Düsseldorf. Als Friedrich Vorwerk
Gut ein Jahr später ist die Aktie rund 47 Prozent vom Rekord im Oktober entfernt. Auslöser ist ein Gesetzentwurf der neuen Bundesregierung, der den Erdkabelvorrang für neue Gleichstromleitungen aufheben soll.
Am Donnerstag berät der Bundestag erstmals darüber. Was danach passiert, dürfte mitentscheiden, wie sich der Kurs des SDax-Titels weiterentwickelt.
Friedrich Vorwerk gilt als einer der profilierten Anbieter im deutschen Hochspannungskabel- und Leitungsbau. Wenn neue Gleichstromverbindungen künftig primär als Freileitung geplant würden, könnte sich die Nachfrage nach genau jenen Leistungen verschieben, für die Vorwerk als Spezialist gesehen wird.
Analyst Leon Mühlenbruch von MWB Research hat seine Verkaufsempfehlung nach dem Kursrutsch mittlerweile aufgegeben. Chancen und Risiken hielten sich inzwischen die Waage, schrieb er – die überzogenen Erwartungen an das Unternehmen seien auf ein realistischeres Niveau korrigiert worden. Sein Kursziel liegt bei 60 Euro. Jefferies hatte die Aktie bereits Mitte Mai mit „Underperform“ und einem Ziel von 65 Euro bewertet. Beide Einschätzungen eint die gleiche Botschaft: Das politische Risiko ist real, das Aufwärtspotenzial begrenzt.



