+++ Ukraine-Krieg +++: Russland droht mit neuer Attacke gegen Kiew

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Ukraine: Russland droht mit neuer Attacke gegen Kiew

Live-Blog Ukraine gegen Lockerung der Import-Verbote für Kali-Dünger aus Belarus +++ Belarussische Oppositionsführerin reist nach Kiew +++ Der Newsblog.
26.05.2026 – 02:11 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Russischer Raketenangriff auf Kiew: Moskau droht mit einer neuen schweren Attacke. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

Ukraine und EU-Vertretung in Kiew unbeeindruckt von russischen Drohungen

Ungeachtet massiver russischer Drohungen mit systematischen Angriffen auf Kiew wollen sich die Ukraine und die Vertretung der Europäischen Union (EU) in Kiew nicht einschüchtern lassen. Die EU wies russische Aufforderungen zurück, ihr diplomatisches Personal aus der ukrainischen Hauptstadt abzuziehen. Die EU-Vertretung werde in Kiew bleiben, betonte die Leiterin des dortigen EU-Büros, Katarina Mathernova. Russland wolle mit seinen Warnungen lediglich Panik säen und die Ukraine isolieren. Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha rief die Verbündeten auf, sich der russischen Erpressung nicht zu beugen.

Die Führung in Moskau hatte am Montag Ausländer sowie Diplomaten aufgefordert, Kiew so schnell wie möglich zu verlassen. Die russischen Streitkräfte würden systematische Schläge gegen militärische und politische Entscheidungszentren in der Hauptstadt beginnen, hieß es aus dem Außenministerium. Außenminister Sergej Lawrow rechtfertigte das Vorgehen in einem Gespräch mit seinem US-Kollegen Marco Rubio als Reaktion auf ukrainische Angriffe gegen Zivilisten. Moskau verwies dabei auf einen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der von Russland kontrollierten Region Luhansk am Freitag. Die Ukraine wies dies zurück und erklärte, sie habe eine militärische Kommandoeinheit getroffen.

Ukraine: Toter und Verletzte nach russischen Luftschlägen

Bei schweren russischen Angriffen aus der Luft ist ukrainischen Behördenangriffen nach im Osten des Landes mindestens 1 Mensch getötet worden, 15 weitere wurden verletzt. In der Hafenstadt Odessa sei ein Infrastrukturobjekt durch Beschuss zerstört worden, teilte Gouverneur Serhij Lyssak auf Telegram mit. Von den vier Verletzten sei einer seinen Wunden erlegen, schrieb er später.

In der Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk wurden derweil durch den Abwurf gelenkter Gleitbomben am Abend zwölf Personen verletzt. „Unter den Verletzten ist ein achtjähriger Junge“, schrieb der ukrainische Gouverneur der Region Wadym Filaschkin auf Telegram. Laut den örtlichen Behörden war es bereits der dritte schwere Angriff auf die Stadt im Tagesverlauf.

Ukraine gegen Lockerung der Import-Verbote für Kali-Dünger aus Belarus

Die Ukraine lehnt eine Lockerung der Import-verbote für Kali-Dünger aus Belarus ab. Es dürfe keine Illusionen geben, dass man Belarus durch Zugeständnisse aus dem russischen Einflussbereich lösen könne, sagt Außenminister Andrij Sybiha nach einem Treffen mit der belarussischen Oppositionsführerin Swjatlana Zichanouskaja in Kiew. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, die USA hätten die Ukraine um die Wiederzulassung der Importe gebeten, weil damit eine Ablösung von Belarus von Russland unterstützt werden könnte.

Russland droht mit neuer Attacke gegen Kiew

Nach dem massiven russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Wochenende hat Moskau mit einer neuen schweren Attacke gedroht. Das russische Außenministerium rief ausländische Diplomaten dazu auf, Kiew schnellstmöglich zu verlassen. Das russische Militär werde als Antwort auf den ukrainischen Beschuss eines Wohnheims in der von Russland kontrollierten Stadt Starobilsk nun systematisch Rüstungsobjekte und „Entscheidungszentren“ in Kiew angreifen, heißt es in der Mitteilung.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat nach Angaben seines Ministeriums US-Außenminister Marco Rubio über Angriffe auf die ukrainischen Hauptstadt Kiew informiert. 

Tschechien verschärft Regeln für ukrainische Flüchtlinge

Die tschechische Regierung billigt eine Gesetzesänderung, die die Aufenthaltsregeln und die finanzielle Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge verschärft. Damit reagiere man auf den Missbrauch von Hilfsgeldern und die Wahrnehmung, dass Flüchtlinge gegenüber Einheimischen im Vorteil seien, teilt die Regierung mit. Innenminister Lubomir Metnar erklärt, humanitäre Hilfe und Aufenthaltsgenehmigungen sollten künftig auf Personen beschränkt werden, die dauerhaft im Land leben. 

Zudem entfällt die Befreiung ukrainischer Autos von der technischen Inspektion. Das Parlament muss den Plänen noch zustimmen. Metnar zufolge könnte auf EU-Ebene zudem diskutiert werden, den Schutzstatus ab März 2027 für wehrfähige Männer aufzuheben, um dem Personalmangel in der Ukraine entgegenzuwirken. Tschechien hat EU-Angaben zufolge gemessen an der Einwohnerzahl die meisten ukrainischen Flüchtlinge in der Europäischen Union aufgenommen.

Tote und Verletzte nach russischen Angriffen im Osten der Ukraine

Im Osten der Ukraine sind bei russischen Angriffen mindestens vier Menschen getötet worden. Bei Raketenbeschuss auf die Stadt Derhatschi im ostukrainischen Gebiet Charkiw kamen Militärgouverneur Oleh Synjehubow zufolge ein 25-Jähriger und ein 68-Jähriger ums Leben. Weitere 23 Personen wurden demnach verletzt. Ein ziviles Unternehmen, Lagerräume und Fahrzeuge seien beschädigt worden.

Ein 64 Jahre alter Mann und eine 38-jährige Frau kamen außerdem durch russischen Beschuss der Stadt Kramatorsk und der Siedlung Jasnohirka ums Leben, wie die regionale Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk mitteilte. Drei weitere seien verletzt worden.

Belarussische Oppositionsführerin reist nach Kiew

Nach den massiven russischen Angriffen auf Kiew hat die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja erstmals die ukrainische Hauptstadt Kiew besucht. Sie kam am Montag mit dem Zug an und sagte der Nachrichtenagentur AP vor ihrer Ankunft, sie begrüße, dass unter anderem Frankreich Druck ausübe, damit Belarus sich auf der Seite Russlands nicht weiter in den Krieg verstricke.

Russland: Magnetminen auf Tanker in Ostseehafen entdeckt

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB entdeckt einem Bericht zufolge auf einem Tanker im Ostseehafen Ust-Luga mehrere Magnetminen. Die Minen seien am Rumpf des Schiffes gefunden worden, das mit Flüssiggas aus dem belgischen Antwerpen eingelaufen sei, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldet. Eine Sprecherin des russischen Ermittlungskomitees erklärt, die Minen stammten aus einem Nato-Staat. Sie seien inzwischen entschärft worden. Das Schiff fährt LSEG-Daten zufolge unter der Flagge Liberias und wird von einem Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten betrieben.

Russland: Raketenangriff auf Belgorod – Energie-Infrastruktur beschädigt

Bei einem massiven Raketenangriff auf die an die Ukraine grenzende russische Region Belgorod wurde die Energie-Infrastruktur beschädigt. Davon ist auch die gleichnamige Stadt betroffen, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf örtliche Behörden meldet. Die Strom- und Wasserversorgung ist den Angaben zufolge unterbrochen worden.

Russland: Drohnenangriff auf Region Jaroslawl

Die russische Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau wird nach Angaben des dortigen Gouverneurs mit Drohnen angegriffen. Dies teilt Michail Jewrajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Ukraine beantragt sofortige Sitzung im UN-Sicherheitsrat

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach den massiven russischen Luftschlägen gegen die Hauptstadt Kiew die internationale Gemeinschaft zu einer „starken Antwort an den Aggressor“ aufgefordert. Der Minister beantragte laut einer Mitteilung auf der Plattform X eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und eine Zusammenkunft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). 

Sybiha warf Russland vor, mit der „barbarischen Raketenattacke“ in der vergangenen Nacht fehlende militärische Fortschritte auf dem Schlachtfeld im Angriffskrieg gegen die Ukraine kompensieren zu wollen.

„Putin versucht, die Ukraine einzuschüchtern, indem er Zivilisten angreift und Wohngebäude, Museen, Schulen sowie kritische Infrastruktur zerstört“, sagte Außenminister Sybiha. Die internationale Gemeinschaft müsse reagieren, meinte Sybiha. „Wir fordern unsere Partner nachdrücklich auf, entschlossene multilaterale Maßnahmen zu ergreifen, um Russland abzuschrecken und es zu einem umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden zu bewegen“, betonte der Minister.

Russland meldet Toten nach ukrainischem Drohnenangriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Russland ist nach Angaben örtlicher Behörden ein Zivilist getötet worden. Der Angriff traf demnach am Sonntagmorgen die Stadt Graiworon in der Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht zum Sonntag seien 33 ukrainische Drohnen abgeschossen oder elektronisch gestört worden. Betroffen gewesen seien unter anderem die Region Moskau, Gebiete im Westen und Südwesten Russlands sowie die von Russland besetzte ukrainische Halbinsel Krim.

Laut Selenskyj nicht alle Raketen bei Angriff auf Kiew abgefangen

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei dem russischen Großangriff im Raum Kiew nicht alle ballistischen Raketen abfangen können. Die meisten Einschläge hätten die Hauptstadt getroffen, das Hauptziel des Angriffs, sagte Selenskyj.

Die offenbar gescheiterten Abfangversuche verdeutlichen den anhaltenden Mangel der Ukraine an Luftabwehrraketen, die ballistische Flugkörper abschießen können. Kiew ist dabei stark auf US-Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot angewiesen. Eine eigene Alternative aus ukrainischer Produktion zu entwickeln, ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums inzwischen eine der wichtigsten Prioritäten. Dafür braucht das Land allerdings Zeit und zusätzliche Finanzierung.

Ukraine meldet Drohnenangriff auf russische Öl-Pumpstation

Der ukrainische Geheimdienst SBU greift nach eigenen Angaben mit Drohnen eine Öl-Pumpstation in der russischen Region Wladimir an. Die Anlage sei ein wichtiger Knotenpunkt für die Weiterleitung von Ölprodukten nach Moskau und in die Umgebung, teilt der SBU in den sozialen Medien mit. Sie versorge große Öllager rund um die Hauptstadt sowie die Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo mit Treibstoff. Nach dem Angriff sei ein Feuer auf einer Fläche von 800 Quadratmetern registriert worden.

Zahl der Toten nach Angriff auf Wohnheim steigt auf 21

Nach einem mutmaßlich ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der von Russland besetzten Region Luhansk in der Ukraine ist die Zahl der Toten nach Angaben russischer Behörden auf mindestens 21 gestiegen. Mehr als 40 weitere Menschen seien verletzt worden, hieß es am Samstagabend. Die von Moskau eingesetzten Behörden in Luhansk ordneten eine zweitägige Trauer um die Opfer an.

Brantner fordert europäische Friedensinitiative für Ukraine

Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner hat nach den massiven russischen Angriffen auf Kiew eine europäische Friedensinitiative für die Ukraine gefordert. „Deutschland muss gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien, Polen und unseren weiteren europäischen Partnern ein verlässliches Verhandlungsformat aufbauen“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Parallel zu einer diplomatischen Initiative müsse Europa den Druck auf Moskau weiter erhöhen. Sie nannte weitere Sanktionen, härtere Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte und eine Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte zur Unterstützung der Ukraine.

Merz verurteilt russische Angriffe mit Oreschnik-Raketen

Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilt die russischen Attacken auf die Ukraine scharf. Er bezeichnet die Angriffe und den Einsatz des Oreschnik-Raketensystems in einem Beitrag auf der Plattform X als rücksichtslose Eskalation. „Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine.“

Wadephul und Macron verurteilen russischen Raketenangriff auf Kiew

Außenminister Johann Wadephul verurteilt den jüngsten russischen Raketenangriff auf die Ukraine. „Raketenterror ist schockierend. Der Einsatz einer Oreschnik ist eine weitere Eskalation“, schreibt der CDU-Politiker auf der Plattform X. Dies bestärke ihn darin, die beim Nato-Außenministertreffen gemachten Vorschläge konsequent weiterzuverfolgen. Nur eine starke Ukraine werde den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Einlenken bewegen können. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron äußert sich auf X und verurteilt den Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und den Einsatz der Hyperschall-Rakete. Dies bedeute eine Eskalation und zeige die Sackgasse des russischen Angriffskrieges auf. Er bekräftigt zudem die Unterstützung Frankreichs für die Ukraine.

Russischer Raketenangriff ist „nukleares Säbelrasseln“, laut Kallas

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wirft Russland wegen der jüngsten Raketenangriffe auf die Ukraine „nukleares Säbelrasseln“ vor. Der mutmaßliche Einsatz von Mittelstreckenraketen des Typs Oreschnik, die für atomare Sprengköpfe ausgelegt sind, sei eine politische Einschüchterungstaktik, schreibt Kallas auf X. Russland terrorisiere die Ukraine mit gezielten Angriffen auf Stadtzentren, weil das Land auf dem Schlachtfeld in einer Sackgasse stecke. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigt den Einsatz von vier verschiedenen Raketentypen, darunter die Hyperschallrakete Oreschnik.

Russland bestätigt Einsatz seiner Oreschnik-Rakete

Russland hat nach eigenen Angaben in der Ukraine erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete neue Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt. Es handle sich um eine Antwort auf die „terroristischen Angriffe“ der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit. Das ukrainische Militär weist die Vorwürfe zurück und erklärt, es habe eine russische Drohnen-Kommandoeinheit ins Visier genommen.

Zum Einsatz kamen Russland zufolge zudem die Systeme Iskander, Kinschal und Zirkon. Die Angriffe hätten sich demnach gegen militärische Kommandozentralen, Luftwaffenstützpunkte und Rüstungsbetriebe in der Ukraine gerichtet und sind dem Ministerium zufolge alle erfolgreich verlaufen. 

Selenskyj: Russland setzte Oreschnik-Rakete ein

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft gefürchtete Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt – erstmals nahe der Hauptstadt Kiew. Kremlchef Wladimir Putin habe die Rakete gegen Bila Zerkwa abgefeuert, sagte Selenskyj in einer am Morgen in Kiew veröffentlichten Videobotschaft. Die Großstadt liegt im Kiewer Gebiet. 

Die auch in Belarus von Moskau stationierte Oreschnik-Rakete (auf Deutsch: Haselstrauch) kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre extrem hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometer pro Stunde und ihre Reichweite von bis zu 5000 Kilometer machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent. Es war Selenskyj zufolge bereits der dritte Einsatz der Waffe in dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Zuvor hatte die ukrainische Flugabwehr von einem kombinierten Angriff mit 600 Drohnen, 90 Raketen und Marschflugkörpern gesprochen. In der Auflistung der ballistischen Raketen war Oreschnik zunächst nicht aufgeführt. Eine russische Bestätigung für den Einsatz der neuen Waffe gab es am Morgen noch nicht. Das Verteidigungsministerium in Moskau äußert sich gewöhnlich im Laufe des Tages zu den eingesetzten Waffen und Zielen.

Polen sichert Luftraum nach Angriffen auf die Ukraine

Nach den russischen Angriffen auf die Ukraine ist die polnische Luftwaffe im eigenen Luftraum im Einsatz. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilt die Armee mit.

Ukraine: Tote und Dutzende Verletzte in Kiew nach Moskaus Angriffen

Bei den massiven russischen Angriffen mit Kampfdrohnen und Raketen sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew laut Behörden mindestens zwei Menschen getötet worden. Es gab auch mindestens 56 Verletzte – 30 von ihnen, darunter zwei Kinder, werden in Krankenhäusern behandelt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko am Morgen bei Telegram mitteilte. Einsatzkräfte seien dabei, die Trümmer getroffener Wohnhäuser und Schäden zu beseitigen. 

Selenskyj warnt vor Schlag mit russischer Oreschnik-Rakete

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet nach den jüngsten Angriffen Kiews auf russische Ziele einen Vergeltungsschlag Moskaus mit der besonders gefürchteten neuen Oreschnik-Mittelstreckenrakete. „Unsere Nachrichtendienste haben Berichte über eingegangene Daten erhalten, einschließlich von amerikanischen und europäischen Partnern, wonach Russland einen Schlag mit der Oreschnik-Rakete vorbereitet“, teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Die Hauptstadt Kiew ist demnach auch in Gefahr.

Russland hat die ballistische Rakete mit besonders großer Zerstörungskraft bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt – einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe und zuletzt im Januar in der Westukraine. 

Selenskyj warnte vor einem möglichen kombinierten russischen Angriff mit verschiedenen Waffentypen. „Es ist wichtig, ab heute Abend verantwortungsvoll auf Luftalarme zu reagieren“, appellierte er an seine Landsleute. „Der russische Wahnsinn kennt wirklich keine Grenzen, schützen Sie daher Ihr Leben – nutzen Sie Schutzbunker.“

Selenskyj pocht in Brief an EU auf volle Mitgliedschaft

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach dem Vorschlag von Kanzler Friedrich Merz zu einem Sonderstatus für Kiew in der EU seine Forderung nach einer vollen Mitgliedschaft bekräftigt. „Es wäre ungerecht für die Ukraine, in der Europäischen Union präsent zu sein, aber ohne Stimme zu bleiben“, schrieb Selenskyj an die EU-Spitzen in einem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Der Erweiterungsprozess brauche viel zu lange, Europa müsse sich schneller bewegen und die Ukraine nicht in einem Warteraum halten, bis es die volle Mitgliedschaft gebe, betonte er. Merz (CDU) hatte für die Ukraine einen Sonderstatus als „assoziiertes Mitglied“ der EU vorgeschlagen, weil ein schneller vollständiger Beitritt aus seiner Sicht ausgeschlossen ist. Aus Sicht Berlins wird mit dem Vorschlag eine politische Brücke gebaut.

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