Einsatzkräfte suchen in den Trümmern eines Wohngebäudes in Kyjiw nach Überlebenden
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Valentyn Ogirenko / REUTERS
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Wenige Tage nach einer kurzzeitigen Waffenruhe hat Russland die Ukraine mit einem der längsten Luftangriffe in mehr als vier Jahren Krieg überzogen. In der Nacht wurde erneut Luftalarm im ganzen Land ausgelöst. Ukrainischen Medienberichten zufolge warnte das Militär vor anfliegenden Drohnen und ballistischen Raketen.
Aus der Hauptstadt Kyjiw wurden kurz darauf Explosionen gemeldet. Mehrere Gebäude wurden beschädigt, wie das Nachrichtenportal »The Kyiv Independent« berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach demnach von einem eingestürzten Wohnhaus, in dessen Trümmern verschüttete Opfer befürchtet würden. Bei Telegram erklärte er, Kyjiw werde von Russland mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Er rief die Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen.
Menschen in Kyjiw suchen Schutz vor den russischen Angriffen
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Auch der Chef der Militärverwaltung von Kyjiw, Tymur Tkatschenko, erklärte, Trümmer abgeschossener Drohnen würden Gebäude in verschiedenen Stadtteilen treffen, darunter Wohnhäuser. In inoffiziellen Telegramkanälen kursieren Videos brennender Wohngebäude.
Die ukrainische Luftwaffe meldete zudem russische Raketenangriffe auf die Regionen Charkiw, Sumy und Tschernihiw im Norden sowie auf das zentrale Gebiet Poltawa. Angaben zu möglichen Opfern gibt es bisher nicht.
Schon den ganzen Mittwoch über hatte die russische Armee Drohnenangriffe auf die Ukraine geflogen. Solche Attacken über Tag sind ungewöhnlich. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von mehr als 800 Drohnen. Mindestens sechs Menschen seien getötet und Dutzende verletzt worden.
»Es ist sicherlich kein Zufall, dass einer der längsten massiven russischen Angriffe gegen die Ukraine gerade zu dem Zeitpunkt stattfand, als der Präsident der Vereinigten Staaten zu einem Besuch in China eintraf – einem Besuch, von dem sich viele viel versprechen«, erklärte Selenskyj bei X . Er hatte zuvor die Hoffnung geäußert, dass US-Präsident Donald Trump auf China einwirken möge, damit die Volksrepublik ihre Unterstützung für den russischen Angriffskrieg beendet.
Alle Entwicklungen rund zum Treffen von Xi und Trump können Sie hier verfolgen .
Mit den massiven Angriffen will Moskau den Druck auf die Ukraine erhöhen, sich auf die russischen Bedingungen für Friedensverhandlungen einzulassen. Die Attacken am Tag trafen Ziele bis in den äußersten Westen der Ukraine in den Transkarpaten. Die Slowakei schloss wegen der Gefahr zeitweise die Grenzübergänge in die Ukraine, Ungarn als weiterer Nachbar in der Region äußerte seine Besorgnis. Am Mittwochabend meldete die ukrainische Luftwaffe die Explosion einer russischen Hyperschallrakete vom Typ Kinschal (Dolch) bei einem Einschlag in Starokostjantyniw im Westen, wo eine ukrainische Luftwaffenbasis liegt.
Gleichzeitig flogen abends Schwärme ukrainischer Drohnen auf russisches Gebiet, wie der Telegramkanal »Dronebomber« meldete. Ein Angriffsziel schienen erneut russische Erdölanlagen am Finnischen Meerbusen zu sein.
Nach Umfragetief für Wladimir Putin: Inszenierte Küsschen
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Die heftigen russischen Angriffe folgen auf drei Tage Waffenruhe von Samstag bis Montag. Der russische Präsident Wladimir Putin konnte in dieser Zeit zwar ungestört eine Parade zum Weltkriegsgedenken abhalten, war aber abhängig davon, dass die USA die Feuerpause vermittelt hatten und die Ukrainer danach tatsächlich stillhielten.
Am Dienstag ließ Putin demonstrativ seine Militärs von einem gelungenen Test der neuen russischen Atomrakete RS-28 Sarmat berichten. Sie solle Ende des Jahres in Dauereinsatz gehen, sagte er. Allerdings ist die angebliche Einsatzbereitschaft dieses Raketentyps auch schon in früheren Jahren behauptet worden.
Putin tauschte unterdessen die Gouverneure der besonders vom Krieg betroffenen Grenzregionen Belgorod und Brjansk aus. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow habe den Posten in Belgorod »auf eigenen Wunsch« abgegeben, hieß es in Putins Erlass, den der Kreml veröffentlichte. Zum kommissarischen Nachfolger wurde General Alexander Schuwajew ernannt. Im Gebiet Brjansk folgt Jegor Kowaltschuk auf Alexander Bogomas.
Der Text sei »in weiten Teilen kaum verständlich« und für Betroffene häufig nicht nachvollziehbar. Selbst Heizungs-Fachverbände würden Probleme bei der Umsetzung des Gesetzes kritisieren sowie dessen mangelnde Praxistauglichkeit, sagte Goebel. »Genau solche Gesetze...
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