfrastruktur im Iran-Krieg vor dem „Risiko einer unkontrollierbaren Eskalation“ gewarnt. 

Macron schrieb auf X, er habe mit Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman gesprochen. Macron forderte alle Konfliktparteien auf, ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und andere zivile Infrastrukturen einzuhalten, und drängte den Iran, den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus frei fließen zu lassen.

Nach einer am Montagmorgen von dem saudischen Außenministerium veröffentlichten Erklärung brachte Macron in dem Telefonat mit dem Kronprinzen die Solidarität seines Landes mit Saudi-Arabien zum Ausdruck und verurteilte die seiner Ansicht nach wiederholten Angriffe des Iran auf das Königreich. Macron bekräftigte die Unterstützung Frankreichs für die von Riad ergriffenen Maßnahmen zur „Sicherung seiner Souveränität, Sicherheit und territorialen Integrität“.

HB

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