Guo Jiakun, Sprecher des chinesischen Außenministeriums: Die Regierung in Peking ist ein wichtiger Partner Teherans
Foto: Florence Lo / REUTERS
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China kritisiert die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen scharf. Das Vorgehen sei »gefährlich und unverantwortlich«, erklärte Außenamtssprecher Guo Jiakun am Dienstag in Peking.
Die USA hätten trotz einer vereinbarten Waffenruhe ihre Militärpräsenz verstärkt und eine gezielte Blockade verhängt, sagt der Sprecher weiter. Dieses Vorgehen verschärfe den Konflikt, untergrabe die brüchige Waffenruhe und gefährde zudem die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus. China gilt als wichtiger Partner Irans.
Die Volksrepublik fordere alle Parteien auf, die Waffenruhe zu achten, auf Dialog zu setzen und praktische Schritte zur Deeskalation der Spannungen in der Region zu unternehmen, hieß es weiter.
Die USA haben am Montag eigenen Angaben zufolge damit begonnen, die Straße von Hormus zu blockieren. Schiffe, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben, sollen an der Durchfahrt gehindert werden. Auch Schiffe, die von Iran geforderte Transitgebühren an Teheran bezahlen, sollen an der Fahrt durch die Meerenge gehindert werden. Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein, hieß es von den USA.
Zugleich hatte das US-Militär erläutert, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus ohne iranischen Ziel- oder Startpunkt nicht beeinträchtigt werden solle.
Iran hatte die Straße von Hormus Anfang März selbst durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen faktisch blockiert. Die Meerenge zwischen Iran und Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel. Die US-Seeblockade wurde nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran angekündigt.
Wie die Nachrichtenagentur dpa aus pakistanischen Diplomatenkreisen erfuhr, habe China Iran geraten, weitere Gespräche mit den USA einzugehen. Pakistan arbeitet demnach an einer neuen Verhandlungsrunde zwischen Teheran und Washington. Islamabad wolle die Gespräche so bald wie möglich, erfuhr die dpa. Auch China, Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei seien mit beiden Kriegsparteien im Gespräch. Die Länder hätten einen Vorschlag eingebracht, noch in dieser Woche in Islamabad weiterzuverhandeln, hieß es. Die Regierung Pakistans gilt als wichtiger Partner Teherans.
In China ist derweil der russische Außenminister Sergej Lawrow zu Gesprächen über den Irankrieg eingetroffen. Russland beabsichtigt vor dem Hintergrund des Krieges, die Zusammenarbeit mit China zu intensivieren. Bei seiner Ankunft in der chinesischen Hauptstadt wurde Lawrow der rote Teppich ausgerollt, wie auf Bildern des russischen Außenministeriums zu sehen war.
In China wurden am Dienstag noch weitere Vertreter von Ländern begrüßt, die vom Irankrieg und seinen wirtschaftlichen Auswirkungen betroffen sind. Darunter sind der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams, Tô Lâm, und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sayed Al Nahyan.
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