Milosevics „seltsame“ Trennung von Werder Bremen – Forderung an VfB Stuttgart

Milosevics „seltsame“ Trennung von Werder Bremen – Forderung an VfB Stuttgart

Will nicht mehr verliehen werden 

Milosevics „seltsame“ Trennung von Werder Bremen – Forderung an VfB Stuttgart

©IMAGO

Jovan Milosevic hat eine wechselhafte Saison hinter sich. In der Hinrunde war er als Top-Torjäger von Partizan Belgrad auf Kurs Meisterschaft, in der Rückrunde kämpfte er mit Werder Bremen um den Klassenerhalt in der Bundesliga. Im Interview mit dem serbischen Blatt „Mozzart Sport“ sprach der 20 Jahre alte Angreifer, der beim VfB Stuttgart unter Vertrag steht, über die „seltsame“ Trennung von Werder und seine Pläne für die Zukunft.

„Realistisch gesehen war es auch die einzige, in der ich tatsächlich gespielt habe“, sagte Milosevic rückblickend mit einem Lächeln über die abgelaufene Spielzeit. „Nein, im Ernst, eine wirklich gute Saison. Der Eindruck wurde gegen Ende etwas getrübt, aber im Grunde bin ich zufrieden. Es war von allem etwas dabei. Insgesamt ist es eine Saison, an die ich mich noch lange erinnern werde.“ Am Ende kommt der Mittelstürmer in 36 Partien auf 19 Treffer und sechs Vorlagen, wobei die Halbserien kaum unterschiedlichen hätten sein können.

In der Hinrunde steuerte er 16 Treffer und fünf Vorlagen in 21 Partien für Partizan bei, ehe die Leihe endete und es zu Werder ging, das händeringend einen Stürmer suchte. Dort war er in 13 Partien an vier Toren beteiligt, hintenraus spielte er jedoch keine große Rolle mehr. Partizan hatte er verlassen, weil die Verantwortlichen des VfB Stuttgart es so wollten. „Es gab eine Möglichkeit und ich war dafür, bei Partizan zu bleiben, aber ich hatte – ich würde es nicht als Anweisung bezeichnen – eher Meinungsverschiedenheiten mit den Verantwortlichen aus Stuttgart, die mir sagten, dass es ihrer Meinung nach der beste Schritt für meine Karriere sei, woanders weiterzumachen. Ihre Haltung war, dass ich der Liga entwachsen sei und sie mich auf einer größeren Bühne sehen wollten, denn das bedeutet auch für sie als Verein etwas. Aus ihrer Sicht war es Zeit für etwas Neues, für eine neue Herausforderung. Mit der Zeit wurden sie immer beharrlicher und wir sahen, dass sie mich nicht für eine weitere Leihphase zu Partizan zurückkehren lassen würden.“ Milosevic bezeichnete das Jahr bei Partizan als das beste seines Lebens. „Ich bedaure, dass ich nicht länger geblieben bin“, erklärte er.

Milosevic und die „seltsame“ Trennung von Werder Bremen

Die Unterschiede zwischen Werder und Partizan waren drastisch, wie Milosevic versuchte zu erklären. „Es fühlte sich an, als wäre alles untergegangen. Es lag Schnee, als ich ankam, und alle sagten mir, es sei das erste Mal seit wer weiß wie vielen Jahren, dass es so viel geschneit habe. Die Leute waren halb deprimiert.“ Sie hatten dazu viele Spiele nicht mehr gewonnen. „Was für ein Unterschied: Vom schönen Wetter in Belgrad, den lächelnden Kumpels, mit denen man jeden Tag zusammen ist, zu Leuten, die sich nicht einmal in die Augen schauen. Es war wirklich seltsam, aber ich glaube, ich habe mich schnell daran gewöhnt; es hat nicht lange gedauert.“ Werder war bei Milosevics Ankunft seit sechs Partien sieglos und war viermal ohne eigenen Treffer geblieben. Es sollte neun weitere Spiele dauern, bis die Grün-Weißen wieder einen Dreier holten – beim 2:0 gegen Heidenheim erzielte der Serbe einen Treffer.

„Im Grunde bin ich, wenn man die Spielzeit, die Tabellenposition der Mannschaft und die Umstände, unter denen ich hierherkam, berücksichtigt, ziemlich zufrieden“, sagte Milosevic, der es als „ordentliche Halbserie“ bezeichnete. Am Anfang zeigte er gute Leistungen und erzielte in den ersten acht Partien drei Treffer. Nachdem er den kompletten März mit Rückenproblemen verpasste, fand er nicht mehr wirklich zu alter Stärke zurück. Er stand nur noch zweimal in der Startelf, wusste nicht zu überzeugen und verbrachte die letzten beiden Partien über 90 Minuten auf der Bank.

Eine Zukunft an der Weser hat er offenbar nicht mehr, auch wenn der Kontakt weiterhin besteht. Werder bevorzuge aktuell andere Stürmer, unter anderem soll der Klub Gespräche mit Niclas Füllkrug führen. „Wir haben uns auf etwas seltsame Weise getrennt. Wir hatten am Ende ein paar kleinere Probleme, aber ich möchte nicht zu viel darüber sprechen“, so Milosevic, für den eine erneute Leihe nicht infrage kommt, wie er den Stuttgartern mitgeteilt habe. „Was zu viel ist, ist zu viel.“ Vielleicht sei es „Zeit für einen Reset, für einen Neuanfang.“

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