Parlamentswahl: Orbán gestürzt: Ungarn hat jetzt einen Magyar

Parlamentswahl: Orbán gestürzt: Ungarn hat jetzt einen Magyar

Orbán gestürzt: Ungarn hat jetzt einen Magyar

Erdrutsch-Sieg! Herausforderer knackt Zwei-Drittel-Mehrheit

Péter Magyar (45) ist der neue Ministerpräsident von Ungarn

Péter Magyar (45) ist der neue Ministerpräsident von Ungarn

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Budapest – Die Sensation von Budapest! Viktor Orbán (62) ist abgewählt, neuer Regierungschef von Ungarn ist Péter Magyar (45). Die Ungarn haben nach 16 Jahren einen neuen Ministerpräsidenten und die Europäische Union ist ihren größten Gegner los. Magyar kündigt an, Ungarns Westbindung wiederherzustellen.

Groß waren die Befürchtungen, dass Orbán eine Wahlniederlage nicht akzeptiert und von Manipulationen spricht. Doch schon zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale und nach Auszählung der Hälfte der Stimmen, bei denen Magyar klar vorn lag, rief Orbán seinen Herausforderer an und gratulierte ihm zum Wahlsieg. Er räumt seine Niederlage als fairer Verlierer ein.

Orbán: „Ich habe der siegreichen Partei gratuliert“

Es sei ein „schmerzhaftes“ Wahlergebnis, erklärt Orbán: „Uns ist nicht die Verantwortung und die Chance zum Regieren anvertraut worden. Ich habe der siegreichen Partei gratuliert.“ Er kündigt an, weiter in Ungarns Politik mitzumischen: „Wir werden der ungarischen Nation und unserem Heimatland auch aus der Opposition heraus dienen.“

Viktor Orban (62) zeigte sich als fairer Verlierer und gestand zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale seine Niederlage ein

Viktor Orbán (62) zeigte sich als fairer Verlierer und gestand zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale seine Niederlage ein

Der Orbán-Bezwinger mobilisierte einen Rekord-Ansturm auf die Wahllokale! Eine halbe Stunde vor Schluss der Wahllokale lag die Beteiligung am Sonntag bei starken 77,8 Prozent. Damit wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2002 (70,5 Prozent) klar übertroffen.

Orbán-Bezwinger hat Zweidrittelmehrheit

Nach 16 Jahren ist damit die rechtsnationalistische Fidesz-Partei abgewählt. Ungarn steht vor einem Politikwechsel. Möglich machen wird den Kursschwenk die Zweidrittelmehrheit des konservativen Herausforderers mit seiner Mitte-Rechts-Partei. Die Tisza-Partei kommt nach Berechnungen der Wahlkommission vom Sonntagabend nach Auszählung von 84,91 Prozent der Wahllokale auf 138 von 199 Mandaten. Das wären zu diesem Zeitpunkt 69,35 Prozent.

Magyars Gewinner-Thema: die Korruption unter Orbán – mit Folgen wie schwachem Wachstum und maroden Schulen. Statt Freundschaft zu Kreml-Diktator Wladimir Putin (73) und US-Präsident Donald Trump (79) wieder Annäherung an die Europäische Union. In Brüssel dürften so einige EU-Politiker heute Abend erleichtert sein.

Die Schützenhilfe von US-Vizepräsident JD Vance (41) kurz vor der Wahl half Orban nicht zum Sieg

Die Schützenhilfe von US-Vizepräsident JD Vance (41) kurz vor der Wahl half Orbán nicht zum Sieg

Doch der neue starke Mann Ungarns will nicht an allen Themen von Orbán rütteln: Beim Thema Ukraine-Krieg blieb er im Wahlkampf schmallippig. Bei der Migration dürfte der harte Kurs Orbáns weitergeführt werden. Die ersten Stimmen zur Wahl in den sozialen Medien ordnen ein: „Die Ungarn haben Nein zu Orbán gesagt, aber nicht Ja zu von der Leyen.“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) gratulierte als eine der ersten: „Heute Abend schlägt das Herz Europas in Ungarn stärker. Die Union wird stärker.“ Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) schrieb auf „X“: „Ungarn hat entschieden. Herzlichen Glückwunsch zur gewonnenen Wahl.“

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