Immobilien: Christian Müller: „Das kann man nur als kapitalistisches Marktversagen bezeichnen“

Immobilien: Christian Müller: „Das kann man nur als kapitalistisches Marktversagen bezeichnen“

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Immobilien: „Das kann man nur als kapitalistisches Marktversagen bezeichnen“

Der Vorsitzende des Berliner Architektenvereins kritisiert, dass Baufirmen trotz der großen Wohnraumnachfrage nicht ausgelastet sind. Was er für nötig hält, um mehr Wohnungen zu schaffen.
Julia Rieder 25.04.2026 – 16:27 Uhr Artikel anhören

Christian Müller: „Eigentum verpflichtet.“ Foto: Lothar-Peter, Getty Images

Berlin. Christian Müller ist seit 2025 Vorstandsvorsitzender des Architekten- und Ingenieurvereins zu Berlin-Brandenburg (AIV). Der promovierte Bauingenieur führt ein eigenes Ingenieurbüro für Tragwerksplanung. Im AIV setzt er sich für eine innovative und nachhaltige Baukultur ein.

Herr Müller, wo sehen Sie aktuell das größte ungenutzte Potenzial in der Immobilienbranche?
Der Leerstand von Bürogebäuden ist angesichts des Wohnraumbedarfs ärgerlich. Daher sollten Büroimmobilieninvestoren wenigstens temporär einen Teil ihrer Immobilien für Wohnraum umnutzen. Dazu sollten baurechtliche Hürden beseitigt werden. Besonders in gründerzeitlichen Strukturen ist dies leichter möglich. Das ist eine Frage der sozialen Verantwortung: Eigentum verpflichtet.

Was war für Sie persönlich der größte Aha-Moment in Bezug auf den Immobilienmarkt?
Der Widerspruch zwischen großer Nachfrage im Wohnungsbau und stagnierendem Neubau – bedingt durch die starken Steigerungen bei Energiekosten, Bauzinsen, Bau- und Grundstückspreisen –, der den Wohnungsmarkt zum Erliegen bringt. Trotz großer Nachfrage sind Bauunternehmen nicht ausgelastet. Das kann man im Moment nur als kapitalistisches Marktversagen bezeichnen.

Welches zukunftsweisende Projekt hat Sie zuletzt besonders begeistert?
Die Internationale Bauausstellung (IBA) soll von 2034 bis 2037 in Berlin stattfinden. Das ist eine Gelegenheit, innovative Antworten zu entwickeln – von urbaner Klimaanpassung und nachhaltigem Umgang mit Flächen über neue Formen des Zusammenlebens bis hin zu zeitgemäßer Stadtarchitektur. Entscheidend wird sein, dass die IBA nicht nur als Ausstellung, sondern auch als Instrument für zukunftsweisende Architektur und Städtebau verstanden wird.

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