Baumann äußert sich selbstbewusst

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Der Artikel erschien in erster Fassung am 16. Mai um 18:59 Uhr und wurde mit Aussagen des Bundestrainers aktualisiert (4.+5. Absatz)
Manuel Neuer hat ein Comeback im deutschen Nationalteam für die WM im Sommer nach dem letzten Bundesliga-Spieltag nicht mehr ausgeschlossen. „Für mich ist das heute kein Thema“, sagte der 40 Jahre alte Kapitän des FC Bayern München nach dem 5:1 gegen den 1. FC Köln bei „Sky“. „Ich bin da total entspannt. Es ist so, dass wir heute die Meisterschaft feiern. Ich habe in der nächsten Woche ein ganz wichtiges Spiel mit dem DFB-Pokalfinale.“ Die Anzeichen für eine überraschende Neuer-Fortsetzung in der Nationalelf verdichten sich aber immer mehr. Am Abend gab es auch von Bundestrainer Julian Nagelsmann kein klares Dementi, allerdings auch keine Bestätigung.
„Sky“ hatte vermeldet, dass die DFB-Rückkehr des Münchners beschlossene Sache sei – und das als Nummer eins. Man sei sich sicher, dass es zum Comeback Neuers im Nationalteam kommen wird, „sofern nichts Außergewöhnliches mehr in den nächsten Stunden oder Tagen passiert“. Der ehemalige Welttorhüter, Bundestrainer Nagelsmann und DFB-Direktor Rudi Völler sollen sich darauf verständigt haben, heißt es. Neuer schloss dazu passend seine Ausführungen auf die Frage, ob eine WM-Teilnahme ausgeschlossen sei, mit dem Satz: „Das müsst ihr nicht wissen.“

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass Neuer für die Weltmeisterschaft in Kanada, USA und Mexiko ins Team von Nagelsmann zurückkehren könnte. In den vergangenen Tagen habe es keinen Kontakt zum früheren Bayern-Coach gegeben, berichtete Neuer. „Wir haben das ganze Jahr Kontakt, ganz normal wie mit anderen ehemaligen Trainern und Verantwortlichen auch. Da war jetzt nichts Besonderes.“
Update 17. Mai: Im „ZDF-Sportstudio“ vermied Nagelsmann am Samstagabend eine klare Aussage zu Neuer, schloss die Rückkehr aber nicht aus. Er wolle zuerst das Gespräch mit allen Spielern suchen, sagte Nagelsmann mehrmals. „Das hat noch nicht stattgefunden.“ Dass der Bayern-Keeper auf der 55 Spieler umfassenden vorläufigen WM-Liste stehen soll, stritt der Bundestrainer nicht ab: „Die Liste wird nicht veröffentlicht, deswegen kommentiere ich es nicht. Was ich dazu sagen kann ist, dass da sehr, sehr viele Spieler draufstehen, weil es eben 55 sind.“
Neuer soll in den vergangenen Tagen für die WM zugesagt haben. „Von mir hat keiner eine Information bekommen, auch noch nicht die Spieler“, sagte Nagelsmann dazu. „Sky“ habe dies rausposaunt: „Es werden Informationen in einen Hut geworfen, und der Journalist kann entweder sagen: ‚Sorry, war falsch‘ – oder, wenn es richtig ist, ‚Wow, ich habe es vor allen anderen gewusst.‘ Das Schwierige ist, immer jedes Detail im Voraus zu kennen.“
Matthäus über Neuers möglichen WM-Einsatz: „Eher ja“
„Sky“-Experte Lothar Matthäus interpretierte die Aussagen, dass die Chancen höher sind, dass Neuer bei der WM dabei ist. „Für mich eher ja wie nein“, sagte Matthäus. „Manuel Neuer ist für mich der beste deutsche Torhüter und die Besten sollten spielen.“
Im letzten Bundesliga-Spiel der Saison war Neuer nach einer Stunde für seinen Ersatzmann Jonas Urbig ausgewechselt worden. Dies sei auch mit Blick auf das DFB-Pokalfinale am kommenden Samstag gegen den VfB Stuttgart in Berlin geschehen, sagte der Routinier. „Ich habe etwas gemerkt in der Wade, deshalb wollte ich kein Risiko eingehen, auch wegen nächster Woche. Deshalb habe ich lieber gesagt, dass ich was spüre.“
Am Freitag hatte Neuer seinen Vertrag beim FC Bayern um ein Jahr bis zum Sommer 2027 verlängert. Von der WM 2010 bis zur EM 2024 war er bei allen großen Turnieren die Nummer eins im deutschen Tor. Nach dem Heimturnier vor zwei Jahren trat er zurück. Mit 124 Länderspielen ist er Deutschlands Rekordkeeper. Sein größter Erfolg war der Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.
Nummer 1 beim DFB: Baumann geht selbstbewusst in WM-Vorbereitung
Der Torwart hatte bis zuletzt immer wieder glaubhaft betont, sein Rücktritt aus der Nationalelf sei in Stein gemeißelt. Verkündet hatte er ihn freilich vor zwei Jahren auch in der Annahme, dass Nagelsmann fortan auf Marc-André ter Stegen als Nummer eins setzen würde. Das war tatsächlich der Plan des Bundestrainers, der aber schließlich von immer wieder neuen Verletzungen ter Stegens durchkreuzt wurde. Das eröffnete Stellvertreter Oliver Baumann eine unverhoffte Chance. Der Hoffenheimer war ein sicherer Rückhalt während der gesamten WM-Qualifikation im zweiten Halbjahr 2025 und stieg zur Nummer eins auf.
Der 35-Jährige äußerte sich nach dem 0:4 seiner Mannschaft in Mönchengladbach wie folgt bei „Sky“: „Ich gehe sehr selbstbewusst in die Vorbereitung und dann in die WM. Er hat mir das Vertrauen ausgesprochen. Punkt. Ich habe meine Infos – von meinem Gespräch mit Julian. Es war ein Vier-Augen-Gespräch.“
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