Argentinien: Javier Mileis besonderes Problem mit dem Wirtschaftswachstum

Argentinien: Javier Mileis besonderes Problem mit dem Wirtschaftswachstum

Buenos Aires. Argentiniens Präsident Javier Milei hielt kürzlich vor der Amerikanischen Handelskammer in Buenos Aires eine Rede. Er kündigte an, über das zu sprechen, was ihm an seiner Regierung nicht gefalle, ihm regelrecht zuwider sei: die Inflation. In den folgenden 40 Minuten steigerte sich der selbst ernannte Anarcho-Kapitalist in eine wütende Rechtfertigungsrede.

Die Inflation ist in Argentinien ein anhaltendes Problem. Aber eines, das Milei zunächst in den Griff bekommen hatte. Lag die Inflationsrate Anfang 2024 noch bei 211 Prozent, steht sie jetzt über die vergangenen zwölf Monate bei rund 33 Prozent. Doch die Teuerungsrate stagniert inzwischen seit zehn Monaten. Im März stieg sie wieder.

Die Regierung hatte kürzlich noch gehofft, das Jahr mit einer Inflation von zehn Prozent abzuschließen. Gerade aber hat das statistische Amt die Monatsinflation für März mit 3,4 Prozent angegeben. Nun ist im besten Fall eine Teuerung von 20 Prozent möglich.

Für den libertären Präsidenten ist das eine persönliche Niederlage. Durch eine radikale Kürzung der Staatsausgaben „mit der Kettensäge“ hatte er nach seinem Amtsantritt im Dezember 2023 das Haushaltsdefizit in einen Überschuss verwandelt. Seitdem druckt die Zentralbank kein Geld mehr, um den Staatshaushalt zu finanzieren.

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