Fifa-Präsident Infantino mit WM-Pokal bei Donald Trump: Der US-Präsident untergräbt systematisch sein eigenes Versprechen. Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa
Wenn an diesem Donnerstag der Ball rollt, wird Donald Trump zunächst nur eine Nebenrolle spielen. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika startet – nicht in den USA, sondern im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt. Den Auftakt wird der US-Präsident allenfalls vor dem Fernseher verfolgen. Ein Besuch des Nachbarlandes ist nicht geplant.
Dabei lässt Trump selbst keinen Zweifel: Er, der nach eigener Auffassung erfolgreichste US-Präsident der Geschichte, soll zum Gesicht der größten Sportveranstaltung der Geschichte werden.
Die WM hat er zur Chefsache erklärt. Schließlich soll das Turnier zur Dauerwerbung für „America first“ werden. Schon bei der Club-WM im vergangenen Jahr nutzte Trump die Bühne und erklärte die USA dank seiner Politik zum „heißesten Land der Welt”.
Daneben verheißt eine solche WM einen konjunkturellen Wohlfühlmoment, den Trump in Zeiten schlechter Beliebtheitswerte gut gebrauchen kann. Das Versprechen: 17 Milliarden Dollar Wirtschaftseffekt, fast 200.000 neue Jobs, rund 1,3 Millionen Touristen, so die Prognosen.



